Ein Gewinner, ein Joker, zwei „Nieten“. So sieht die „Verlosung“ in der Oberliga BW am 1. Juni aus. Nach dem 34. und letzten Spieltag wird feststehen, ob der FC 08 direkt in die Regionalliga (Meister) aufsteigt, in der Relegation (Zweiter) ran darf oder es sicher (3. und 4. Platz) in der fünfthöchsten Klasse weitergeht.
Man kennt und schätzt sich schon seit vielen Jahren. „Ich habe ja unter Gianni schon zu meiner Bissinger Zeit gespielt“, blickt Mario Klotz auf die Saison 2012/13 zurück, als Gianni Coveli sein Coach war. Auch deshalb war es für beide Trainer am Samstag ein besonderes Spiel. Am Ende teilten Villingen und Göppingen beim 1:1 die Punkte.
Ob es aber in der Saison 2024/25 zu einem sportlichen Wiedersehen kommt, ist offen. „Einfach abwarten“, sagte und lachte GSV-Coach Coveli nach dem Remis im Oberliga-Kracher. Zwei Optionen gibt es: Villingen und Göppingen steigen gemeinsam in die Regionalliga auf – oder beide Vereine verpassen den Sprung in die Viertklassigkeit und kicken weiter in der Oberliga BW.
Der Vierkampf
In diesem Fall würden Großaspach und/oder der 1. CfR Pforzheim in der neuen Runde in der Regionalliga Südwest ihr Können zeigen. „Pforzheim hat den Anschluss gefunden, es wird weiterhin ein Vierkampf bleiben“, weiß Mario Klotz, dass die Goldstädter der Gewinner des 30. Spieltages waren.
Pforzheim drehte beim FC Holzhausen einen 0:2-Rückstand durch späte Treffer von Robin Münst (82.) und Maurizio Macorig (90.) in einen Dreier, machte im Vergleich zu Großaspach (0:0 gegen Bietigheim), Villingen und Göppingen Boden gut. „Es zeichnet unsere Mannschaft mittlerweile aus, dass sie bis zum Ende Power hat und nie aufgibt“, lobte CfR-Trainer Thomas Herbst seine Elf.
Der Abstiegskampf
Dagegen war es für den FC Holzhausen nach drei Siegen in Folge ein herber Rückschlag. „Wir haben ein sehr gutes Spiel mit einem überragenden Auftakt gemacht. Trotzdem haben wir gewusst, was Pforzheim spielen kann“, glaubt FCH-Coach Karsten Maier dennoch weiter an den Klassenerhalt.
Vier Punkte Rückstand sind es auf den Tabellendreizehnten aus Oberachern, der in Ravensburg ein 1:1 erreichte. Für den FC Denzlingen – den Tabellenvorletzten – geht es nach dem 0:3 in Nöttingen fast sicher in der südbadischen Verbandsliga weiter.
Die Zahl des Tages
Ach ja – ganze 253 Zuschauer verfolgten die Partie des SG Sonnenhof gegen Bietigheim. Ephorie sieht anders aus, regionalliga-tauglich ist diese Zahl nicht. In Sachen Durchschnitt kommt Großaspach in der heimischen WIRmachenDRUCK Arena zwar auf die solide Zahl 584 (transfermarkt.de), doch ohne die 2632 Besucher, die das Derby gegen die TSG Backnang im März belebten, würde der Tabellenführer in dieser Statistik eher zu den Abstiegskandidaten zählen.
Die Nummer 1
Anders sieht es beim FC 08 aus: 859 Fans wollten bisher im Schnitt die Heimspiele des Tabellenzweiten in der MS Technologie-Arena sehen. „Wir werden super unterstützt“, freut sich Mario Klotz über den großen Zuspruch. In Sachen Zuschauerzahlen sind die Villinger also die Nummer 1 der Oberliga BW, haben in dieser Hinsicht im Vergleich zum Sonnenhof einen großen Vorteil.
Hinter Reutlingen (752) folgen mit Göppingen (671) und Pforzheim (651) weitere Aufstiegskandidaten. Zudem stellen die Nullachter weiter das beste Heimteam der Klasse, sind im Friedengrund auch nach 15 Heimspielen weiter ungeschlagen.
Die Woche des FC 08
Dies wollen die Villinger auch am kommenden Sonntag (15.30 Uhr) bleiben, wenn der Tabellenachte FSV Hollenbach seine Visitenkarte abgibt. Die „englische Woche“ beginnt am Donnerstag (15.30 Uhr) mit dem Auswärtsspiel beim ATSV Mutschelbach.Zuvor wird am Montag und Mittwoch trainiert.