Freude pur: Gian-Luca Feißt ließ sein Team dreimal gegen den VfR Mannheim jubeln. Der junge Stürmer war einer der ersten Spieler in diesem Frühjahr, die beim FC 08 verlängerten. Foto: Marc Eich

Was den „Hattrickler“ Gian-Luca Feißt alles auszeichnet. Nach dem 3:3 gegen Mannheim hat er jedoch gemischte Gefühle. Seine Entwicklung ist großartig.

Wer in der Oberliga einen Hattrick schafft, gilt als eine große Ausnahme. Noch mehr wiegen die drei Treffer, wenn der Gegner auch noch VfR Mannheim heißt und kurz vor der Vizemeisterschaft steht. Der junge 08-Stürmer Gian-Luca Feißt schrieb am Samstag beim 3:3 gegen Mannheim in der MS Technologie Arena eine tolle Geschichte. Von den Gästen war er jedenfalls nicht in den Griff zu bekommen.

 

Villingens Nummer 26 stand in drei Szenen goldrichtig. Nach dem Abpfiff hatte Feißt dennoch erst einmal gemischte Gefühle: „Im ersten Moment überwiegt die Enttäuschung, weil wir unnötig noch den Ausgleich kassieren, aber vielleicht in ein paar Tagen kommt dann etwas bei mir Freude über diese drei Tore auf“, betonte der 20-Jährige.

Gian-Luca Feißt war einer der ersten Spieler, die im Frühjahr beim FC 08 den Vertrag verlängerten und damit in die zweite Saison bei den Nullachtern geht. Seine Entwicklung in seinem Villinger Premierejahr ist stark. Inzwischen zählt er unter Coach Matthias Uhing zur Stammelf.

Jede Menge Lob

Der Trainer lobt seinen Schützling: „Gian-Luca arbeitet hart an sich selbst, ist lernwillig, ein intelligenter Stürmer und hat sich heute auch belohnt. Ich freue mich für ihn.“

08-Spordirektor Marcel Yahyaijan, der das Stürmertalent vor einem guten Jahr aus der „Lehrwerkstatt“ des SC Freiburg in den Friedengrund lockte, ist überzeugt davon, dass Gian-Luca in der kommenden Saison den nächsten Schritt in einer Entwicklung macht.

Sieben Tore hat der junge Angreifer nun in der Oberliga auf dem Konto, dazu noch drei bisher im Pokal. Das Pokalfinale gegen den Bahlinger SC gilt auch für Gian-Luca Feißt als ein Höhepunkt in seiner bisherigen Laufbahn. Vielleicht kann er auch in knapp zwei Wochen in seiner Heimatstadt Offenburg mit Toren für Furore sorgen.