Der FC Holzhausen empfängt am kommenden Spieltag den TSV Berg. Beim ersten Duell schaffte man es, die starke Offensive des Gegners in Schach zu halten.
FC Holzhausen – TSV Berg (Samstag, 14 Uhr). Holzhausens Cheftrainer Daniel Seemann ist vor der Partie gegen den TSV Berg am kommenden Samstag voll des Lobes für seinen Kontrahenten. „Sie spielen extrem mutig – das sieht man ja allein schon an der Tordifferenz. Sie haben viele Spieler, die eher aus unteren Klassen kamen. Was sie daraus machen, ist wirklich beeindruckend. Einfach Vollgas-Fußball!“
Zweitbeste Offensive gegen beste Defensive
Die von Seemann angesprochene Tordifferenz ist tatsächlich etwas, das einem bei einem Blick auf das Verbandsliga-Klassement sofort auffällt. Der TSV erzielte bis dato satte 69 Saisontore in 24 Spielen – hinter den Young Boys Reutlingen die zweitbeste Offensive der Liga. „Aber wir haben eben auch die beste Defensive“, meint Seemann mit einem Augenzwinkern. Nur 17-mal musste sich die Holzhausener Hintermannschaft geschlagen geben. Zehnmal spielte man zu Null – so auch im Hinspiel im RAFI-Stadion in Berg, das in einem torlosen Remis endete.
Mindestens sechs Wochen Pause für Grathwol
Seemann erwartet allerdings ein anderes Spiel als das Aufeinandertreffen am 27. September. „Personell hat sich viel getan – sowohl bei ihnen, als auch verletzungsbedingt bei uns.“ Und tatsächlich: Das Holzhausener Lazarett füllt sich immer mehr. Oliver Grathwol hat sich das Innenband im Knie gerissen sowie den Meniskus angerissen. „Man muss jetzt sechs Wochen lang abwarten und dann wird entschieden, ob noch eine Operation notwendig ist“, berichtet Seemann. Adrian Müller hingegen wird aufgrund einer gebrochenen Speiche definitiv in der kommenden Woche operiert und muss danach sechs weitere Wochen aussetzen. Beide Leistungsträger stehen dem FCH also mindestens bis Mitte Mai nicht zur Verfügung.
Trotz der immer länger werdenden Verletztenliste ist der Cheftrainer guter Dinge, dass man den Tabellenfünften im heimischen Panorama-Stadion am Samstag besiegen kann und wird. Auch vor der extrem potenten Offensive der Gäste schreckt Seemann nicht zurück: „Außer gegen die Young Boys haben wir es immer geschafft, die gegnerische Offensive gut im Griff zu haben. Das haben wir jetzt zuletzt sogar im Pokal gegen einen Oberligisten bewiesen. Es ist einfach schwer, gegen uns Tore zu schießen“, so der 34-Jährige.
„Wir wissen, was auf uns zukommt.“
Auch im Hinspiel hatte das FCH-Bollwerk bestand. „Wobei wir bei einer dicken Chance auch Glück hatten. Auf der anderen Seite hatte aber Janik Michel eine 1000-prozentige, die er normalerweise im Schlaf macht“, erinnert sich Seemann an ein am Ende leistungsgerechtes Unentschieden zweier guter Teams. Mit Blick auf das zweite Aufeinandertreffen der Saison ist sich der Holzhausener Übungsleiter sicher: „Es wird ein interessantes und knappes Spiel.“ Er ergänzt die Kampfansage: „Wir haben Berg diese Woche nochmals analysiert und wissen, was auf uns zukommt. Wir sind also gewappnet.“