Tim Sausen (links) – hier noch im Trikot des 1. FC Nürnberg II – kam aus Würzburg nach Trier. Foto: Eibner/Kohring

Es ist das Duell des BW-Meisters gegen den Rheinland-Pfalz/Saar-Champion, wenn der FC 08 am Samstag (14 Uhr) zu seiner Regionalliga-Heimpremiere den SV Eintracht Trier empfängt. Die Trierer haben nicht nur einen Traumstart hingelegt, sondern – so einige Experten – könnten zu einem echten Überraschungsteam werden.

„Wir gehen als Aufsteiger demütig in die neue Spielzeit, wollen auch in der folgenden Saison noch der Regionalliga Südwest angehören.“ Dies sagte Eintracht-Coach Thomas Klasen kurz vor dem ersten Spieltag. Zu tief gestapelt? Auf jeden Fall setzte der Aufsteiger beim 4:1 vor knapp 5000 Zuschauern im heimischen Moselstadion gegen Meisterschaftsmitfavorit FC Homburg gleich ein echtes Ausrufezeichen. Die Euphorie ist groß. Klar, dass einige Eintracht-Fans schon vom Durchmarsch in Liga drei träumen.

 

„Wir lassen die Euphorie, die natürlich durch den 3:0-Sieg in der Vorbereitung gegen Bundesligist Mainz und nun dem auch verdienten Sieg gegen Homburg weiter entfacht wurde, durchaus zu. Klar ist aber auch, dass dadurch keine neuen und zu großen Erwartungen entstehen dürfen“, stellt Thomas Klasen klar, dass erst eine von 34 Partien gespielt ist.

Die Traumsaison

Dies kommt nicht von ungefähr. Die Trierer Spieler verfügen über große Regionalliga-Erfahrung. Zudem blickt der erste Tabellenführer der Südwest-Regionalliga-Saison 2024/25 auf eine außergewöhnliche Oberliga-Runde 2023/24 zurück. 99 Punkte, 115:33 Tore, nur drei Niederlagen – der Aufstieg in die vierthöchste Fußballklasse Deutschlands stand sehr frühzeitig fest. So lässt es sich gut in Sachen Personal, Organisation und Strukturen planen. Da wundert es fast, dass die Mosel-Kicker nicht den besten Torjäger der Liga in ihren Reihen hatten.

Bester Schütze war mit 21 Treffern Vincent Boesen, was wiederum zeigt, dass die Trierer schwer auszurechnen sind, sehr flexibel agieren.

Zwei Doppelpacker

Gegen Homburg warteten die Moselstädter zum Auftakt mit zwei Doppelpackern auf. Mit Mirko Schuster (SV Rödinghausen) und Hokon Sossah (Cosmos Koblenz) trafen dabei Neuzugänge. „Gegen Homburg hat an diesem Tag einfach alles gepasst“, blickt Trainer Thomas Klasen auf das starke 4:1 vor den begeisterten Fans zurück.

Die Zugänge

Mateo Biondic (SC Verl), Damjan Marceta (Wuppertaler SV), Henri Weigelt (TSV Steinbach-Haiger), Jannis Held (Lok Leipzig), Tim Sausen (Würzburger Kickers), Linus Wimmer (TSV Schott Mainz), Malte Brüning (Hamburger SV II), Mirko Schuster (SV Rödinghausen), Hokon Sossa (Cosmos Koblenz).

Die Abgänge

Niklas Linke (FSV Frankfurt), Maxim Burghardt (Erzgebirge Aue), Lars Brandscheid (FSV Salmrohr), Jannis Holbach (FV Diefflen), Julius Kallweith (TuS Mosella), Maximilian Uhlig (SV RW Wittlich), Mohammed Rashidi (FC Berburg), Maurice Roth, Tim Garnier, Daniel Hammel (alle Karriere beendet, nun Sportdirektor).