London, 23. Dezember 2022: Christian Mendes tischt Reis, Bohnen und Schweinefleisch auf. 50 Jahre wird man ja nur einmal. Der Ex-Torhüter des FC 08 Villingen steht weiter zwischen den Pfosten, will unbedingt zurück nach Deutschland.
In der britischen Metropole wurde aber nicht nur gediegen der „runde“ Geburtstag des in Rio de Janeiro geborenen Brasilianers gefeiert. „Auch mein Vater, der in London lebt, und mein Sohn Klaus sind um Weihnachten herum geboren. Wir haben also immer gleich vier gute Party-Gründe“, blickt Mendes auf gelungene Familien-Tage in London zurück.
FC 08 Villingen
Diese hatte der Torhüter ebenfalls bei den Nullachtern. „Das war mit eine der schönsten Zeiten für mich“, verbindet Christian Mendes, der auch einen österreichischen Pass besitzt, viele schöne Momente mit dem Friedengrund.
Von 2016 bis 2019 trug der Keeper in 102 Spielen das 08-Trikot, feierte mit den Nullachtern den SBFV-Pokalsieg und den Oberliga-Aufstieg. „Diese Erfolge werde ich nie vergessen“, betont der erfahrene Keeper.
Nun beim FC Hörbranz
Im Sommer 2019 wechselte Mendes zum Oberliga-Kontrahenten 1. FC Rielasingen/Arlen, mit dem er erneut den südbadischen Cup-Wettbewerb für sich entschied. Stationen in der Schweiz und Österreich – als Spieler und Trainer („Ich besitze ja den B-Schein und möchte die A-Lizenz machen“) – folgten. Derzeit hütet der 50-Jährige beim FC Hörbranz das Gehäuse. „Es läuft dort nicht schlecht“, hofft der Torhüter, dass sein Team aus der Vorarlbergliga den Aufstieg in die dritthöchste Fußballklasse Österreichs schafft.
Großes Selbstvertrauen
Doch so richtig ausgelastet scheint sich Mendes in dieser Liga („Vom Niveau ist sie mit der südbadischen Verbandsliga vergleichbar“) nicht zu sein. „Ich traue mir auf jeden Fall noch die deutsche Oberliga zu, hätte sogar im vergangenen Sommer fast noch einmal bei einem Regionalligisten unterschrieben“, will der 50-Jährige den Interessenten aber nicht verraten. „Lieber nicht“, sagt und lacht der Brasilianer, der in Lustenau lebt.
Kein Bier nach dem Training
Bei den dortigen FC Lustenau und SC Austria Lustenau erlebte Christian Mendes in der zweithöchsten Klasse Österreichs seine sportlich besten Zeiten. „Nun aber würde ich gerne zurück nach Deutschland“, hätte der Goalie nichts gegen einen Wechsel im Sommer in den Schwarzwald oder an den Bodensee.
„Ich bin noch sehr fit. Kein Bier nach dem Training. Und Freude am Sport, am Fußball“, gibt der Keeper sein „Jungbrunnen-Geheimrezept“ preis. Mendes kann sich aber auch einen Job als Trainer vorstellen.
Sohn Adrian spielt beim 08
Doch noch zeigt der Brasilianer im Eco-Park des FC Hörbranz sein Können. Dagegen ist Sohn Adrian in der Winterpause aus Österreich zur U21 des FC 08 Villingen gewechselt. „Adrian hatte einen Kreuzbandriss, musste aber nicht operiert werden“, hofft der 50-Jährige, dass sein Sohn (19) mittelfristig über die Verbandsliga-Mannschaft der Nullachter den Sprung in den Oberliga-Kader schafft.
Zumindest ein Mendes ist also schon in den Schwarzwald zurückgekehrt.