Die Nullachter (weiße Trikots) werden in der Runde 2021/22 wieder auf die Spfr. Dorfmerkingen treffen. Foto: Eibner

Der Spielbetrieb der Oberliga BW soll am 31. Juli wieder aufgenommen werden. "Das sehe ich durchaus als realistisch an", sagt Marcel Yahyaijan. In Sachen SBFV-Pokal ist der 08-Coach nicht so optimistisch.

Auch wenn der Ball im Amateurfußball seit nun rund sechs Monaten ruht, richtet sich der Blick also nach vorne auf die neue Spielzeit. "Ich bin zuversichtlich, dass wir die neue Saison pünktlich starten und endlich wieder die Wochenenden in gewohnter Atmosphäre auf unseren Fußballplätzen verbringen können. Bei aller Enttäuschung über die verlorene Saison 2020/21 ist die Vorfreude darauf jetzt schon enorm. Was den Umgang mit der Pandemie angeht, haben unsere Vereine im Spätsommer und im Herbst 2020 bewiesen, dass sie sich auch unter erschwerten Bedingungen verantwortungsvoll und leidenschaftlich für den Fußball einsetzen. Davor habe ich großen Respekt. Und das macht Mut für die Zukunft", so wird Matthias Schöck, der Präsident des für die Oberliga zuständigen Württembergischen Fußballverbandes, in einer Mitteilung zitiert.

Mammutprogramm

Dies sieht Marcel Yahyaijan ähnlich. Auch im vergangenen Jahr sei es im Juli möglich gewesen, wieder den Spielbetrieb aufzunehmen. Die Oberliga-Runde 2021/22 soll dabei mit 21 Teams loslegen. Allerdings überlegt der SV Sandhausen wohl, seine Reservemannschaft aus der fünfthöchsten Klasse Deutschlands abzumelden. "In diesem Fall hätten wir immer noch 38 Spieltage", weiß der Villinger Trainer, dass es deshalb auch auf die Quantität des Kaders ankommen wird. "Für uns sollte dies aber keine allzu großen Probleme bedeuten. Wir könnten Ausfälle mit talentierten Spielern aus unserer U21 kompensieren", sieht es Marcel Yahyaijan als großen Vorteil an, dass die Reservemannschaft erneut in der Verbandsliga um Punkte kämpfen wird.

Verstärkungen

Dennoch hofft der 28-Jährige, dass sein Kader bis zum Rundenstart noch externe Verstärkungen erhält. "Es ist ja bekannt, dass wir noch einen Torwart suchen. Zudem sehe ich auf der linken Seite in der Abwehr und im Mittelfeld Bedarf. Und natürlich hätte ich nichts gegen einen robusten Stürmer", gibt Yahyaijan preis. Dabei würde es vor allem auch um die taktische Flexibilität gehen, welche sich durch Neuzugänge ("Es muss immer das Gesamtpaket passen") erhöhen würde.

Kleines Zeitfenster

Apropos flexibel. Dies müssen die Nullachter auch in Sachen SBFV-Pokal sein. Weiter ist nicht absehbar, wann die Villinger ihr Viertelfinal-Spiel gegen Oberliga-Kontrahent Rielasingen austragen können. "Wir können nur abwarten. Aber klar ist, dass das Zeitfenster immer kleiner wird", verweist Yahyaijan darauf, dass der südbadische Cupsieger bis zum 30. Juni feststehen muss. Spätestens dann muss der SBFV den Gewinner für den DFB-Pokal melden. "Wir werden bereit sein, wenn es losgeht." Aufgrund der hohen Inzidenzzahlen im Landkreis können die Nullachter derzeit aber nur Online-Einheiten absolvieren. "Wichtig ist einfach, dass wir gemeinsam als Team etwas tun", stellt der Trainer des FC 08 Villingen klar.

Alles klar in Württemberg

Unterdessen ist in Württemberg das weitere Vorgehen im Cup geklärt. "Die Termine für die ausstehenden Partien stehen fest. Ein sportliches Finale, das über den württembergischen Vertreter im DFB-Pokal entscheidet, ist greifbar. Das Endspiel soll wie geplant am 29. Mai im Rahmen des Finaltages der Amateure gespielt werden. Im letzten Viertelfinale wären die beiden Oberliga-Vereine SSV Reutlingen und FSV 08 Bissingen aufeinandergetroffen, um den Halbfinal-Gegner des SSV Ulm zu ermitteln. Die beiden Oberligisten ziehen sich jedoch aus dem Verbandspokal-Wettbewerb zurück. Für beide Mannschaften ist weiterhin nicht absehbar, wann ein reguläres Mannschaftstraining sowie die Austragung von Spielen wieder möglich ist. In konstruktiven Gesprächen einigten sich alle verbliebenen Beteiligten auf eine finanzielle Kompensation für den FSV 08 Bissingen und den SSV Reutlingen. Diese wird aus der Antrittsprämie, die dem Sieger im DB Regio-wfv-Pokal 2020/21 für die Teilnahme an der 1. Runde des DFB-Pokals 2021/22 zusteht, beglichen. Regionalligist und Rekord-Pokalsieger SSV Ulm 1846 wäre im Halbfinale auf den Sieger des Duells Reutlingen – Bissingen getroffen – und steht somit als erster Finalist fest." So heißt es in einer Mitteilung.

Die 21 Oberliga-Teams

SGV Freiberg, Stuttgarter Kickers, 1. Göppinger SV, FSV 08 Bissingen, FC Nöttingen, 1. FC Rielasingen-Arlen, Neckarsulmer Sport-Union, FV Ravensburg, Spfr. Dorfmerkingen, FC 08 Villingen, 1. CfR Pforzheim, TSG Backnang, SSV Reutlingen, 1. FC Bruchsal, TSV Ilshofen, SV Linx, SV Oberachern, FV Lörrach-Brombach, FC Astoria Walldorf II, Freiburger FC, SV Sandhausen II.

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