Der FC Holzhausen möchte im letzten Verbandsligaspiel einen Sieg feiern. Foto: Andreas Wagner

Der letzte Spieltag ist sportlich bedeutungslos, der FCH ist Zweiter. Dennoch richtet Daniel Seemann den Blick auf die Relegation – auch mit der möglichen Rückkehr von Janik Michel.

FC Holzhausen – TSG Tübingen (Samstag, 15.30 Uhr). Für das Team von Daniel Seemann geht es in das letzte Spiel der Verbandsligasaison. Für beide Mannschaften geht es sportlich um nichts mehr: Der FCH steht bereits sicher auf Platz zwei, während die Tübinger als Absteiger feststehen.

 

Trotz dieser Ausgangslage und der bevorstehenden Relegation möchte der FCH-Coach die bestmögliche Elf auf den Platz bringen: „Im Großen und Ganzen werden wir jetzt nicht die Rotationsmaschine anwerfen. Wir versuchen schon, im Flow zu bleiben und uns ein gutes Gefühl für die Spiele zu erarbeiten. Aber das sind einfach zwei K.o.-Spiele. Das Spiel gegen Tübingen hat meiner Meinung nach keine Auswirkungen auf die beiden K.o.-Spiele“, erklärt Seemann.

Der Coach will vor den Relegationsspielen keine Besonderheiten oder Experimente einbauen: „Wir bleiben bei uns. Wir wissen, was wir können und versuchen das auf den Platz zu kriegen. Wir machen jetzt keine besonderen Dinge, sondern fokussieren uns auf uns als Mannschaft“, so Seemann.

Goalgetter könnte wieder einsatzfähig sein

In den vergangenen Wochen betonte Seemann, wie wichtig der zweite Tabellenplatz für sein Team sei. Doch welche Spiele waren aus seiner Sicht die Schlüsselmomente der Saison? „Oberensingen vor dem Winter, das 2:1 dort, und das Heimspiel gegen Friedrichshafen auf dem Kunstrasen – das waren für mich richtungsweisende Spiele. Da hat sich gezeigt, wohin die Reise gehen kann. Ich habe immer gesagt, wir müssen auf Platz zwei schauen. Das waren zwei wichtige Indizien, dass wir den zweiten Platz festigen und mit Vorsprung behaupten können“, erklärt der Trainer.

Der FCH musste in dieser Spielzeit zudem einen längeren Ausfall seines Topstürmers Janik Michel verkraften.

Laut Seemann gehe es im Fußball jedoch immer darum, als geschlossene Einheit aufzutreten: „Im Fußball hat man immer wieder mit Verletzungen und Ausfällen zu tun“, so der Coach. Ihm sei von Beginn an wichtig gewesen, dass sich die Mannschaft nicht über einzelne Spieler definiere, sondern über ihre Geschlossenheit. Nur so könne man erfolgreich sein, wenn alle mitziehen und auch Ausfälle kompensiert werden. Ausreden habe es in der Mannschaft ohnehin nie gegeben.

Für die beiden Relegationsspiele am 13. und 21. Juni könnte der Angreifer dennoch eine Rolle spielen: „Er ist seit letzter Woche wieder im Mannschaftstraining, vielleicht auch mit ersten Torschüssen. Wir schauen, wie sich das entwickelt. Wenn er medizinisch grünes Licht bekommt, ist er eine Option – er will auf jeden Fall mit, und eine Mitnahme ist angedacht.“

Der FCH hat die Zusammenarbeit mit Co-Trainer Sandro Bossert verlängert. Wie der Verein bekannt gab, wird Bossert auch in der kommenden Saison an der Seite von Cheftrainer Daniel Seemann stehen.