Im vergangenen Jahr verlor der FC Holzhausen um Torhüter Julian Hauser (grünes Trikot) im Halbfinale gegen die SG Sonnenhof Großaspach. Foto: IMAGO/Eibner

Der FC Holzhausen steht zum zweiten Mal in Folge im Halbfinale des WFV-Pokals. Wir werfen einen Blick auf verschiedene Zahlen, Daten und Statistiken zum Pokalwettbewerb.

Durch den 4:1-Erfolg gegen den FV Ravensburg steht der FC Holzhausen, wie schon im vergangenen Jahr, im Halbfinale des WFV-Pokals und hat am 29. April gegen die Stuttgarter Kickers die Chance, zum ersten Mal ins Finale einzuziehen.

 

Seit der Saison 1950/51 wird der Wettbewerb im Männerbereich in der derzeitigen Form ausgetragen, seit der Saison 1977/78 bei den Frauen. Seit der Spielzeit 2016/17 heißt er aufgrund des Sponsors DB Regio-WFV-Pokal.

Um den Pokal spielen alle württembergischen Mannschaften von der 3. Liga bis zur Landesliga sowie die Bezirkspokalsieger. Die ersten drei Spielrunden werden dabei in vier großen Gruppen, aber auch schon im K.o.-System ausgespielt. Aus jeder Gruppe kommen vier Teams in das Achtelfinale. Von dort aus wird dann in K.-o.-Runden der Sieger des Pokals ermittelt, der in der darauffolgenden Spielzeit am DFB-Pokal teilnehmen darf.

Aspach schon im Finale

Sollte der FC Holzhausen also gegen die Stuttgarter Kickers und im Finale dann gegen die SG Sonnenhof Großaspach – die durch einen 3:0-Erfolg gegen die TSG Backnang schon im Finale steht – gewinnen, würde Holzhausen nächste Saison am DFB-Pokal teilnehmen.

Der TSG Balingen gelang dieses Kunststück schon: Die TSG holte in der Saison 2022/23 im Gazi-Stadion gegen die Stuttgarter Kickers den WFV-Pokal. So spielte die TSG in der Folgesaison im höchsten nationalen Pokal und das ausgerechnet gegen den VfB Stuttgart. Stuttgart gewann die Partie mit 4:0.

Das WFV-Pokalfinale 2023 zwischen Balingen und den Stuttgarter Kickers ist bis dato das WFV-Pokalfinale mit den meisten Zuschauern (8507 Zuschauer).

Erst zweites Mal Halbfinale für FCH

Für den FC Holzhausen ist die Partie gegen die Kickers im Halbfinale nach dem Semifinale im vergangenen Jahr gegen die SG Sonnenhof Großaspach erst die zweite Halbfinalteilnahme. Vergangenes Jahr unterlag der FCH dem selbst ernannten „Dorfklub“ in der Verlängerung mit 2:4.

Auch der FC 07 Albstadt stand seit 1996 einmal im Halbfinale. Es gibt aber auch Mannschaften mit deutlich mehr Teilnahmen am Halbfinale in den vergangenen 30 Jahren.

Ein Kuriosum dabei ist, dass der SSV Ulm 2021 im Halbfinale ein Freilos hatte, da das Viertelfinale zwischen dem SSV Reutlingen und dem FSV 08 Bissingen aufgrund von Corona abgesagt wurde.

Der FC Holzhausen könnte in diesem Jahr zum ersten Mal ins Finale einziehen. Einigen anderen Mannschaften, wie beispielsweise der TSG Balingen, gelang das seit 1996 schon mehrfach.

Der Rekordsieger des Wettbewerbs ist der aktuell in der 3. Liga stark abstiegsgefährdete SSV Ulm mit elf Titeln, davon vier in Serie von 2018 bis 2021. Auch die Amateurmannschaft des SSV stand einige Male im Endspiel.

Der VfR Aalen, momentaner Spitzenreiter der Oberliga, holte den Titel insgesamt acht Mal, zuletzt in 2024. Noch-Bundesligist 1.FC Heidenheim gehört mit sechs Titeln, vier davon in Serie zwischen 2011 und 2014, ebenfalls zu den erfolgreichsten Teams des Wettbewerbs. In den letzten Jahren avancierte auch Großaspach zu einer Pokalmannschaft und steht in diesem Jahr nach 2024 und 2025 zum dritten Mal in Serie im Finale.

Das Endspiel findet dabei seit 2015 im Heimstadion der Stuttgarter Kickers statt. Einzig 2024 war das Finale in der WIRmachenDRUCK Arena in Großaspach, da das Stadion auf der Waldau von der Schweizer Nationalmannschaft zur Vorbereitung auf die EM genutzt wurde.

Dem FC Holzhausen könnte mit einem Sieg gegen die Stuttgarter Kickers Historisches gelingen. Sie würden nicht nur ein weiteres „Finale dahoam“ der Kickers verhindern, sondern eben auch zum ersten Mal am Finale teilnehmen – und das als Ort mit knapp mehr als 1000 Einwohnern. Mit den Sportfreunden Dorfmerkingen gelang einem ähnlich kleinen Ort 1998 sowie im Jahr 2017 sogar der Pokalsieg.

Finalgegner wäre für Holzhausen durchaus bekannt

Zudem wäre der Trainer des Finalgegners aus Großaspach, Pascal Reinhardt, ein bekanntes Gesicht in Holzhausen: Reinhardt coachte den FCH von 2021 bis 2023.

Das Endspiel des WFV-Pokals findet mit oder ohne Holzhausens Beteiligung am 23. Mai im Rahmen des Finaltags der Amateure statt. In der ARD gibt es eine Live-Konferenz zu diesem Tag.