Tim Steinhilber nickt ein: Der Angreifer tat seinem Ex-Verein am Freitagabend richtig weh. Foto: Eibner-Pressefoto/Ralph Kunze

Der Angreifer des FC Holzhausen ist beim 7:0-Sieg gegen seinen Ex-Club TSG Tübingen mit fünf Scorerpunkten der prägende Akteur.

Es ist ein Klassiker in der Welt des Fußballs; „Spieler X“ wird im Duell gegen seinen ehemaligen Verein zum entscheidenden Mann – so geschehen auch am Freitag in Tübingen. Tim Steinhilber, vor der Saison von der TSG zum FCH gewechselt, stellte die Weichen für das Seemann-Team Mitte des 1. Durchgangs auf Sieg.

 

Der Angreifer köpfte nämlich zwei Mal binnen vier Minuten eine Flanke von der linken Seite (einmal Adrian Müller, einmal Henry Seeger) mustergültig in die Maschen. So führte Holzhausen nach 24 Minuten 2:0.

Haug verpasst die Führung

Früh in der Begegnung, genauer gesagt in der 2. Minute, hatte Colin Haug bereits die große Chance zur Führung vergeben, als er freistehend an Keeper Tom Mang scheiterte. Im Anschluss war das Geschehen auf dem Kunstrasenplatz in der Universitätsstadt durchaus ausgeglichen, der FCH war in der Folge aber effizienter.

Tübingens Angreifer Henoch Grauer hatte gleich zwei gute Möglichkeiten (33, 42.), ließ aber beide liegen. Besser machte es auf der Gegenseite Niklas Schäuffele – der nach Vorlage von (natürlich) Steinhilber – das 3:0 markierte (40.).

Und wieder Tim Steinhilber

Nach dem Seitenwechsel ging es in der selben Taktung weiter und die Zuschauer bekamen Traumtore zu sehen: Zunächst schnürte Steinhilber den Dreierpack und traf per herrlichem Linksschuss vom Strafraumeck unter die Latte (50.), dann packte Lsyander Skoda den „Hammer“ aus der Distanz aus und stellte auf 5:0 für den FCH (57.).

Tübingen ließ sich nicht hängen, nahezu alle Abschlüsse wurden aber von der Gästedefensive geblockt, so dass Torhüter Henning Schwenk nicht eingreifen musste. Man könnte auch sagen, dass dem Tübinger Spiel ein Steinhilber gut getan hätte. Dieser hatte immer noch nicht genug und erzielte in der 71. Minute tatsächlich seinen vierten Treffer: Nach einer Ecke fiel ihm der Ball vor die Füße, und er traf zum 6:0.

Der eingewechselte Tim Seibold hätte dann beinahe den Ehrentreffer für die Tübinger erzielt, doch Julio Leitao Gourgel, ebenfalls ein Ex-TSG’ler rettete auf der Linie und verhinderte so den Einschlag (74.). In der Schlussviertelstunde plätscherte das Spiel bei frostigen Temperaturen lange vor sich hin, ehe Holzhausen noch durch Alexander Harachasch auf 7:0 stellte – auch er spielte bis zum Sommer für die Tübinger.Damit rückt der FCH über Nacht wieder bis auf zwei Punkte an die Young Boys Reutlingen heran, diese sind am Samstag in Fellbach gefordert.

Statistik zum Spiel

FC Holzhausen: Schwenk; Gourgel, Müller, Steinhilber (80. Djermanovic), Michel, Seeger (72, Harachasch), Skoda (80. Vogt), Schäuffele (65. Bok), Kurz, Haug (72. Huss), Wolf

Tore: 1:0, 2:0, 4:0, 6:0 Tim Steinhilber (20, 24, 50, 71.), 3:0 Niklas Schäuffele (40.), 5:0 Lysander Skoda (57.)

Schiedsrichter: Benjamin Maier mit Andreas Grübel und Tim Bezler.