Ein Macher: Seit 1998 arbeitet Dietmar Blicker in verschiedenen Bereichen beim Karlsruher SC. Aktuell trainiert er das junge Oberliga-Team mit großen Perspektiven. Foto: Imago

Wohin die Talentschmiede des Karlsruher SC II noch möchte. Ein Großteil des Teams setzt auf die Karte „Profifußball“. Die internen Wege hoch in den Zweitliga-Bereich sind kurz.

Es war am 8. November des Vorjahres kalt. Aber der FC 08 lief gegen die Talentschmiede des Karlsruher SC II richtig heiß. 4:0 für die Nullachter hieß es am Ende im Oberliga-Hinspiel auf einem Nebenplatz neben dem BBBank Wildpark. „Wir haben eine sehr gute Leistung gezeigt“, lobte nach dem Schlusspfiff 08-Sportdirektor Marcel Yahyaijan die Villinger Mannschaft.

 

Die im Sommer 2024 wieder neu gegründete U23 des Karlsruher SC war auf Anhieb von der Verbandsliga in 2025 in die Oberliga aufgestiegen, in der die Talente um Coach Dietmar Blicker (55) aber im ersten Halbjahr Lehrgeld zahlen mussten. Besonders im körperlichen Bereich wurde den jungen Karlsruhern in einigen Spielen der Vorrunde der Schneid abgekauft.

„Die Mannschaft hat die richtigen Schlüsse daraus gezogen, ist nun im Herrenfußball angekommen. Wir haben bislang eine gute Rückrunde gespielt. Mit dem aktuellen zehnten Platz und dem wahrscheinlichen Klassenerhalt liegen wir im grünen Bereich“, freut sich Dietmar Blicker, der auch in der kommenden Saison die U23 trainieren wird.

Luis Dettling

Seine Mannschaft, in der auch der Ex-Nullachter Luis Dettling in dieser Saison bisher 21 Einsätze verzeichnete, ist hochtalentiert. Ein Großteil des Teams setzt auf die Karte „Profifußball“, absolviert bis zu fünf Trainingseinheiten in der Woche. Einige Spieler studieren nebenher. Zwei Talente arbeiten beim KSC auch noch im organisatorischen Bereich. Der Großteil des Teams hat bereits bei den Profis mittrainiert. Der Serbe Robert Geller verzeichnete in der Hinrunde auch Einsätze beim Zweitligisten, wechselte in der Winterpause jedoch zum Regionalligisten FC 08 Homburg.

Mittelfristig soll es für den KSC II in die Regionalliga gehen. Dietmar Blicker schaut bereits auf die kommende Oberliga-Saison: „Wir lernen dazu, möchten uns verbessern. Wir wollen zwei, drei ältere Spieler als Mentoren für die Jungen ins Team holen. Erfahrene Spieler mit KSC-Vergangenheit.“

Wichtig wird auch sein, dass der neue Coach der Profis – er soll zeitnah vorgestellt werden und könnte Marcel Rapp (zuletzt Holstein Kiel) heißen – absolut zur Gesamtphilosophie des KSC passt. Rapp spielte früher für die Karlsruher.

Transfers in der Winterpause

Zugänge: Sidiky Zügel (SG Heidelberg-Kirchheim), Bassem El-Dor , Simon Guggenbühler, Joshua Geyer (alle eigene U19).

Abgänge: Robert Geller (FC 08 Homburg).