Predrag Kicic schwimmt gegen den Strom. Jeder andere Trainer hätte nach so einer Saison beim FC Bad Dürrheim hingeschmissen. Der frühere Landesliga-Spieler bleibt aber. Foto: Holger Rohde

Die Kurstädter bauen vermehrt auf die A-Junioren und wollen einen Drei-Jahres-Plan erfolgreich umsetzen. Es wird keine Spielgemeinschaft mit Hochemmingen geben.

Mancher Trainer hätte angesichts so einer destrastösen Saison längst den Bettel hingeworfen. Aber nicht Predrag Kicic. Er macht nach dem tiefen Fall des FC Bad Dürrheim in der Saison 2024/25 bei den Kurstädtern weiter.

 

Trotz 28 Niederlagen, null Punkten und 14:167 Toren sieht sich der Bezirksliga-Absteiger für die kommende Runde in der Kreisliga A bereit und setzt auf einen erfolgreichen Neuanfang.

Die Gründe für sein Weitermachen

„Wir haben uns auf ein dreijähriges Zukunftsprojekt geeinigt. Als ich vor einem Jahr nach Bad Dürrheim kam, war klar, dass es hier einen personellen Umbruch gibt. Da ist es jetzt logisch, dass ich nicht gehen werde“, zeigt Predrag Kicic einen großen Charakter. Niemand beim FC Bad Dürrheim hätte es ihm wohl übel genommen, wenn er nach dieser katastrophalen Saison aufgegeben hätte.

Spätestens nach den zwei 0:18-Heimniederlagen gegen Meister Pfaffenweiler und Pokalsieger Möhringen, als Kicic aufgrund von Personalmangel sogar selbst zwischen den Pfosten stand, war zu befürchten, dass in Bad Dürrheim nach diesem sportlichen Absturz der Laden vollkommen zusammenbricht.

Der Plan

„Ich hätte hinschmeißen können. Aber wir werden jetzt versuchen, auch mit den A-Junioren den personellen Umbruch zu starten. Dann sehen wir weiter, wie wir uns entwickeln können. Dies passiert ohne eine Spielgemeinschaft“, stellt Predrag Kicic klar.

Der frühere Landesliga-Spieler des BSV 07 Schwenningen und des FC Bad Dürrheim ist ehrgeizig. Nach dem letzten Saison-Heimspiel (1:4 gegen Riedöschingen) lobte er seine Jungs: „Sie haben es wirklich gut gemacht. Keiner hat aufgegeben. Wir werden uns zurückkämpfen und wieder bessere Zeiten erleben“, ist Predrag Kicic in Sachen Neuanfang in der Kreisliga A optimistisch.