Im Hinspiel musste der FC 08 um Mokthar Boulachab (rechts) in Großaspach (Anthony Mbem-Som) eine 2:4-Niederlage einstecken. Foto: Eibner/Baur

Während sich die Großaspacher immer noch über die Absage des Oberliga-Hits in Villingen ärgern, rechnen die Trainer der beiden großen 08-Widersacher mit einem Dreikampf im Aufstiegsrennen.

Auch Mario Klotz geht am Donnerstagvormittag davon aus, dass am 1. Juni 2024 Großaspach (1./42 Punkte), Villingen (2./41) und Göppingen (3./41) weiter auf den ersten drei Rängen stehen. Aber wer wird Meister, wer schafft es auf Relegationsplatz zwei? „Die Mannschaften mit der größten Konstanz. Und da wollen wir natürlich dazuzählen“, sagt der Villinger Trainer.

 

Dieser wird am Samstagvormittag seine Mannschaft zu einer Einheit im heimischen Friedengrund versammeln, bevor er sich ein Spiel der Konkurrenz anschauen wird. Backnang gegen Bietigheim und Göppingen gegen Denzlingen sind die Optionen. Am Sonntag nimmt Klotz dann die Villinger A-Jugend und die Verbandsliga-U21 unter die Lupe.

SG Sonnenhof

Unterdessen herrscht rund um die Aspacher WIRmachenDRUCK Arena immer noch Unverständnis, dass das ursprünglich für Samstag angesetzte Gipfeltreffen beim FC 08 aufgrund der Platzverhältnisse (Rasen) und von Sicherheitsbedenken (Kunstrasen) verschoben wurde. „Wir hätten sehr gerne gespielt, waren sehr gut drauf. Nun müssen wir es eben so annehmen“, kritisiert Pascal Reinhardt aber Zeitpunkt und Art und Weise der Absage.

Klare Ansage

Pascal Reinhardt geht nicht davon aus, dass sein Team am Wochenende noch einen weiteren Test einschiebt. In der Vorbereitung sah der frühere Trainer des FC Holzhausen oft gute Leistungen seiner Schützlinge. So wurde zuletzt Regionalligist FSV Mainz II mit 4:1 bezwungen. „Wir können insgesamt zufrieden sein“, sieht Reinhardt sein Team für die Oberliga-Restsaison gerüstet.

Der junge Sonnenhof-Trainer rechnet damit, dass der FC 08 Villingen, Göppingen und seine Elf die ersten drei Ränge unter sich ausmachen. „Am Ende kommt es auf die Konstanz an. Wir wollen natürlich den ersten Platz nicht mehr abgeben“, gibt der 31-Jährige eine klare Richtung vor.

Vier Neuzugänge

Mit den Wintertransfers Michael Kleinschrodt (Mittelfeld, SpVgg Ansbach), Tim Schulz (Torwart, VfB Stuttgart U19), Moritz Stoppel (Stürmer, SG Oppenweiler-Strümpfelbach) und Konrad Riehle (Offensive, Stuttgarter Kickers) wurde der Kader noch einmal in Sachen Qualität und Quantität verstärkt. „Michael ist ein echter Mentalitätsspieler, Konrad ein Unterschiedsspieler“, ist Pascal Reinhardt zuversichtlich, dass die ersehnte Rückkehr in die Regionalliga gelingt. „Es liegt an uns!“

1. Göppinger SV

Während die Nullachter und Großaspach also noch in der Oberliga-Warteschleife stecken, könnte Göppingen mit einem Heimsieg gegen Denzlingen am Samstag die Spitze erklimmen.

„Vor der Saison war aufgrund des Umbruchs nicht der Aufstieg das Ziel. Nun aber wollen wir alles in die Waagschale werfen, um diese gute Ausgangslage auch zu nutzen. Wenn es aber nicht mit dem erträumten Aufstieg in die Regionalliga klappt, dann geht für uns auch keine Welt unter“, geht Coach Gianni Coveli zunächst von einem Dreikampf in Sachen Meisterschaft und Aufstiegsrelegationsplatz aus. „Die Voraussetzung ist aber, dass der FC 08 Villingen, die SG Sonnenhof und wir die Konstanz der bisherigen Runde bestätigen“, könnten sonst Teams wie Hollenbach (32) oder Pforzheim (31) noch zu einer Aufholjagd blasen.

Gianni Coveli: „Wenn es aber nicht mit dem erträumten Aufstieg in die Regionalliga klappt, dann geht für uns auch keine Welt unter.“ Foto: Eibner/Schüller

Der Neuzugang

Los geht es also, Gianni Coveli hofft, dass auf dem Rasenplatz gegen Denzlingen gespielt werden kann, mit einer Pflichtaufgabe. Gegen den südbadischen Tabellenzehnten setzt der 1. GSV-Coach auch auf Neuzugang Noah Lulic, der in der bisherigen Saison für den Liga-Konkurrenten 1. CfR Pforzheim stürmte.

„Die Abläufe, die wir in der Vorbereitung auf den Plan hatten, haben wir durchbekommen“, hadert Gianni Coveli, der in Göppingen noch bis Sommer 2025 einen Vertrag unterschrieben hat, allerdings mit einigen personellen Ausfällen.