Der „Super-Samstag“ begann mit dem Gedenken an „Legende“ Werner Felgenhauer. Rund zwei Stunden später folgte der Riesenjubel über den Regionalliga-Direktaufstieg. An diesem waren 25 Spieler beteiligt. Foto: Marc Eich

Die meisten Tore (84), das beste Heimteam der Klasse (ungeschlagen in der Festung Friedengrund), die Nummer 1 (entscheidend) in der Rückrunde – auch diese Zahlen belegen, dass sich der FC 08 Villingen die Oberliga-Meisterschaft wahrlich verdient hat. Wir blicken auf die Einzelbilanzen der Meisterspieler. Dazu verteilen wir Schulnoten.

Dabei haben zwei Akteure alle 34 Oberliga-Spiele für den zukünftigen Regionalligisten bestritten, sind also echte Dauerbrenner. Vier weitere Nullachter kommen auf mindestens 30 Einsätze, gehörten also auch zum echten „Inventar“. In Sachen Tore stechen nicht nur Marcel Sökler (24) und Spielführer Tevfik Ceylan (19) heraus, sondern auch die Anzahl der unterschiedlichen Torschützen.

 

18 Villinger haben mindestens einen Treffer in der historischen Double-Saison 2023/24 bejubelt, 25 verschiedene Nullachter kamen insgesamt zum Einsatz. Übrigens war die starke Defensivarbeit der gesamten Mannschaft in der Rückrunde (nur 13 Gegentreffer) ein weiterer Schlüssel zum Erfolg.

Die Dauerbrenner

Dennis Klose: Der Torhüter war gerade im Jahr 2024 der ganz große Rückhalt, hielt einige extrem wichtige Punkte fest. Der Ex-Rielasinger verpasste keine einzige Spielminute (34 Spiele, 3060 Minuten, laut fussball.de). Note: 2+.

Ergi Alihoxha: Der Mittelfeldmotor der Nullachter war ebenfalls in allen Spielen dabei (2799). Alihoxha erzielte nicht nur fünf Treffer, sondern bereitete auch 13 (!) Tore vor. Note: 2+.

Marcel Sökler: 24 Treffer, zehn Vorlagen – der Torjäger wurde in seinem ersten Jahr in Villingen seinem Ruf – und den hohen Erwartungen – gerecht. Der Routinier stand in 2883 Minuten (33 Spiele) lang auf dem Platz. Note: 1,5.

Marcel Sökler (weißes Trikot) wurde den hohen Erwartungen gerecht. Foto: Marc Eich

Jonas Busam: Der Abwehrchef war ebenfalls in 33 Partien dabei (2848 Minuten). Busam hielt nicht nur die Abwehr der Nullachter zusammen, sondern der Innenverteidiger markierte auch noch zwei Tore. Nun hoffen alle Nullachter, dass er sich beim Meisterstück gegen Pforzheim (Verdacht auf Kreuzbandriss) doch nicht so schwer verletzt wie befürchtet hat. Note: 1,5.

Georgios Pintidis: Der Sechser war der Abräumer im defensiven Mittelfeld. 31 Spiele, 2448 Spielminuten, ein Tor – das sind die nackten Zahlen der Nummer 19. Statistiken über die gewonnenen Zweikämpfe oder die erkämpften Ballgewinne gibt es (leider) keine. Es waren viele. Note: 2.

Samet Yilmaz: Das junge Eigengewächs geht weiter seinen Weg, ist im Mittelfeld flexibel einsetzbar, dazu torgefährlich, trickreich, schnell und braucht auch von der Bank aus kommenden kaum Anlaufzeit. 31 Einsätze (1453 Minuten), fünf Tore und zwölf Vorlagen zeugen von seiner sehr positiven Entwicklung. Note: 2+.

Tevfik Ceylan: 19 Tore, sieben Vorlagen – der Kapitän stellte nicht nur in dieser Hinsicht einen persönlichen Rekord auf, sondern es war einfach insgesamt seine bisher beste – eine überragende – Saison. Dabei stand Ceylan aufgrund eines Platzverweises „nur“ in 29 Spielen (2528 Spielminuten) auf dem Rasen. Er war der Antreiber, der mit Leistung und Emotionen das Team anführte. Note: 1- (das Minus nur wegen der Roten Karte in der Hinrunde gegen Bissingen).

Dauerbrenner: Torwart Dennis Klose verpasste keine einzige Spielminute. Foto: Eibner/Schüller

Mokhtar Boulachab: Der Außenverteidiger war in 28 Spielen dabei, kam auch öfters als Einwechselspieler in seinen insgesamt 1855 Spielminuten zum Einsatz. Zwei Treffer gelangen dabei dem dynamischen Deutsch-Algerier. Note: 2,5.

Der erweiterte Stamm

Enrico Krieger: Der schnelle Neuzugang war zunächst gesetzt, bevor er sich in der Rückrunde wieder einen Stammplatz als Außenverteidiger erkämpfte. Seine Bilanz: 27 Spiele, 1481 Spielminuten, ein Tor. Note: 2,5.

Tim Zölle: Der Innenverteidiger war bis zur seiner Verletzung an der Seite von Jonas Busam gesetzt. Zölle räumte nicht nur auf dem Boden und in der Luft ab, sondern er erzielte auch drei Treffer – darunter war der 50-Meter-Siegtreffer beim 3:2-Last-Minute-Dreier gegen Bissingen im August. Note: 2.

Angelo Rinaldi: Der Ex-Freiberger stellte sich sofort als echte Verstärkung heraus. Dabei gelangen dem offensivstarken Defensivmann in 23 Spielen (1812 Minuten) drei Treffer. Note: 2.

Gabriel Cristilli: 25 Spiele, 787 Minuten, ein Tor – der trickreiche Mittelfeldmann (20) machte in der Runde 2023/24 den nächsten Schritt. Note: 2,5.

Frederick Bruno: Auf den Innenverteidiger – zukünftig spielender Co-Trainer der U21-Oberliga-Mannschaft – war stets Verlass. Vor allem in der Hinrunde zählte er zum Stamminventar. Schließlich kamen für den Villinger 19 Spiele und 978 Spielminuten zusammen. Note: 3+.

Daniel Caligiuri: Der prominente Neuzugang erzielte zwei Treffer bei zwölf Einsätzen (1013 Spielminuten). Dazu kamen drei Vorlagen. Note: 2,5.

Weitere Leistungsträger

Leon Albrecht: Der Außenmann kam auf 19 Oberliga-Spiele, in denen er 620 Spielminuten absolvierte (1 Tor). Note: 3+.

Matthias Stüber: 840 Minuten stand der Defensivmann in 16 Partien auf dem Platz. Note: 3.

Dominik Emminger: Der Angreifer blühte gegen Ende der Runde so richtig auf. Fünf (wichtige) Treffer bejubelte Emminger in 751 Spielminuten (16 Spiele). Note: 2,5.

Fabio Liserra: Lange verletzt – dann gleich wieder eine echte Führungskraft in der Defensive: Liserra zeigte sich bei seinen elf Einsätzen dazu torgefährlich (2 Treffer). Note: 2.

Erzielten wichtige Tore: Dominik Emminger (links) und Spielführer Tevfik Ceylan. Foto: Marc Eich

Nico Tadic: Die Nummer 8 feierte in der Rückrunde nach einem Kreuzbandriss ein starkes Comeback. Der Sechser räumte nicht nur ab, sondern zeigte auch seine bekannten Offensivfähigkeiten. Seine Bilanz: Zehn Spiele, 702 Minuten. Note: 2.

Nico Rodewald: Der Angreifer kam oft von der Bank, brachte es am Ende in 26 Spielen auf 586 Spielminuten. Drei Treffer sprangen dabei heraus. Note: 3.

Die „zweite Reihe“

Abdou Mboob: Der zukünftige Singener zählte zunächst zur Stammelf, verlor diesen Status aber gegen Mitte der Vorrunde. Am Ende sprangen für den Offensivmann 16 Spiele (604 Minuten) und drei Tore heraus. Note: 3.

Neven Ivancic: Der Neuzugang arbeitete sich zuletzt auch mit starken Leistungen in der U21 wieder an die erste Mannschaft heran. 14 Spiele, 268 Spielminuten und ein Tor – so lautet seine Bilanz. Note: 3.

Jonas Zimmermann: Zimmermann kam in der Oberliga-Mannschaft zu neun Einsätzen (274 Minuten). Ohne Bewertung.

Jonas Brändle: Auch Brändle kam nach einem Kreuzbandriss in der Rückrunde zurück. 180 Minuten stand der Außenspieler in vier Spielen auf dem Rasen. Keine Bewertung. Kevin Hezel: Hezel kam zu einem Kurzeinsatz (1 Minute). Keine Bewertung.

Die Ersatztorhüter

Kevin Ehmann und Lavdrim Amiti kamen in der Oberliga-Elf nicht zum Einsatz.