Der bisherige „Joker“ steht in Gmünd erstmals in der Villinger Startelf und macht seine Sache ausgezeichnet. Was er über seine Zukunft denkt.
Nach zehn Kurzeinsätzen in dieser Saison in der Villinger Oberliga-Mannschaft schlug am Samstag in Gmünd seine Stunde. Erstmals stand Jonathan Spät (25) in der Startelf des FC 08 – dies auf der rechten Mittelfeldseite. Er war sofort gut drin im Spiel, hätte bei seinem kleinen Sololauf in der 37. Minute das 1:0 für Nullachter machen können. Kurz vor seiner Auswechslung für Leon Albrecht (53.) leitete Jonathan Spät das 2:0 von Christian Derflinger mit ein.
Der gebürtige Bösinger freute sich über seine Leistung. Spät ärgerte sich natürlich auch darüber, dass es mit einem Sieg nicht gereicht hatte: „Wir haben das Spiel in der letzten halben Stunde aus der Hand gegeben, hätten vorher schon das 3:0 machen müssen. Der Sprung von der Verbandsliga, ich spielte ja zuletzt mehrmals bei unserer U21, zur Oberliga ist groß. Das ist schon vom Tempo her eine andere Dimension.“
Wie es mit ihm weitergeht
Jonathan Spät macht keinen Hehl daraus, dass er sich bisher in dieser Saison mehr als nur 113 Oberliga-Minuten erhofft hat: „Es ist keine einfache Situation für mich.“
Wird der Mittelfeldspieler deshalb zurück zu seinem Heimatverein VfB Bösingen wechseln? Der sympathische Nullachter hat sich bei seiner Entscheidungsfindung gedanklich eine Liste zurechtgelegt: „Da steht schon drauf, was für ein Bleiben und was für eine Rückkehr spricht.“
Klar ist, dass sich Jonathan Spät im Team sehr wohlfühlt „und ein Schritt zurück in die Landesliga in meinem Alter vielleicht noch etwas früh ist. Insgesamt hatte ich beim FC 08 bisher auch sechs gute Jahre. Es ist nicht einfach.“
Klar ist aber auch, dass er mehr spielen und in einem Team Verantwortung übernehmen möchte. Eine Entscheidung soll, so Jonathan Spät, zeitnah fallen. Ob es auch seinen Bruder Yannick tangiert, ist offen.