Wenn das Abenteuer Regionalliga Südwest für den FC 08 Villingen am letzten Juli-Wochenende (26. bis 28. Juli) startet, dann wird für den Oberliga-Meister vieles Neuland sein. Wir stellen in drei Teilen die Gegner vor – es warten Hochkaräter wie die Stuttgarter Kickers oder Derbys gegen den Bahlinger SC und den SC Freiburg II.
„Wir gratulieren dem FC 08 Villingen zur Meisterschaft in der Oberliga Baden-Württemberg und damit zum direkten Aufstieg in die Regionalliga Südwest. Wir freuen uns, dass ihr in der kommenden Saison Teil der RLSW seid“, schreiben die Regionalliga-Verantwortlichen auf ihrer Facebook-Seite. Die Liga-Chefs sind also schon gespannt auf den Neuling aus dem Schwarzwald. In der Regionalliga Südwest gibt es weitere Veränderungen.
Auf- und Absteiger
Der SC Freiburg II steigt aus der 3. Liga in die Regionalliga Südwest ab, mit dem VfB Stuttgart II schafft dagegen eine andere Bundesliga-Reserve den Sprung in die dritthöchste Fußballklasse Deutschlands. Aus der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar kommt Eintracht Trier neu dazu, wie der FC Gießen aus Hessen und eben der FC 08 Villingen aus Baden-Württemberg.
Ab Mittwoch kämpfen die Oberliga-Vizemeister 1. Göppinger SV, SV Gonsenheim und Türk Gücü Friedberg um das letzte Regionalliga-Ticket. Die Direktabsteiger aus der Regionalliga Südwest in die Oberligen sind: VfR Aalen (BW), TSV Schott Mainz (Rheinland-Pfalz/Saar), TSG Balingen (BW) und TuS Koblenz (Rheinland-Pfalz/Saar).
Pause und Finale
Die Premiere steigt also am letzten Juli-Wochenende. Der letzte Spieltag des Jahres ist für das Wochenende vom 6. bis zum 8. Dezember terminiert. In das neue Jahr startet die Regionalliga Südwest am 21. Februar. Das Saisonfinale steigt am 17. Mai 2025.
SC Freiburg II
Die Saison: Nach einem extrem starken zweiten Platz in der Vorsaison musste die Bundesliga-Reserve des SC Freiburg II den Abstieg in die Regionalliga Südwest hinnehmen. 30 Punkte waren für die Schützlinge von Thomas Stamm zu wenig. Nachfolger für Stamm (neuer Coach von Dynamo Dresden) wird Benedetto Muzzicato.
„Wir glauben, dass er mit seiner interessanten Vita als Spieler und Trainer sehr gut zu unseren komplexen Aufgaben im Übergangsbereich vom Jugend- zum Erwachsenenspieler passt“, sagt dazu Martin Schweizer (Sportlicher Leiter der Freiburger Fußballschule).
Die Stars der Saison 2023/24: Maximilian Breunig war nicht nur mit elf Toren der beste Torschütze der Breisgauer, sondern durfte sich auch schon in der Bundesliga beweisen. Der Lohn: Wechsel zum Erstligisten aus Heidenheim.
Die größten Erfolge: 2. Platz 3. Liga (2022/23, SCF II), 4 x Zweitligameister, UEFA-Cup- und Europa League-Teilnahmen (SC Freiburg I).
Der Trainer: Benedetto Muzzicato (neu vom FC Viktoria Berlin).
SV Stuttgarter Kickers
Die Saison: Lange träumten die Kickers vom Durchmarsch in Liga drei, doch schnappte sich ausgerechnet der große Lokalrivale VfB Stuttgart (II) das einzige Ticket für die 3. Liga. Erfolgstrainer Mustafa Ünal musste vor wenigen Tagen gehen.
Die Stars: Kevin Dicklhuber ist nicht nur extrem torgefährlich, sondern ein echter Führungsspieler der Blauen. Auch Loris Maier, Daniel Kalajdzic oder David Braig können stets den Unterschied ausmachen – genauso der Ex-Nullachter Flamur Berisha.
Die größten Erfolge: DFB-Pokalfinale (1986/87), Erstliga-Aufstieg (1987/88). Der Trainer: Suche läuft noch.
TSG 1899 Hoffenheim II
Die Saison: Die Hoffenheimer Reserve beendete die Regionalliga-Runde auf dem guten dritten Platz – sechs Punkte fehlten am Ende zum VfB II. Wie für alle anderen zweite Mannschaften geht es auch für Hoffenheim vor allem um die Heranführung von (jungen) Spielern an die Bundesliga-Elf.
Die Stars: Auf sich aufmerksam machten in der Offensive Andu Kelati (11 Tore, geht nach Kiel) und Frederik Schmahl (9), der nach SV Elversberg wechseln wird.
Die größten Erfolge: Aufstieg in die 1. Bundesliga (2008), 3. Platz in der Bundesliga (2017/18) und damit Champions League-Teilnahme.
Der Trainer: Vincent Wagner.
SGV Freiberg
Die Saison: Freiberg, langjähriger Oberliga-Kontrahent des FC 08, war das Überraschungsteam der Regionalliga Südwest. Am Ende sprang der vierte Rang heraus – punktgleich mit Hoffenheim II.
Die Stars: In der Offensive stach Filimon Gerezgiher mit neun Treffern heraus. Er wechselt zum SV Elversberg 07. In der Verteidigung ist David Pisot eine Bank.
Die größten Erfolge: Oberliga-Meisterschaft (2021/22), 4. Platz in der Regionalliga (2023/24). Der Trainer: Roland Seitz.
FC 08 Homburg
Die Saison: Die Homburger beendeten die Runde auf dem fünften Platz. Nur der VfB II erzielte mehr Tore.
Die Stars: Phil Harres schnappte sich mit 24 Treffern die Torjägerkanone der Regionalliga Südwest. Der junge Stürmer schließt sich nun aber Bundesliga-Aufsteiger Holstein Kiel an.
Die größten Erfolge: DFB-Pokal Viertelfinale (1975/76, 1979/1980, 1995/1996), Meister 2. Bundesliga (1985/86).
Der Trainer: Danny Schwarz.
Eintracht Frankfurt II
Die Saison: Eintracht Frankfurt II schloss die Runde 2023/24 auf dem starken sechsten Platz ab. Vor wenigen Tagen gab es einen Paukenschlag: Vereinsikone Makoto Hasebe wird dem neuen Trainer Dennis Schmitt zur Seite stehen und erste Erfahrungen als Co-Trainer sammeln.
Die Stars: Herausragend waren die 16 Tore von Sturm-Talent Noel Futkeu, der zudem erste Bundesliga-Erfahrungen sammelte und nun zum Zweitligisten Greuther Fürth wechselt.
Die größten Erfolge: Europa-League-Sieger (2022), UEFA-Cup Sieger (1980), Deutscher Meister (1959), DFB-Pokalsiege (1974, 1975, 1981, 1988, 2018).
Der Trainer: Dennis Schmitt (U21 SC Paderborn).