Schiedsrichter Mika Forster zeigte nicht nur fünf Nullachtern den gelben Karton (hier Ergi Alihoxha), sondern pfiff auch einen umstrittenen Elfer für den SC Freiburg II. Foto: Roland Sigwart

Der FC 08 Villingen und der SC Freiburg II waren am Samstag nach deutlichen Niederlagen zuletzt auf Wiedergutmachung aus. Dies schafften am Ende beim 5:2 die Breisgauer. So haben die Trainer das Südbaden-Derby gesehen.

16.15 Uhr auf dem Rasen der MS Technologie-Arena. Sichtbar enttäuschte Nullachter gehen in die Kabine. 2:0-Torschütze Mustafa Fatiras ist noch da. „Wir wollten im Vergleich zum Homburg-Spiel ein anderes Gesicht zeigen. Das haben wir getan. Freiburg hat eben auch einfach eine hohe Qualität“, sagte der Debütant.

 

Wenig später kommen 08-Coach Mario Klotz und SC-Trainer Benedetto Muzzicato in den Presseraum. Wie immer hat der Gästecoach das erste Wort.

Benedetto Muzzicato

Der Freiburger Trainer hatte die Partie so geschehen: „Ich glaube, dass wir zu Beginn des Spiels noch im Bus saßen. Wir wollten Bälle in das Zentrum vermeiden, hatten auch die Standards in der Woche angesprochen. Dann liegen wir zurück. Wir hatten schon in der ersten Halbzeit aber viele Ballbesitzphasen und viel Dominanz. Wir machen auch noch den Anschlusstreffer. Die Jungs haben es gut gemacht, deshalb gab es zur Pause keinen Grund, einen Spieler runterzunehmen. In der zweiten Halbzeit haben wir viele Bälle gewonnen, gut nach vorne gespielt. Wir bekommen dann den Elfmeter für uns. Gerade in der Phase zwischen den 60. und 75. Minute hatte der Gegner viele gute Möglichkeiten, um selbst zum Abschluss zu kommen, hat diese nicht genutzt.“

Dem SC-Coach gefiel es dann, „wie wir es danach gemacht haben“, lobte er die „Kaltschnäuzigkeit und Qualität in den 1:1-Phasen“ seiner Elf.

Mario Klotz

Der Villinger Coach analysierte: „Wir wollten ein anderes Bild zeigen. Das ist uns auch in der Anfangsphase sehr gut gelungen. Wir wollten sehr kompakt und stabil stehen, dann die Umschaltmomente nutzen. Wir machen frühzeitig das 1:0 und können das 2:0 nachlegen. Zur Pause führen wir mit 2:1. Das 2:2 ist dann natürlich ärgerlich“, machte Klotz hier Fehler in der Mann-gegen-Mann-Verteidigung aus. Danach hätte seine Elf wieder gute Szenen, eine gute Phase gehabt.

Danach ging der Ex-Stürmer auf Schiedsrichter Mika Forster ein. „Dann läuft Flavio Santoro zentral ein, wartet auf die Flanke. Ihm wird dann klar in die Hacken geschlagen, das hat auch der Spieler selbst bestätigt. Schiedsrichter und Linienrichter pfeifen leider nicht. Das war extrem ärgerlich – gerade in dieser Phase. Im Gegenzug bekommen wir den Elfmeter reingepfiffen, der dem Spielverlauf schon eine andere Richtung gibt. Solche Entscheidungen beeinflussen einfach den Spielverlauf. Wir mussten die Räume dann öffnen. Freiburg hat dann die Möglichkeit, die individuelle Qualität an den Tag zu legen. Das Ergebnis ist natürlich am Ende sehr hart. Das war heute aber im Vergleich zum vergangenen Wochenende definitiv eine andere Leistung.“

So geht es weiter

Für die Nullachter steht am kommenden Samstag (14 Uhr) erneut ein Heimspiel an. Gegner ist dann der FC Gießen. Für den SC Freiburg II steht am Freitagabend gegen den Bahlinger SC das nächste Derby auf dem Plan.