Die beiden Neuzugänge Adrian Müller (links) und Elias Wolff. Foto: Kevin Leonhardt

Das erste Mal in der eigenen Vereinsgeschichte steht der FC Holzhausen im Viertelfinale des WFV-Pokals. Am Abend der Auslosung folgte noch das Auftakttraining in die Rückrunde – inklusiver Winterzugänge.

Für den FC Holzhausen war es ein überaus spannender Januar. Neben den Turniersiegen beim Nagolder und Balinger Sparkassen-Indoor-Cup sowie beim Hallencup in Empfingen gab es für den FCH auch noch zwei namhaften Neuzugänge sowie eine spannende Auslosung zu vermelden.

 

Viele bekannte Gesichter

Mit Elias Wolf und Adrian Müller kamen im Winter zwei neue Spieler von der TSG Balingen in den Sulzer Stadtteil. Für die beiden Defensivakteure war es beim Auftakttraining jedoch kein fremdes Umfeld, sondern eher ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Schließlich gibt es abseits von Wolf und Müller noch weitere FCH-Spieler mit einer Vergangenheit als Eyach-Kicker. Trainiert wurde übrigens auf dem Kunstrasen in Renfrizhausen, wo der FCH immer montags und donnerstags trainieren darf.

Für die Holzhausener Spieler heißt es jetzt erst mal, knapp zwei Wochen lang zu laufen und zu schwitzen, bis es mit den Vorbereitungsspielen losgeht. Der erste Testkick ist für den 11. Februar (Dienstag) gegen den FC Rottenburg angesetzt, ehe es vier Tage später zum ESV Südstern nach Singen geht. Zudem duelliert sich der FCH noch mit dem FC 07 Albstadt am 23. Februar (Sonntag), und am 1. März mit den TSV Oberensingen.

Als Generalprobe wird jedoch ein kleines Turnier am 8. Februar herhalten, welches gemeinsam mit der SG Empfingen und dem SSV Reutlingen ausgespielt wird. Die Spiele dauern jedoch nur 60 Minuten – zwei Halbzeiten mit jeweils 30 Minuten.

Zwei Punkte hinter der Spitze

Für Holzhausen wird es daher wichtig sein, noch vor dem Rückrundenstart auf das nötige Fitnesslevel zu kommen. In der Verbandsliga Württemberg steht der Tabellenzweite bei 37 Punkten, zwei Zähler hinter Spitzenreiter Türkspor Neckarsulm. Der Primus hat in der laufenden Ligasaison erst 14 Gegentore kassiert – halb so viele wie Holzhausen.

Daher wird in der Vorbereitung für das Trainerteam rund um Maier die eigene Defensive im Vordergrund stehen. Offensiv ist der FCH mit 49 Toren in 16 Spielen nämlich das torgefährlichste Team der Liga. Der Trainingsauftakt war aber nicht das einzige Holzhauser Highlight an diesem Donnerstagabend.

Maier selbst verpasste nämliche große Teile des Trainings, da der Coach zuvor noch bei der WFV-Auslosung in Stuttgart war. Der FCH bekommt es im Viertelfinale mit dem Landesligisten TSV Riedlingen zu tun, was für eine Favoritenrolle des FCH spricht.

Holzhausen hat sich schließlich mit zwei Verteidigern mit Regionalliga-Erfahrung verstärkt, während der TSV derzeit in der Aufstiegsrunde der Landesliga 4 spielt. Maier selbst möchte aber von keiner Favoritenrolle sprechen: „Im Viertelfinale gibt es generell keine einfachen Lose. Unser Gegner hat zu Hause gegen Ravensburg gewonnen.“

Es gibt keine Favoritenrolle mehr

Nach einem Freilos in der ersten Runde, gelang der Mannschaft von Spielertrainer Raphael Sontheimer eine dicke Überraschung, als Oberligist FV Ravensburg zu Hause mit 2:1 geschlagen wurde. In der dritten Pokalrunde folgte eine 4:1-Gala gegen kein geringeres Team als Türkspor Neckarsulm, das, wie schon erwähnt, derzeit in der Verbandsliga über Holzhausen rangiert.

Gespielt wird übrigens am 2. April in Riedlingen. Im Fall eines Sieges kann von einer historischen Saison gesprochen werden, da neben dem Wiederaufstieg in die Oberliga auch noch der erste Einzug ins Halbfinale des WFV-Pokals gelingen könnte.

Einige große Namen sind schon raus

Sollte dem Trainerteam rund um Karsten Maier dieses Kunststück gelingen, ist von da an alles möglich. Vorjahressieger VfR Aalen ist nämlich bereits ausgeschieden, und auch die regelmäßigen Finalteilnehmer SSV Ulm und Stuttgarter Kickers sind bereits raus.

Außerdem treffen die TSG Balingen und der SSV Reutlingen schon im Viertelfinale aufeinander. Der Sieger aus dem Spiel Riedlingen und Holzhausen trifft am 30. April auf den Vorjahresfinalisten SG Sonnenhof Großaspach – da gäbe es ein Wiedersehen mit Ex-Trainer Pascal Reinhardt – oder auf Landesligist FC Blaubeuren.

Wenn man es so sehen will, ist der FC Holzhausen drei Siegen davon entfernt, sich für den DFB-Pokal zu qualifizieren, da der WFV-Pokalsieger automatisch teilnehmen in der ersten Runde steht.