Mario Klotz muss improvisieren. Mehrere Defensivmänner, vor allem Innenverteidiger, fallen am Samstag (14 Uhr) im Südbaden-Derby gegen den SC Freiburg II aus.
REGIONALLIGA
Sicher müssen in der MS Technologie-Arena Innenverteidiger Admir Osmicic (Sperre nach Ampelkarte), Kapitän Nico Tadic (Sehnenanriss in der Fußsohle, Außenverteidiger, defensives Mittelfeld), Außenverteidiger Jonas Brändle (Zerrung) und Innenverteidiger Jonas Busam (Kreuzbandriss) passen. Zudem steht hinter dem Einsatz von Fabio Liserra, einem weiteren Innenverteidiger, ein extrem dickes Fragezeichen.
„Bei Fabio ist der Heilungsprozess nicht so verlaufen, wie wir dies erhofft hatten“, konnte der Stammspieler in dieser Woche aufgrund seiner Wadenprobleme noch nicht trainieren. Zwar hofft Klotz bei seinem wichtigen Innenverteidiger („Fabio Liserra und Nico Tadic sind defensive Stabilisatoren“) am Samstag „auf eine Punktlandung“, doch Zuversicht sieht anders aus.
Etwas besser stehen die Chancen bei Außenbahnspieler Mokhtar Boulachab, der nach einer Erkältung am Donnerstagabend wieder ins Training einsteigen sollte.
Der Extremfall
Im Extremfall muss der Villinger Trainer also gegen den starken und unberechenbaren SC Freiburg II auf sechs (Defensiv) Spieler verzichten. „Das ist aber auch eine Chance für die anderen Spieler“, schließt Klotz zum Beispiel nicht aus, dass Neuzugang Mustafa Fatiras – noch ohne Regionalliga-Minute – in der Startelf steht.
Eine Option könnte auch sein, dass Sechser Georgios Pintidis – neben Tim Zölle – in die Innenverteidigung rückt.
In Sachen Personal muss Klotz also am Samstag wohl improvisieren. Auch in Sachen SC Freiburg II ist aufgrund der wechselnden Aufstellungen der Bundesliga-Reserve die Vorbereitung nicht einfach.
Der 39-Jährige macht sich aber keine großen Gedanken, ob der Sportclub nun mit einigen Profis oder nur mit den „in der Freiburger Fußballschule hervorragend ausgebildeten Talenten“ in den Friedengrund kommt.
Die Vorgaben
Viel wichtiger sei es, dass seine Elf gegen die „technisch versierten und spielstarken Freiburger“ wieder das „andere Gesicht zeigt“, erwartet Mario Klotz nach dem 0:6-Debakel beim FC Homburg eine Reaktion. Die Schlappe im Waldstadion wurde unter der Woche intensiv aufgearbeitet – inklusive vielen Gesprächen.
Das Abwehrverhalten stand – logischerweise – im Mittelpunkt der Analysen. In Sachen Spiel gegen den Ball, in Sachen Zweikampfführung und defensiver Konsequenz müsse sich seine Elf gegen die „Top-Mannschaft“ aus Freiburg enorm steigern. Die Grundvoraussetzung: „Laufbereitschaft und Einsatzbereitschaft.“
SC Freiburg II
Die 1:5-Niederlage gegen die TSG Hoffenheim II will SC-Trainer Benedetto Muzzicato nicht zu hochhängen. Er betont: „Ich arbeite jetzt zum ersten Mal in der Regionalliga Südwest und ich bin echt beeindruckt vom Niveau der Liga. Jeder hat eine eigene Spiel-Idee.“
Entsprechend werde auch das Spiel gegen den FC 08 Villingen „eine harte Bestandsprobe“. „Sie spielen zu Hause, haben Erfahrung im Kader und haben ein kompaktes System.“ Die 0:6-Niederlage der Nullachter beim FC 08 Homburg will Muzzicato nicht überbewerten: „Wir haben eine Woche zuvor in Homburg gespielt. Homburg ist eine richtig gute Mannschaft. Wenn sie in einen Flow kommen, wird es für jeden Gegner schwierig.“
Die defensive Stabilität ist beim SC Freiburg II ein Thema. 15 Gegentore sind Ligahöchstwert – zusammen mit dem KSV Hessen Kassel. „Wir müssen an unseren Prinzipien arbeiten, dürfen auch bei Rückstand nicht von ihnen abweichen. Wir müssen von Anfang an unser Spiel spielen“, fordert Muzzicato deshalb.
Gegen den FC 08 Villingen wird Abwehrchef Marc Hornschuh „definitiv ausfallen“. Fabian Rüdlin ist wieder ins Training eingestiegen. David Schopper ist nach einem Infekt noch angeschlagen. Einige U23-Spieler trainieren in dieser Woche bei den Profis mit, wer am Wochenende aufläuft ist somit noch ungewiss.