Ein perfektes Debüt, sechs zum Teil sehr schöne Tore, zwei Doppelpacker und eine Erkenntnis nach dem überzeugenden 6:0-Feuerwerk gegen den Freiburger FC: Regionalliga-Schlusslicht FC 08 Villingen will unbedingt eine Aufholjagd starten.
Zur Einordnung: Verbandsligist Freiburg kämpft zwei Klassen tiefer um das sportliche Überleben. In Sachen Tempo, Spielfreude, Aggressivität oder Zug zum Tor war dieser große Unterschied auf dem DJK-Kunstrasen über die sehr einseitigen 90 Testminuten auch in fast jedem Moment offensichtlich.
Wie aber die Nullachter von der ersten Sekunde an diese erste Aufgabe des Jahres 2025 annahmen, zeugt von großer Lust und Motivation. Spieler wie Luis Dettling, Gabriel Cristilli oder Karlo Kuranyi (75., 86.), wie Marcel Sökler (23., 25. Elfer)mit einem Doppelpack, wissen, dass unter Coach Adam Adamos die Karten neu gemischt werden. „Der Konkurrenzkampf ist wichtig“, betonte der 08-Coach nach dem Vorbereitungsspiel.
Der neue Torwart
In diesem stand gegen seinen früheren Club („Zwei Spieler kannte ich noch“) aus dem Breisgau Winter-Neuzugang Marius Kaiser erstmals im Villinger Kasten. Viel zu tun hatte der 21-Jährige bei seinem Debüt nicht. „Auf mein Tor kamen ein, zwei Sachen. Da war ich da“, erlebte Kaiser einen ruhigen, aber windigen Samstagnachmittag.
Auffällig: Kaiser dirigierte die Abwehr, vor allem die Innenverteidiger, immer wieder lautstark und gestenreich. „Als wir in einigen Phasen etwas zu viel zugelassen haben, habe ich sie etwas wachgerüttelt. Insgesamt haben wir es aber alle für das erste Spiel echt gut gemacht“, wird der neue Goalie nun aber am kommenden Samstag (14 Uhr) bei Verbandsliga-Spitzenreiter Denzlingen wohl zuschauen. Laut Adam Adamos soll dann Kevin Ehmann eine Chance erhalten.
Die Analyse
Der Coach war mit der Leistung vor 75 Zuschauern, die noch zwei extrem schnelle Tore durch Jonas Brändle (1.) und des eingewechselten Ergi Alihoxha (46.) nach den Anstößen sahen, natürlich zufrieden. „Man hat den Unterschied von zwei Klassen gesehen. Wir hatten nur ganz wenige Phasen, in denen wir etwas den Schlendrian drin hatten“, stellte der Villinger Trainer auch die „guten Standardsituationen“ heraus.
In Sachen Chancenverwertung sieht der 41-Jährige aber noch Steigerungsbedarf. „Wir hätten noch das eine oder andere Tor mehr erzielen müssen.“
Gut gefiel Adamos das schnelle Umschalten nach Balleroberungen, die Abschlüsse aus der zweiten Reihe oder die „vielen Flanken in die Box“. „Insgesamt war es ein Auftritt mit Leben“, betonte der Coach.
Die Vorgaben
Auf diese Leistung könne man aufbauen.
„Wir dürfen aber nicht zufrieden sein, weil dies bedeutet Stillstand“, weiß Adamos, dass der Weg zum möglichen Klassenerhaltswunder noch weit ist. Die Basis sei – neben dem Teamgeist – die körperliche Konstitution. „Wir müssen fitter als die Gegner sein.“
Die Formel lautet also: Mannschaftliche Geschlossenheit + Fitness = mögliches Klassenerhaltswunder.
Die weiteren Tests
1. Februar (13.30 Uhr): FC Denzlingen (A), 8. Februar (14 Uhr): TSG Balingen (A), 15. Februar (14 Uhr): SSV Reutlingen (A). Eventuell wird noch ein fünfter Test eingeschoben.