Nicht die optimale Voraussetzung zum Trainingsauftakt beim FC Holzhausen. Geht oder bleibt Trainer Pascal Reinhardt? Das sagen die Spieler und Co-Trainer.
Trainingsauftakt beim Oberligisten FC Holzhausen. Pascal Reinhardt, Holzhausens Trainer, begrüßte erstmals seine drei Neuzugänge Lysander Skoda, Lars Czerwonka und Harut Arutunjan auf dem schlecht aussehenden Rasen im Panoramastadion.
Zweites Jahr wird schwerer
Der FC Holzhausen geht in sein zweites Oberligajahr mit 23 Feldspielern und drei Torspielern, darunter sind drei Verletzte. Fünf Spieler waren abgemeldet für die erste Trainingseinheit. Reinhardt glaubt, dass das zweite Jahr in der Oberliga für sein Team schwerer werden dürfte. „Den FC Holzhausen wird in unserer zweiten Saison sicherlich keiner mehr unterschätzen.“
Die Integration der Neuzugänge, so schätzt Reinhardt, wird zwischenmenschlich kein Problem sein und fußballerisch werden sie ihre Zeit bekommen.
Für einige unter den Spielern war die Meldung, dass ihr Trainer womöglich zum Ligakonkurrenten SG Sonnenhof Großaspach wechseln könnte, etwas überraschend. Wir haben dazu mit ein paar Spielern und den Co-Trainer gesprochen.
„So funktioniert das Geschäft“
Kevin Fritz, Holzhausens Torhüter, fiel fast aus allen Wolken. „Ich war sehr überrascht als ich davon gehört habe, dass Pascal uns womöglich in Richtung Großaspach verlassen wird. Wir haben uns dann mit unserem Mannschaftsrat mit ihm ausgetauscht und uns über den Stand der Dinge informiert. Für ihn selber würde es mich natürlich freuen, da ich weiß, dass er den nächsten Schritt in den bezahlten Fußball machen möchte. Für uns als Mannschaft wäre sein Weggang nicht so gut, wenn man weiß, was er auch außerhalb des Trainingsplatzes hier in Holzhausen bewegt hat, und wie groß sein Aufgabengebiet ist. Mir war aber auch bewusst, dass Pascal früher oder später in den bezahlten Fußball wechseln wird. Er hat die Fähigkeiten dazu. So funktioniert nun mal das Geschäft.“
“Sportlicher Super-GAU“
Torjäger Janik Michel erklärte: „Pascal ist ein guter Kumpel von mir. Aus diesem Grund würde es mich natürlich freuen, wenn er den nächsten Schritt machen könnte. In Großaspach findet er ganz andere Möglichkeiten vor und hätte gute Chancen, in die Regionalliga aufzusteigen. Für uns als Mannschaft wäre sein Weggang ein sportlicher Super-GAU, da er ja auch noch als sportlicher Leiter tätig ist. Es müssten folglich zwei Neue kommen, um ihn zu ersetzen. Mein Gefühl sagt mir, dass er die Chance bekommen wird und er uns verlässt.“
„Zeitpunkt alles andere als günstig“
Co-Spielertrainer Oliver Grathwol: „Die Zusammenarbeit mit Pascal in den letzten zwei Jahren war absolut top. Es wäre für uns ein großer Verlust, wenn er uns verlassen würde. Zumal der Zeitpunkt alles andere als günstig ist. Es war ja kein Geheimnis, dass er den Weg in den bezahlten Fußball gehen möchte. Aber dass es jetzt womöglich so schnell gehen wird, überrascht mich schon.“
„Für mich wäre Schluss“
Benjamin Maier, Co-Trainer FC Holzhausen: „Für Pascal wäre es nachvollziehbar, den nächsten Schritt zu gehen, wenn er die Chance dazu bekommt und nach Großaspach wechseln kann. Wie es dann mit mir weitergeht, hängt davon ab, ob der neue Trainer seinen eigenen Co-Trainer mitbringt oder nicht. Es müsste vor allem auch zwischenmenschlich passen. Wenn es für mich hier nicht mehr weitergehen würde, wäre vorerst für mich als Trainer Schluss.“