Flavio Santoro (rechts) belebte beim 0:2 gegen Trier nach seiner Einwechslung das Villinger Offensivspiel. Foto: Marc Eich

Was für Unterschiede in der Regionalliga Südwest! Knapp 7500 Zuschauer in Offenbach, nur 204 bei der TSG Hoffenheim II. Während Villingen nach zwei Spieltagen einen Zähler verbucht, warten zwei Teams noch auf den ersten Punkt. Bei den Stuttgarter Kickers, nächster Gegner des FC 08, fehlt am Samstag nach einem Platzverweis ein weiterer Leistungsträger.

Die Lage: Aufsteiger Trier führt nach dem 2:0-Sieg in Villingen mit sechs Zählern weiter an, die Moselstädter sind damit das einzige Team mit einer blütenweißen Weste. Dahinter folgen mit je vier Punkten Kickers Offenbach, der FSV Mainz II, der SC Freiburg II, der FC Astoria Walldorf, SKV Freiberg, die TSG Hoffenheim II, Mitaufsteiger FC Gießen und die Stuttgarter Kickers.

 

Die Nullachter belegen mit einem Zähler (1:3 Tore) den 13. Rang. Auch der 1. Göppinger SV (3:4 gegen Hoffenheim II), über die Relegation in die vierthöchste Klasse Deutschlands aufgestiegen, hat bisher einen Punkt eingesammelt. Dies haben der Bahlinger SC und – durchaus überraschend – Hessen Kassel noch nicht geschafft. Die Kaiserstühler und die Nordhessen bilden damit das Ende des Tableaus.

Das Wechselbad

2120 Zuschauer sahen beim 1:1 des FC Homburg gegen die Stuttgarter Kickers eine umkämpfte Partie zwischen zwei Clubs, die den Sprung in die Dritte Liga anpeilen. „Am Ende müssen wir uns sicher glücklich schätzen, dass wir hier mit einem Punkt rausgehen, aber trotzdem war es extrem unnötig, dass wir zwei Punkte haben liegen lassen“, erlebte Kickers-Coach Marco Wildersinn im Homburger Waldstadion ein Wechselbad der Gefühle.

FCH-Coach Danny Schwarz lobte seine Elf, welche die Führung der Blauen (Christian Mauersberger, 33.) durch David Hummel (76.) egalisierte und danach in Überzahl (Stuttgarts Nyamekye Awortwie-Grant hatte in 78. Minute wegen einer Notbremse die Rote Karte gesehen) noch am Sieg schnupperte.

Die Kickers-Sperren

Nyamekye Awortwie-Grant wird am Samstag (14 Uhr) also fehlen, wenn die Degerlocher den FC 08 Villingen im GAZI-Stadion empfangen.

Auch Offensivmann Dennis de Sousa ist dann noch gesperrt. Dafür ist gegen die Nullachter Abwehrspezialist Milan Petrovic dann erstmals spielberechtigt. Laut Gerüchten sind die Kickers übrigens am vereinslosen Angreifer Meris Skenderovic interessiert.

7456 Zuschauer und 28 Tore

Insgesamt fielen am zweiten Spieltag 28 Treffer – sieben davon beim 4:3 der TSG Hoffenheim II in Göppingen. „Die Jungs sind wieder an die Grenzen gegangen“, hofft GSV-Coach Gianni Coveli, dass seine Spieler nach der aufgrund der Relegation kurzen Vorbereitung bald wieder „mehr Körner“ haben. Sechs „Buden“ fielen am Bieberer Berg. Klar, dass OFC-Trainer Christian Neidhart nach dem 5:1-Derbysieg gegen den FSV Frankfurt – genauso wie die meisten der 7456 Zuschauer – zufrieden war. Dieser Erfolg würde für „viel Auftrieb“ beim Meisterschaftsanwärter sorgen.

Gelbe Karten

Wer in der Regionalliga Südwest fünf Verwarnungen kassiert, der muss im nächsten Spiel aussetzen.

Nach zwei Spieltagen ist 08-Mittelfeldmann Ergi Alihoxha einer von sechs Spielern, die bereits zweimal den gelben Karton gesehen haben. Gesperrt – neben den beiden Kickers-Spielern gegen Villingen – sind zudem: Giorgio Del Vecchio (FSV Frankfurt), Daniel Starodid (Eintracht Frankfurt II) und Roman Hauk (FC-Astoria Walldorf), die jeweils die Ampelkarte sahen.