Die Nullachter feiern den 3:2-Coup gegen Kickers Offenbach. Foto: Marc Eich

Es gibt zwei große Gewinner nach dem 13. Spieltag der Regionalliga Südwest: FSV Frankfurt und FC 08 Villingen. Die Hessen bauten die Tabellenführung aus, der südbadische Aufsteiger verbesserte sich mit dem 3:2-Coup gegen Offenbach auf Rang 15.

REGIONALLIGA Dieser Platz könnte am Ende der Runde für den Klassenerhalt reichen. Dahinter liegen Hessen Kassel (punktgleich mit dem FC 08 mit zehn Zählern), Eintracht Frankfurt II (9) und der Bahlinger SC (7), der auch beim FSV Mainz 05 II (1:3) nicht die Wende schaffte. BSC-Trainer Dennis Bührer muss sich etwas einfallen lassen, auch Alexander Kiene steht nach dem 2:4 von Kassel gegen Hoffenheim II unter Druck.

 

Dies interessiert das Villinger Trainerquartett um Adam Adamos nur am Rande. Die Nullachter hatten es am Samstag in Spiel 1 nach der Freistellung von Mario Klotz mit viel Leidenschaft geschafft, dass das Publikum zum erhofften zwölften Mann wurde.

Dagegen flippten einige Offenbacher „Anhänger“ schon nach dem 1:0 des FC 08 Villingen durch den fünften Saisontreffer von Marcel Sökler aus, „arbeiteten“ sich am Gitterzaun des Gästeblocks ab. Für Christian Neidhart, den Coach der Offenbacher, hätte dies aber nicht gleich zu einem Polizeiaufmarsch und einer Spielunterbrechung führen müssen. „Die muss da nicht gleich auflaufen.“ „Ich war auf das Spiel fokussiert“, nutzte Adam Adamos einfach die Zwangspause, um noch einmal mit seinen Spielern zu sprechen.

Die „Blamage“

Klar, dass der Frust in Offenbach groß war, der Abstand auf Spitzenreiter FSV Frankfurt beträgt nun schon fünf Punkte. „Was für eine Blamage. Mit der Auswärtsbilanz haben wir oben leider nichts verloren, nur zwei von sieben Auswärtsspielen gewonnen. Wenn man denkt, gegen Mannschaften wie Villingen geht es nur mit 80 Prozent, kommt so was wie heute heraus. Da brauchen wir gar nicht nach dem FSV (Frankfurt, Tabellenführer, Anm. d. Red.) oder sonst wem zu schauen“, kommentiert zum Beispiel Sebastian Stark auf der OFC-Facebook-Seite.

Ampelkarte nach Gebet

Eine ungewöhnliche Ampelkarte gab es nach dem überraschenden 2:2 der SG Barockstadt Fulda-Lehnerz bei den Stuttgarter Kickers. SG-Torhüter Samuel Angel Zapico Lopez kniete nach dem Abpfiff auf der Torlinie nieder und streckte beide Arme zum Gebet in den Himmel. Der Schiedsrichter wertete das als Provokation der Zuschauer und zeigte dem zuvor schon verwarnten Spanier die Ampelkarte.

Samet Yilmaz machte in der 86. Minute mit dem 3:1 alles klar. Foto: Marc Eich

Fuldas Trainer Daniyel Cimen sagte: „Ich muss meinen Torwart da etwas in Schutz nehmen, das ist sein Ritual nach jedem Spiel. Es wäre heute sicher cleverer gewesen, es nicht so zu machen.“

Bornheimer Hang

Für die Kickers, 3860 Zuschauer waren im GAZI-Stadion dabei, war das 2:2 gegen Fulda viel zu wenig. Zehn Punkte ist nun schon der FSV Frankfurt voraus. Vielleicht bekommen die Blauen ja Unterstützung aus Villingen? Die Nullachter geben am kommenden Samstag (14 Uhr) ihre Visitenkarte in der PSD Bank Arena ab. Klarer Favorit ist dann aber am Bornheimer Hang der Tabellenführer, der nun seit den 3. August (0:5 in Offenbach) ungeschlagen ist, die letzten sechs Partien hintereinander gewonnen hat. Doch auch gegen Kickers Offenbach war die Ausgangslage des Aufsteigers aus Villingen nicht groß anders.