Adam Adamos gab gegen Offenbach erstmals als Chefcoach die Villinger Richtung vor. Foto: Marc Eich

Ein besserer Einstand geht kaum, wie aber geht es nach dem 3:2-Coup des FC 08 Villingen gegen Drittliga-Kandidat Kickers Offenbach weiter? Wir haben mit Coach Adam Adamos gesprochen.

Regionalliga Unter dem freigestellten Mario Klotz hatten die Nullachter zuvor in zwölf Spielen nur einen Regionalliga-Dreier eingefahren. Am Samstag vor gut 1500 Zuschauern in der MS Technologie-Arena kamen nicht nur die Punkte acht, neun und zehn zusammen, sondern die Villinger verbesserten sich vor Kassel, die Hessen setzen seit Montag auf Ex-Champions League-Trainer André Schubert, auf einen möglichen Nichtabstiegsplatz.

 

Für Adam Adamos ist dies aber nur eine Momentaufnahme. Der 41-Jährige verrät in unserem Interview auch, wie der Klassenerhalt in der vierthöchsten Fußball-Liga Deutschlands geschafft werden soll.

Herr Adamos, mit dem 3:2 gegen Drittliga-Anwärter Kickers Offenbach hat der FC 08 für die Überraschung des 13. Regionalliga-Spieltages gesorgt. Haben Sie am Samstagabend etwas gefeiert – oder wie haben Sie Ihren ersten Sieg als Villinger Chefcoach verbracht?

Ich habe nicht gefeiert. Meine Freundin und ich haben auf einem Geburtstag einen schönen Abend verbracht.

In Sachen Taktik setzten Sie zusammen mit Reiner Scheu auf eine Fünferkette. Georgios Pintidis führte diese, war der „neue“ Abwehrchef. Wie kam es dazu?

Wir wollten gegen einen sehr torgefährlichen und spielerisch starken Gegner im Zentrum mit einem Spieler mehr eine gute Kompaktheit herstellen und mit unserem schnellem Umschaltspiel Nadelstiche setzen. Giorgo (Pintidis, Anm. d. Red.) ist ein ausgebildeter zentraler Mittelfeldspieler. Er hat in seiner Laufbahn aber schon in der Dreier- beziehungsweise Fünfer-kette gespielt und dabei Erfahrungen gesammelt, wie man sich auf dieser Position taktisch zu verhalten hat. Giorgo hat am Samstag, wie auch der Rest des Teams, eine sehr starke Leistung gezeigt.

Seit dem vergangenen Dienstag ist klar, dass Reiner Scheu, Co-Trainer Matthias Uhing, Torwarttrainer Wolfgang Stolpa und Sie das Team nach der Freistellung von Mario Klotz zunächst als Interimsgespann führen. Was haben Sie den Spielern in Ihrer ersten Ansprache gesagt?

Das es jetzt enorm wichtig ist, dass jeder einzelne Beteiligte seine persönlichen Befindlichkeiten hinten anstellt. Ich habe den Spielern mitgeteilt, dass ich an das Potenzial der Mannschaft und an jeden einzelnen Spieler glaube. Wenn jeder einzelne Spieler jeden Tag sein Bestes gibt, sind wir davon überzeugt, dass wir unser großes Ziel – also den „Nichtabstieg“ – gemeinsam schaffen können.

Der FC 08 steht nach dem Coup gegen Offenbach als 15. erstmals wieder über dem „berühmten Strich“ in der Tabelle. Was muss passieren, dass dies auch nach dem 34. und letzten Spieltag im kommenden Mai so ist?

Das Trainerteam und ich sind davon überzeugt, dass wir den Klassenerhalt gemeinsam packen können, wenn wir in jedem Training und in jedem Spiel die Basics wie eine hohe Lauf- und Einsatzbereitschaft, den absoluten Siegeswillen, eine gesunde Aggressivität im Zweikampf, gepaart mit starkem Teamgeist, Moral und Selbstbewusstsein auf den Platz bringen.

Und wird der Trainer des FC 08 dann weiter Adam Adamos heißen, also aus einer Interims- eine Dauerlösung geworden sein?

Aktuell ist wichtig, dass unser Fokus voll auf das nächste Spiel ausgerichtet ist.