Nils Schuon traf im Test gegen die TSG Tübingen aus der Distanz. Foto: Eibner-Pressefoto/Wolfgang Frank

Eine gelungene Generalprobe gelang dem FC Holzhausen vor dem Start in die Rückrunde der Oberliga gegen Verbandsligist TSG Tübingen.

Besonders in der ersten Hälfte überzeugte der FC von Trainer Pascal Reinhardt mit gelungenen Kombinationen, schnellem Direktspiel und einer kompakten Spielordnung. Hierzu hatte sich Reinhardt etwas einfallen lassen. Mit Nils Schuon und Niklas Schäuffele hatte er zentral vor der Abwehr zwei Abräumer installiert, die auch gleichzeitig fleißig am Spielaufbau beteiligt waren.

Eine Station davor liefen die gefährlichen Stürmer Marc Wissmann und Janik Michel schon frühzeitig an, sodass es für die Unistädter kein Durchkommen gab, wozu noch die aktiven Außenpaare Haller/Schoch und Huss/Pfeifhofer die Außenpositionen dicht machten und gefährliche Aktionen starteten.

Per Kopf zum 1:0

So hatte Pascal Schoch gleich zu Beginn eine Riesenmöglichkeit, schoss aber am langen Pfosten links vorbei. Besser machte er es nach einer Viertelstunde, als er eine Flanke aus dem rechten Halbfeld völlig blank aus kurzer Distanz zum 1:0 einköpfen konnte.

Auch in der Folgezeit ließen die druckvoll agierenden Gastgeber den Tübingern keine Zeit zum Verschnaufen. Als man sich wieder einmal schön durchkombiniert hatte, jagte Janik Michel – wie man es von ihm kennt – das Kunstleder aus halblinker Position stramm ins lange Eck zum 2:0.

Treffer aus der Distanz

Auch im weiteren Verlauf zeigte sich das gleiche Bild, doch entweder war Tübingens Keeper Kerim Aslan auf dem Posten oder Holzhausen vergab etwas überhastet. So dauerte es bis kurz vor dem Wechsel, ehe ein weiterer Treffer fiel. Nils Schuon fasste sich aus der Distanz ein Herz, die Kugel sprang dem Gästekeeper über die Hände und schon stand es 3:0. Das war aber noch nicht alles: Fabio Pfeifhofer schweißte die Kugel praktisch mit dem Halbzeitpfiff wie einen Strich zur 4:0-Pausenführung in den Torwinkel.

Im zweiten Abschnitt hatten die Tübinger etwas mehr Zugriff auf das Spiel der Hausherren, ohne aber gefährlich zu werden. Wie so oft litt der Spielfluss aber nun auch an den vielen Wechseln. Bezeichnend war aber, dass der erste gefährliche Abschluss der Tübinger in der 74. Minute zu sehen war. So blieb es beim hochverdienten 4:0.

Trainerstimme:

Pascal Reinhardt (FC Holzhausen): „Mit der ersten Halbzeit bin ich sehr zufrieden. Wir standen richtig gut und haben nichts zugelassen. Auf die Kompaktheit habe ich viel Wert gelegt, weil wir in der Runde einfach zu viele Gegentreffer kassiert haben. Im zweiten Abschnitt hatten die Tübinger etwas umgestellt, hier hätten wir mehr Lösungen finden müssen. Es war aber ein gelungener Test vor dem schweren Match in Nöttingen.“

Statistik

FC Holzhausen: Henning Schwenk, Noah Haller (55. Heiko Belser), Enrico Huss (63. Oliver Grathwol), Marc Wissmann (63. Marcel Sieber), Janik Michel (63. Simon Bok), Pascal Schoch, Fabio Pfeifhoher, Niklas Schäuffele, Andrej Schlecht (55. Marius Oberle), Antonio Carlos Konz, Nils Schuon.

TSG Tübingen: Kerim Aslan, Jannis Röhm (39. Maximilian Steinmann) Ali Hamdar, Simeon Zahn (63. Philip Winterstein), Laris Damm, David Fridrich, Pirmin Glück, Marius Thomas, Christian Wiehl, Yannik Zenner, Tim Steinhilber.

Tore: 1:0 P. Schoch (15.) , 2:0 J. Michel (26.), 3:0 F. Pfeifhofer (42.), 4:0 N. Schuon (45.).

Schiedsrichter: Rico Neidinger, Assistenten: Mathias Kraus, Demir Aleren

Zuschauer: 100