Nils Schuon (links) und der FC Holzhausen treffen nach dem Auftaktsieg gegen Nöttingen auf den Aufsteiger aus Gmünd. Foto: Eibner-Pressefoto/Silas Schuelle

Nach dem erfolgreichen Start geht es für den FC Holzhausen zum ersten Auswärtsspiel der neuen Saison in der Fußball-Oberliga.

1. FC Normannia Gmünd – FC Holzhausen (Freitag, 18.45 Uhr). Einen Auftakt nach Maß hat der FC Holzhausen zum Start in die Oberligasaison 2023/24 gefeiert. Mit drei Treffern und einer weißen Weste hatte das Team von Cheftrainer Benjamin Maier den FC Nöttingen im Panoramastadion bezwungen.

Dementsprechend gut ist die Stimmung in der Mannschaft. „Es hatten allen noch mal Selbstvertrauen gegeben. Man hat gemerkt, dass eine gewissen Erleichterung da ist. Zum Saisonstart weiß man ja nie genau, wo man steht. Dem Team ist aber auch klar, dass das nur der Anfang war“, sagt Maier.

Verbesserungsbedarf

Denn er betont auch: „Es ist nicht alles Gold was glänzt.“ Sein Team habe seine Vorgabe – Defensiv besser stehen – gut umgesetzt. Im Spiel nach vorne haben Maier und sein Trainerteam mit Oliver Grathwol und Manuel Zug aber erkannt, dass hier noch Verbesserungsbedarf herrscht. „Da haben wir diese Woche angesetzt, in Ballbesitz einige Sache trainiert und auch in der Videoanalyse gezeigt.“

Ziel sei es, sich hier weiterzuentwickeln, damit die von Maier gewünschte Balance im Offensiv- und Defensivbereich klappt.

„Respekt vor dem Gegner“

Diese Ausgewogenheit werde auch gegen Gmünd wichtig, ist sich Maier sich. Der 1. FC Normannia Gmünd ist den Spielern aus dem Sulzer Teilort noch aus der Verbandsliga bekannt. Wie dem FC Holzhausen war auch Gmünd über die Relegation der Aufstieg gelungen. „Ich denke das Team lebt viel von der Aufstiegseuphorie.“ Damit bezwangen die Gmünder zum Ligaauftakt auch den SSV Reutlingen knapp mit 0:1. „Dabei spiegelte das Ergebnis nicht ganz den Spielverlauf wider. Reutlingen hat viele gute Konter vergeben sowie einen Elfmeter“, weiß Maier aus der Analyse. „Wir haben Respekt vor dem Gegner und wollen etwas mitnehmen.“

Dabei ist die Qualität in der Offensive der Gmünder nicht zu unterschätzen. „Ich denke nicht, dass sie hinten reinstehen werden und uns das Spiel machen lassen“, schätzt Maier. „Gleichzeitig dürfen wir den Gegner nicht machen lassen, sondern müssen ihn auch beschäftigen und zu Fehlern zwingen.“ Gegen die Mitaufsteiger hatte sich Holzhausen vergangene Saison schwer getan. „Das müssen wir nun besser machen.“

Wahl fiel nicht leicht

Kadertechnisch sieht es beim FC Holzhausen für das kommende Spiel fast gleich aus. Einzig Andrej Schlecht fällt aus, da er krank ist.

Was die Torhüterposition angelangt, hat sich das Trainerteam für Henning Schwenk als Nummer eins entschieden. In der Saison zuvor war noch Kevin Fritz an Position eins gesetzt. „Das ist aber nicht in Stein gemeißelt. Kevin Fritz und Henning Schwenk haben beide ihre Qualitäten. Wir wissen, was wir an ihnen haben. Die Torhüter werden in dieser Saison sicher auch eine Schlüsselrolle einnehmen“, sagt Maier. Im Gesamtpaket habe er dabei Schwenk ein bisschen weiter vorne gesehen. „Er hat sich seit der vergangenen Saison entwickelt“, erläutert der Coach.

Gute Ergänzung

Nach nun einer kurzen Eingewöhnungsphase als Chefcoach und der Verpflichtung des Co-Trainers Manuel Zug zieht Maier eine positive Bilanz. „Ich bin über die Konstellation sehr glücklich. Oli und Manu nehmen mir sehr viel Arbeit ab. Wir ergänzen uns gut. Manu passt super rein. Ich kenne ihn lange und war schon sein Trainer in Nagold.“ Manuel Zug agiere dabei als Offensivgeist, während Oliver Grathwol eher Richtung Defensive orientiert ist und dabei seine Qualitäten als Mentalitätsspieler mit einbringt.

„Es braucht gute Mitstreiter. Besser kann ich es mir nicht vorstellen. Sonst wäre es auf diesem Level nicht möglich“, fasst Maier zusammen.