Nun wechselt Lukas Foelsch doch von der TSG Balingen zum FC Holzhausen – aber nicht als Trainer, sondern als Spieler. So kam es zu der Entwicklung.
Es war die Überraschung für Fans des Lokalfußballs am Montagabend: Lukas Foelsch wechselt nun doch von der TSG Balingen zum FC Holzhausen.
Zum Trainingsauftakt der TSG hatte der 36-Jährige dies seinem Team eröffnet. Nun geht es für Foelsch, der bis vor Kurzem noch Co-Trainer in Balingen war, am Donnerstagabend in die Vorbereitung mit seiner neuen Mannschaft.
Doch der Abschied in Balingen war nicht leicht: „Die Mannschaft war traurig, aber sie konnten es alle nachvollziehen. Das zu verkünden war eine große Herausforderung. Schon bei der Fahrt zum Training hatte ich ein mulmiges und komisches Gefühl, das letzte Mal dorthin zu fahren. Jetzt freue mich auf den Start in Holzhausen. Ich bin gespannt, wie ich dort aufgenommen werde und wie es klappt.“
Klassenerhalt realistisch
Für den 36-jährigen Lehrer geht es damit von der abstiegsbedrohten TSG aus der Regionalliga zum abstiegsbedrohten FC in die Oberliga. „Den Klassenerhalt sehe ich als absolut realistisch an. Es wird schwierig, aber andere Mannschaften sind in erreichbarer Nähe. Das Team hat eine gute Hallenrunde gespielt und zur Rückrunde werden die Karten neu gemischt“, ist Foelsch optimistisch.
Trainersituation wurde erst geklärt
Warum es nun doch zu dem Wechsel gekommen ist, obwohl der FC Holzhausen im Dezember diesen noch verneint hatte, erklärt Foelsch so: „Es war eine lange Entscheidung. Das Interesse und Gespräche gab es im Dezember mit Verantwortlichen in Holzhausen und Balingen. Es lag aber noch kein konkretes Angebot vor. Ich habe lange überlegt, gehe ich den Schritt oder nicht?“ Für ihn sei es die bessere Entscheidung gewesen, direkt zu wechseln, als noch ein halbes Jahr bei Balingen zu bleiben. Im Dezember hätte der FCH erstmal seine Trainersituation klären wollen. Dabei entschloss man sich, es bis Saisonende wie zuletzt zu belassen – mit Igor Idjakovic, Oliver Grathwol, Manuel Zug und Karsten Maier als Trainer.
„Nun freue ich mich, nur Spieler zu sein. Ich war lange genug in der Doppelrolle. Im Sommer kann man dann weitersehen“, sagt der Spieler für das zentrale Mittelfeld.
Dass er beim FCH schnell ankommen wird, da ist sich der 36-Jährige sicher. „Es wird kein kompletter Neuanfang, man kennt sich gut. Vieles sind ehemalige Mitspieler oder sogar Freunde. Zum Beispiel Marc Wissmann, Nils Schuon oder Oliver Grathwol. Der Kontakt war nie weg, und ich habe immer verfolgt, was Holzhausen so macht. Das hat mir die Entscheidung leichter gemacht. Zudem ist mit Karsten Maier jemand auf der Trainerposition, den ich kenne und der mich kennt“, blickt der Balinger mit Vorfreude auf die anstehende Vorbereitung und die Rückrunde.
Wiedersehen ist bald möglich
Maier selbst ist ebenfalls positiv gestimmt: „Wir freuen uns, dass es mit dem Wechsel geklappt hat. ’Luki’ kann uns mit seiner Erfahrung sicher helfen.“ Vonseiten der TSG Balingen heißt es in Richtung Foelsch noch: „Wir drücken ihm die Daumen und hoffen, dass er wie wir am Ende den Klassenerhalt schaffen wird. Selbstverständlich werden wir ihn noch in einem gebührenden Rahmen verabschieden.“ Zum Wiedersehen könnte es übrigens bereits am 3. Februar kommen. Beim Blitzturnier in Empfingen spielen sowohl der FCH als auch die TSG.