Das Bild täuscht: Der Freistoß von Vladan Djermanovic fand nicht den Weg ins Nagolder Tor. Der Offensivspieler bereitete jedoch das 1:0 von Tim Steinhilber mit einer schönen Flanke vor. Foto: Andreas Reutter

Beim 1:1 in Nagold – zugleich das erste Testspiel – hatte Holzhausens Cheftrainer eine gute 1. Halbzeit gesehen. Mit dem Geschehen nach dem Seitenwechsel war er nicht zufrieden.

Im Duell des Landesligisten Nagold mit dem Verbandsligisten aus Holzhausen hatten die Hausherren am Samstag die üppigere Bank aufzuweisen. So musste der FC Holzhausen auf etliche Akteure verzichten.

 

Der Coach klärte im Gespräch mit unserer Redaktion auf: „Leon Hayer ist am Sprunggelenk verletzt, Lars Czerwonka hat weiterhin Probleme mit dem Knie, bei Tim Zölle (ebenfalls Knie) ist es noch nicht wie gewünscht, Jonas Kurz war im Urlaub, Lysander Skoda hat ebenfalls Probleme mit dem Knie und dann fehlt natürlich auch Janik Michel.“

Kleinere Trainingsgruppe

Es hat sich also bereits ein kleines Lazarett gebildet, auf das Seemann gerne verzichten würde – schließlich schränkt es auch die Optionen im Training ein. „Wir trainieren teilweise mit 15,16 Spielern im Moment. Das ist nicht optimal“, so Seemann. Trotz kleinerem Kader konnten sich am Samstag nicht alle Akteure in den Vordergrund spielen.

Nach einer 1. Halbzeit mit viel Kontrolle – von der Seemann nach der harten Trainingswoche sogar positiv überrascht war – gab es nach dem Seitenwechsel wenig bis keine positiven Erkenntnisse. Die Nagolder pressten hoch, ließen den FCH nicht mehr ins Spiel kommen und waren in den Zweikämpfen das deutlich präsentere Team.

Vogt ein- und ausgewechselt

„Nach der Pause war es viel zu wenig“, bemängelte Seemann. Gerade von den eingewechselten Akteuren ging sichtbar wenig Energie aus. Flavio Vogt wurde nach einem arg lethargischen Auftritt gar ein- und wieder ausgewechselt: „Er ist diese Woche auch umgeknickt und hatte am Donnerstag nicht trainiert. Die Leistung war aber zu wenig. Ich habe der Mannschaft nochmals gesagt, dass ich beim Spiel gegen den Ball nicht verhandle. Wenn jemand zum Spiel kommt, gehe ich davon aus, dass er hundert Prozent fit ist.“

Der FCH spielte wie gegen Ende der Vorrunde wieder mit einer Dreierkette. Auffällig: Die Akteure kommunizierten untereinander extrem viel. Dass diese Grundordnung aber noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen ist, weiß Seemann genau: „Das ist ein Prozess. Es ist noch nicht lange her, dass wir das implementiert haben. Dafür fand ich es aber in der 1. Halbzeit mit und gegen den Ball echt gut. Wir waren sehr kompakt im Pressing.“

Die nächsten Tests

Der FCH wird also auf die ersten 45 Minuten aufbauen und bekommt am Wochenende gegen Empfingen und den Oberligisten FC 08 Villingen die nächste Gelegenheit zu testen.