Textiles Vergehen: 08-Kapitän Nico Tadic (rechts) wird im Hinspiel in Mannheim (0:0) festgehalten. Foto: Imago/Eibner

Während die halbe Oberliga um die Versetzung zittert, können die Nullachter am Samstag (14 Uhr) gegen den VfR Mannheim ohne Druck aufspielen. Auf den VfR wartet auch Waldhof Mannheim.

Oberliga: Während es für die Nullachter gegen den Tabellenzweiten aus der Quadratestadt vor allem darum geht, nach dem starken 2:2 bei Spitzenreiter Aalen den positiven Trend zu bestätigen, brauchen die Mannheimer noch einen Sieg, um ganz sicher das Ticket für die Aufstiegsrelegation zur Regionalliga Südwest zu lösen.

 

„Mannheim ist verdient Zweiter, Aalen wird verdient Meister“, sieht Matthias Uhing die beiden VfR-Teams als die beiden besten Mannschaften der Oberliga BW an. „Aalen ist am Ende noch ein bisschen stabiler, dominanter und besser“, geht der 08-Coach fest davon aus, dass der Tabellenführer von der Ostalb am Samstag in Neckarsulm Titel und Regionalliga-Aufstieg endgültig perfekt macht.

Die Personalien

Die Viertklassigkeit ist also ein Ziel der Mannheimer, die dazu im badischen Pokalfinale stehen. In Südbaden wollen sich die Nullachter am 23. Mai zum zwölften Mal die Krone aufsetzen.

„Es geht jetzt darum, den Spagat zwischen notwendiger Anspannung und Intensität sowie der Belastungssteuerung mit Blick auf das Pokalendspiel gegen Bahlingen zu finden“, will Matthias Uhing auch die zuvor verletzten Nicos (Kapitän Tadic und Hug) in Höchstform bringen. Beide haben trainiert, werden am Samstag zumindest im Kader stehen.

Hinter dem Einsatz von Angelo Rinaldi (muskuläre Probleme) steht ein kleines Fragezeichen. Weiter fallen Marco Ehmann und Gabriel Cristilli aus.

Standortbestimmung

Gegen Mannheim rechnet der Villinger Cheftrainer mit einem attraktiven Fußballspiel. „Beide Teams werden wohl mutig nach vorne spielen“, freut sich Uhing, dass seine Elf nach 30 Spieltagen und 43 Punkten als Tabellenachter am sicheren Ufer ist.

„Das wird eine gute Standortbestimmung für uns“, freut sich der 53-Jährige auf das vorletzte Heimspiel der Saison.

Wochen der Wahrheit

Der VfR Mannheim hätte schon am vergangenen Wochenende den Zug in Richtung Aufstiegsrelegation erreichen können.

Marcel Abele sagt: „Der ganze Fokus gilt Villingen. Wir wollen am Samstag den Dreier eintüten, um endgültig den Relegationsplatz abzusichern.“ Foto: Imago/Pressefoto Baumann

Doch ausgerechnet der Ex-Nullachter Marcel Sökler machte vor 493 Zuschauern im Rhein-Neckar-Stadion mit dem 3:1-Treffer (89.) für den SSV Reutlingen alles klar. „Wir haben 75 Minuten lang gut gespielt, können da schon mit 2:0 führen“, ärgerte sich Marcel Abele über die zweite Heimniederlage der Saison.

Für den Deutschen Meister von 1949 stehen nun die Wochen der Wahrheit auf dem Programm. Zunächst geht es darum, den zweiten Platz in der Oberliga BW perfekt zu machen. Am 23. Mai wartet dann das Endspiel im bfv-Rothaus-Pokal gegen den SV Waldhof Mannheim. Das Mannheimer Carl-Benz-Stadion könnte mit 24.000 Zuschauern ausverkauft sein. Los geht das brisante Stadtduell schon um 11.30 Uhr. Zwei Stunden später kämpft der FC 08 Villingen in Offenburg gegen den Bahlinger SC um den südbadischen Titel.

Das Versprechen

„Das spielt überhaupt keine Rolle. Der ganze Fokus gilt Villingen. Wir wollen am Samstag den Dreier eintüten, um endgültig den Relegationsplatz abzusichern“, weiß Abele, dass eine schwere Aufgabe wartet. „Villingen hat gute Einzelspieler und eine gute Kompaktheit. Wir werden aber bereit sein“, setzt der VfR-Coach auf den Kader des Reutlingen-Spiels.