Henry Seeger hat sich von seiner Knieverletzung erholt und steht damit den FC Holzhausen wieder zur Verfügung. Den Aufstieg in die Oberliga hält der Mittelfeldspieler für durchaus realistisch.
Im vergangenen Sommer wechselte Henry Seeger von der TSG Balingen zum FC Holzhausen. Dabei hat der Mittelfeldmann nicht lange gebraucht, um im Team von Neu-Coach Karsten Maier anzukommen. In der ersten WFV-Pokalrunde schoß Seeger Holzhausens erstes Saisontor, als sich der FCH gegen die TSG Balingen II mit 2:0 (0:0) durchsetzten konnte.
Start nach Maß
Zudem erzielte der Neuzugang auch den ersten Ligatreffer für Holzhausen, als die Maier-Elf mit 4:2 (1:2) gegen den TSV Oberensingen siegte. Doch Anfang November zog sich der 27-Jährige einen Innenbandanriss im rechten Knie zu, wodurch das Kalenderjahr 2024 aus sportlicher Sicht für ihn gelaufen war. „Ein Innenbandanriss ist jetzt nichts Wildes, aber jede Ballberührung hat ein ekliges und auch instabiles Gefühl im Knie ausgelöst. Daher hat es seine Zeit gebraucht, bis meine Verletzung verheilt ist. Aber weil die Winterpause dazwischen lag, habe ich nicht allzu viel verpasst“, blickt er zurück.
Tatsächlich waren es nur drei Ligapartien, in denen Maier auf Seeger verzichten musste. Trotzdem waren gerade die kalten Wintermonate eine fordernde Zeit für den Mittelfeldakteur, welcher als International Sales Coordinator arbeitet: „Die Zeit ohne Fußball ist immer schwierig. Ich bin einer, der das als Ausgleich braucht. Um mal Druck abzulassen oder nach der Arbeit auf andere Gedanken zu kommen. Sport ist generell sehr wichtig für mich, weil ich mich sonst unzufrieden fühle.“
Mehr Zeit für die Liebsten
Trotzdem hatte die Zeit zuhause auch seine Vorteile für Seeger: „Während der Genesung hatte ich dann mehr Zeit für meine Frau, meine Freunde und meine Familie. Daher hatte die Verletzungspause auch ihre positiven Seiten.“ Sein Comeback gab Seeger im Test gegen die SG Empfingen (2:1), als er zur Pause reinkam. Bei Holzhausens 9:0-Kantersieg im Test gegen den FC 07 Albstadt absolvierte Seeger sogar die gesamte Spielzeit und trug neben einem eigenen Treffer auch eine Vorlage, sowie einen herausgeholten Strafstoß bei. Für den FCH steht am 8. März (Samstag) der Rückrundenstart gegen den SSV Ehingen-Süd an. Im eingefrorenen Tabellenstand lauert Holzhausen zwei Zähler hinter dem Spitzenreiter Türkspor Neckarsulm in der Verfolgerrolle. „Wir haben eine richtig coole Truppe, sowohl intern als auch extern. Das wir alle Talent haben, brauchen wir uns nicht absprechen. Wir sind eine richtig gute Mannschaft und können aufsteigen. Ich traue dem Team zu 100 Prozent zu, am Ende der Saison auf Rang eins zu stehen“, gibt sich Seeger zuversichtlich.
Dabei war Seeger nicht der einzige Neuzugang, der einen Rückschlag erleiden musste. Im Fall von FCH-Winterneuzugang Adrian Müller ist es sogar noch unglücklicher gelaufen, da sich der Defensivmann in seinem ersten Testspiel gegen den FC Rottenburg (2:2) zunächst mit einem eigenen Treffer belohnte, später dann aber durch eine Bänderverletzung vorzeitig schlussmachen musste. „Das Adi sich verletzt hat, ist natürlich extrem bitter. Ich finde, er hat sich schon sehr gut in die Mannschaft integriert, genauso wie unser zweiter Winterneuzugang Elias Wolf. Wenn man neu in eine Mannschaft kommt, will man natürlich alles geben und sich zeigen. Das hat Adi gemacht und umso unglücklicher ist es, dass er jetzt ausfällt“, bedauert Seeger.
Alte Bekannte
„Titi“, wie Seeger von dem ein oder anderen Teamkameraden in Anlehnung an Thierry Henry genannt wird, hat in Balingen eine gemeinsame Vergangenheit mit Müller, Wolf und auch FCH-Routinier Lukas Foelsch. 2023 bezwangen die Eyachstädter im Finale des WFV-Pokals die Stuttgarter Kickers im Elfmeterschießen (1:1, 6:5 n. E.), was aus Sicht der drei Zugänge ihr bisheriges Karrierehighlight sein dürfte.