Beim letzten Duell mit der U21 ging es für 08-Legende Nedzad Plavci (links) mit Südstern Singen noch um die Saisonvorbereitung, diesmal kämpfen beide Clubs um Punkte für den Klassenerhalt. Foto: Holger Rohde

Die Villinger haben es auswärts gegen den ESV Südstern Singen mit einem illustren Gegner zu tun. Die Nullachter wollen nach ihren Heimsieg im Kellerduell nachlegen.

Verbandsliga: ESV Südstern Singen - FC 08 Villingen 2 (Samstag, 13.30 Uhr, Hardt-Stadion). Abstiegskampf pur steht am 14. und vorletzten Hinrundenspieltag in dem altehrwürdigen Südbaden-Duell zweier Traditionsvereine bevor. Die Marschroute der beiden Villinger Coaches Frederick Bruno und Ralf Hellmer ist im Vorfeld klar: „In diesen direkten Duellen müssen wir weiter punkten und nachlegen.“

 

Das überraschende 2:0 gegen starke Bühlertaler war für die Villinger U21 ein Mutmacher. „Der Sieg war dann etwas Besonderes, wenn wir jetzt gegen Südstern und in einer Woche gegen Niederschopfheim in den Kellerduellen ebenfalls etwas Zählbares holen und nachlegen können. Die Jungs haben gegen Bühlertal gezeigt, dass sie es können“, zeigt sich Ralf Hellmer zuversichtlich. Allerdings: In bisher sechs Auswärtsspielen holte die U21 nur einen Punkt (2:2 in Salem).

Die Lage beim ESV Südstern Singen

Nun wartet auf die Villinger mit dem Eisenbahner-Sportverein vom Hohentwiel ein Club, der in der laufenden Runde bislang maßlos enttäuscht und sich offenbar überschätzt hat.

Im Sog von Lokalrivale Türk. SV stieg Südstern seit 2013 aus der Kreisliga C bis (2024) in die Verbandsliga binnen elf Jahren fünfmal auf. Präsident Labinot Nikqi hat das ehrgeizige Ziel „Oberliga“ ausgerufen. Doch selbst neun Ex-Profis und die erfahrenste Mannschaft der Verbandsliga kann es nicht aus dem Stand richten. Ex-Nullachter Nedzad Plavci holte mit seinem Team erst zwölf Punkte (Villingen hat sieben). Trainerwechsel, Spielerbewegungen wie im Karussell, in den letzten drei Jahren gab es beim ESV weit über 70 Transfers. Jeton Spaija, der mit AFV Rinia Singen zuvor dreimal bis in die Bezirksliga aufgestiegen ist, übernahm im Herbst das Traineramt von Toni Fiora-Tapia. Zuletzt gab es sportlich nur eine Niederlage in vier Partien und daheim Punkte gegen Laufenburg (1:1) sowie gegen Linx (2:0).

Einige bekannte Namen

Etliche bekannte Spieler aus dem Schwarzwald spielen jetzt seit dem Sommer in Singen: Adrian Dumitru (FC Hüfingen), Flavius Oprea. Ion Radi (beide SG 08 Schramberg-Sulgen), Ex-08er Christian Mendes, Papa Keba (zuletzt Profi in Nepal und Vietnam), Imeri Abiud (Wiemsut Gera), Ben Brahim (U19 AS Monaco), Ihan Kemlan (Grasshoppers Zürich), Alessandro Fiore (VfR Stockach) und einige weitere Neue.