Neu beim FC 08 (4): Stürmer-Talent Maximilian Rudy greift im Oberliga-Kader an. Warum seine berühmten Brüder für den gebürtigen Dietinger so wichtig sind.
„Ich wollte nicht nach meiner Nachwuchszeit beim FC 08 wechseln. Hier kenne ich alles, fühle mich wohl und als es die Option gab, zum Oberliga-Kader zu gehören, war für mich die Entscheidung schnell gefallen, auf jeden Fall in Villingen zu bleiben und allen interessierten Vereinen abzusagen“, blickt Maximilian Rudy (18) auf das vergangene Frühjahr zurück.
Für die A-Junioren hatte er in der vergangenen Oberliga-Saison 15 Tore erzielt. Sein damaliger Trainer Toni Szarmach sprach viel mit dem Stürmer-Talent: „Vielleicht habe ich Maximilian damals zu sehr genervt. Aber er hat auch meine Ratschläge gut angenommen und hart an sich gearbeitet. Für die erste Mannschaft ist Maxi nun absolut ein Gewinn“, ist der A-Juniorencoach überzeugt.
Seine ersten Eindrücke im Oberliga-Team
Nach den ersten zwei Vorbereitungswochen zieht der 18-Jährige, der im nächsten Jahr sein Abitur macht, ein erstes positives Fazit: „Jeder Tag in diesem Oberliga-Kader ist für mich ein Dazulernen. Es macht unglaublich viel Spaß, mich da reinzufinden, mich an das höhere Tempo zu gewöhnen und auch bei meinen erfahrenen Mitspielern wie Marcel Sökler etwas abzuschauen.“
Chefcoach Steffen Breinlinger will Maximilian Rudy behutsam aufbauen. Die ersten Teileinsätze hat der großgewachsene Angreifer, wie am Sonntag beim Balinger Mey-Generalbau-Cup gegen die Stuttgarter Kickers (2:0) und gegen die TSG Balingen (0:1) schon in der ersten Mannschaft hinter sich. Um weitere wichtige Spielpraxis zu sammeln, spielte er am vergangenen Samstag beim Test der U21 gegen den Hegauer FV (0:0).
„Es ist mein Ziel, in der neuen Saison natürlich viele Oberliga-Minuten zusammenzubekommen. Aber ich sehe intern keinen Konkurrenzkampf um die Einsätze, denn wir sind ja alle Teamkollegen“, macht der Dietinger eine bemerkenswerte Aussage.
Steffen Breinlinger lobt nach den ersten beiden Vorbereitungswochen seinen jungen Stürmer: „Die ersten Eindrücke im Training waren sehr gut. Maximilian ist zielstrebig, lernhungrig und hartnäckig, was seine Ziele anbetrifft. Dass er ein Spieler aus der Region ist, passt genau zu unserem eingeschlagenen Weg.“
Die berühmte Familie
Maximilian Rudy kommt nicht nur aus der Region, sondern stammt aus einer bekanntlich berühmten Fußballer-Familie, die im württembergischen Dietingen ihr Zuhause hat. Vater Claude spielte zum Beispiel früher einmal für den BSV Schwenningen und FV St. Georgen sowie mit Jürgen Klinsmann gemeinsam in der Württemberg-Auswahl.
Seine Brüder Sebastian (Der 29-fache Nationalspieler hatte Stuttgart, Hoffenheim, Bayern und Schalke als Profistationen, heute Spielerscout für die TSG Hoffenheim, wohnhaft in der Nähe von Heidelberg) und Florian (früher unter anderem erfolgreich beim FC 08 und bei der SpVgg Unterhaching, heute beruflich als Model und Spielerberater tätig, ebenfalls im Raum Heidelberg wohnhaft) sind bestens bekannt.
Der Jüngste in der Familie schätzt die wertvollen Tipps seiner Brüder, die auch gerne Spiele von Maximilian anschauen, „aber ich möchte ja auch natürlich meinen eigenen Weg finden“. Die gemeinsamen Stunden im Familienkreis, die terminlich bedingt, nicht so oft vorkommen, genießt der junge Stürmer.
Seine bisherigen Stationen
In seiner bisherigen Karriere hatte Villingens neue Nummer 13 auch etwas Pech. Fußballerisch begann der torgefährliche Angreifer beim FC Dietingen, wechselte dann zum SV Zimmern. Als ein Wechsel zum Nachwuchs des SC Freiburg zur Diskussion stand, durchkreuzte damals Corona mit all seinen Konsequenzen seine Pläne. In den vergangenen zwei Jahren trug Maximilian Rudy das Trikot für den 08-Nachwuchs.
Möglich ist, dass er nach dem Abitur ein Studium mit Schwerpunkt Finanzen beginnt. „Vielleicht läuft es später nach meiner Karriere auch einmal auf eine Aufgabe im Fußball-Bereich hinaus“, möchte Maxi Rudy aber jetzt erst einmal sein neues Kapitel im Villinger Oberliga-Kader genießen.