Der Villinger Gastspieler Marco Ehmann (links) neben dem Bietigheimer 2:2-Schützen Onesi Kuengienda. Foto:  

Der FC Villingen erzielt in Reutlingen fünf Tore, kassiert aber acht Gegentreffer. Nach einem 3:6 gegen die U19 des VfB Stuttgart heißt es gegen Oberliga-Kontrahent Bietigheim 2:2.

Beim Mare E Monti Cup der Young Boys Reutlingen waren neben dem FC 08 Villingen, souveräner Tabellenführer der WFV-Verbandsliga vor dem FC Holzhausen, Oberliga-Kontrahent FSV 08 Bietigheim-Bissingen und die U19 des VfB Stuttgart (DFB-Nachwuchsbundesliga) am Start.

 

Das Halbfinale

Die Nullachter eröffneten um 11 Uhr gegen den VfB Stuttgart das Turnier. Coach Matthias Uhing setzte gegen den Bundesliga-Nachwuchs der Roten auf diese Startelf: Marco Ehmann (Tor) – Enrico Krieger, Fabio Liserra, Jonas Busam, Angelo Rinaldi – Pascal Staiger (U21), Nico Tadic, Matthes Glück, Gabriel Cristilli – Gian-Luca Feißt, Marcel Sökler.

Neuzugang Noah Haller und Probespieler Marco Ehmann schauten zunächst zu.

Was Sportchef Marcel Yahyaijan dann in den 2 x 30 Minuten sah, bezeichnete er „als wildes Spiel“. Nach einer harten Trainingswoche und dem Test am Donnerstag gegen den SC Hofstetten (5:0) verschliefen die Nullachter den Start. Nach individuellen Patzern lag Villingen schnell mit 0:3 zurück. Torjäger Marcel Sökler verkürzte mit einem Traumtreffer auf 1:3. Auf den vierten VfB-Treffer hatte U21-Spieler Pascal Staiger mit dem 2:4 eine Antwort parat.

„Und danach hätten noch vor der Pause das 3:4 machen müssen“, haderte Marcel Yahyaijan auch in der zweiten Halbzeit mit der Chancenverwertung. So gelang dem eingewechselten Noah Kälble erst fünf Minuten vor dem Abpfiff das 3:5. Der VfB, der auch drei Spieler des Drittliga-Teams einsetzte, stellte in der Nachspielzeit noch auf 6:3.

Das Zwischenfazit

„Wir haben wichtige Erkenntnisse bekommen, unsere Baustellen sind klar aufzeigt worden“, weiß Marcel Yahyaijan, dass die defensiven Patzer abgestellt werden müssen. „Wir haben aber auch unsere Qualität gezeigt, hätten mindestens zwei Treffer mehr erzielen müssen. Die zweite Halbzeit haben wir dominiert“, zählt der Geschäftsführer Sport Großchancen von Gabriel Cristilli (2), Gian-Luca Feißt (2) oder Nico Tadic auf.

Ein Extralob bekamen die U21-Spieler Pascal Staiger und Noah Kälble, die es „echt gut gemacht haben“.

Nicht dabei war der erkrankte Goalie Andrea Hoxha.

Das kleine Finale

Gegen 13.30 Uhr war klar, dass die Villinger im Spiel um Platz drei auf den Oberliga-Kontrahenten FSV 08 Bietigheim-Bissingen treffen werden, der gegen Gastgeber Young Boys Reutlingen mit 1:5 untergegangen war.

Nun begann diese 08-Elf: Kevin Ehmann – Noah Haller, Luis Seemann, Marco Ehmann, Jonathan Spät – Leon Albrecht, Georgios Pintidis, Kevin Müller, Christian Derflinger, Yannick Spät – Fabio Pfeifhofer.

Der FC 08 bestimmte gleich das Geschehen, was mit der frühen 2:0-Führung belohnt wurde. Zunächst hatte Kevin Müller für Fabio Pfeifhofer vorbereitet (15.), danach Georgios Pintidis auf Yannick Spät gechippt, der nach 20 Minuten die Schwarz-Weißen verdient mit 2:0 in Front brachte.

„Das waren schöne Tore. Wir haben gut mit und gegen den Ball gearbeitet. Das war echt gut“, sah Marcel Yahyaijan, wie Christian Derflinger (Latte) und Kevin Müller zu Beginn der zweiten Hälfte das 3:0 vergaben. Dies sollte sich rächen. Zwei Fehler der Nullachter nutzte Bietigheim noch zum 2:2. Dabei blieb es, ein Elfmeterschießen gab es nicht.

Matthias Uhing

Der Coach des FC 08 meinte: „Wenn man nur die reinen Ergebnisse der Spiele betrachtet, ist das natürlich ernüchternd. Wenn man allerdings genauer draufschaut, muss man sehen, dass wir die Mannschaften stark gemischt haben. Von den acht Gegentoren sind sechs nach individuellen Fehlern gefallen. In beiden Spielen haben wir eine unglaubliche Zahl an Torchancen vergeben, so dass gegen den VfB ein Unentschieden möglich gewesen wäre und das Spiel gegen Bissingen eigentlich ein klarer Sieg für uns hätte sein müssen. Als positiv ist auch zu vermerken, dass uns fünf Spieler der U21 unterstützt haben.“

So geht es weiter

Für die Nullachter geht es bereits am Mittwoch (19 Uhr) weiter. Dann wartet mit Regionalligist SG Sonnenhof Großaspach um Coach Pascal Reinhardt der nächste Härtetest. Gespielt wird in Eutingen.

Offen ist, ob dann Matthias Uhing das Team erneut als Cheftrainer betreuen wird – oder doch schon der Nachfolger von Steffen Breinlinger die Nullachter einstellt. Noch haben Marcel Yahyaijan und Co. einige Gespräche zu führen.