Fabio Pfeifhofer (weißes Trikot) bestritt gegen den KSC sein letztes Heimspiel für den FC 08 Villingen. Foto: Marc Eich

Elf Villinger verlieren am Mittwochabend gegen zehn Karlsruher mit 0:2 (0:2). Gegen die KSC-Bundesliga-Reserve fehlt es unter Flutlicht an Offensivpower und Kreativität.

Während KSC-Coach Dietmar Blicker am 32. Spieltag in der MS Technologie-Arena noch einen Punkt für den dann ganz sicheren Klassenerhalt eintüten wollte, warf 08-Trainer Matthias Uhing mit Blick auf das südbadische Pokalfinale am 23. Mai gegen den Regionalligisten Bahlingen kräftig die Rotationsmaschine an.

 

Im Vergleich zum 3:3-Spektakel gegen den VfR Mannheim gab es gleich acht Veränderungen. Darunter war auch das Startelf-Comeback von Spielführer Nico Tadic. Dazu spielten Pascal Staiger und Jonathan Spät überhaupt zum ersten Mal von Beginn an.

 Dietmar Blicker setzte - bis auf Paul Scholl - auf die Startelf des jüngsten 2:0-Sieges in Singen.

Vor dem Spiel wurden Ex-Torjäger Marcel Sökler (in der Winterpause zum SSV Reutlingen), Fabio Pfeifhofer (SV Seedorf) und Christian Derflinger (TSG Balingen) verabschiedet.

Die erste Halbzeit

Bei widrigen Bedingungen, zur verspäteten Anstoßzeit um 19.18 Uhr zeigte das Thermometer im Friedengrund ganze neun Grad an, musste Kevin Ehmann schon nach fünf Minuten das Leder aus dem Netz fischen.

Nico Engel (Nummer 9) bezwang 08-Goalie Kevin Ehmann schon nach fünf Minuten. Foto: Marc Eich

Die umformierte Villinger Abwehrkette hatte einen KSC-Steckpass nicht verhindern können. Nico Engel brachte die Bundesliga-Reserve clever mit 1:0 in Führung.

Der FC 08 fand zunächst in der Offensive kaum statt, die jungen Karlsruher bestimmten die Anfangsphase. Es dauerte bis zur 28. Minute, bis Christian Derflinger per Freistoß den ersten Schuss abgab – deutlich über die Latte.

Kurz danach musste Noah Haller verletzt raus, es kam Matthes Glück. Technisch stark war die Direktabnahme von Derflinger (32.) aus 18 Metern – es fehlten nur Zentimeter zum Ausgleich der nun besseren Nullachter. Ehmann verhinderte auf der anderen Seite gegen Jakob Distelzweig das 0:2 (35.).

Zur Pause hatte Regen und Wind eingesetzt. Da war Distelzweig nach Gelb-Rot schon unter der warmen Dusche.

Die zweite Halbzeit

In Überzahl ging es also für den FC 08 in der zweiten Hälfte weiter. Vor 563 Zuschauern verpasste Fabio Pfeifhofer (49.) nach der zweiten Ecke das 1:1, genauso Yannick Spät (50.). Gegen zehn Karlsruher drängte Villingen auf den Ausgleich. Der FC 08 hatte aber Glück, dass ein KSC-Kopfballtreffer (Abseits) aberkannt wurde.

Mit Gian-Luca Feißt und Leon Albrecht verstärkte Matthias Uhing die Offensive. Doch die defensive KSC-Fünferkette offenbarte kaum Lücken. Villingen versuchte viel, doch wirklich gefährlich wurde es für clevere Karlsruher selten. Diese stellten in der Nachspielzeit durch den eingewechselten Tim Schunck noch auf 0:2.

Die Statistik

FC 08 Villingen: Ehmann – Krieger, Rinaldi (71. Pintidis), Haller (29. Glück) – Hug (65. Albrecht), J. Spät (83. Müller), Tadic (58. Feißt), Derflinger, Staiger, Y. Spät – Pfeifhofer.

Karlsruher SC II: Heering – Dinger, Sihlaroglu (87. Hampp), Engel, Behr (46. Weißer), Zor, Sür (73. Dettling), Distelzweig, Mahle, Bicki (79. Schunck), Manai. Tore: 0:1 Engel (5.), 0:2 Schunck (90.+1). Schiedsrichter: Patrick Mattern (Neckarau). Gelbe Karten: Tadic, Glück/-. Gelb-Rot: Distelzweig (45., KSC).

Zuschauer: 563.