Eine tolle Einheit: Die Villinger Spieler präsentierten sich gegen den wohl kommenden Oberliga-Meister VfR Aalen hervorragend. Foto: Eibner

Das Villinger Team ist in Aalen nicht nur Partycrasher, sondern zeigt eine seiner besten Leistungen in der Oberliga-Rückrunde. In Richtung Pokalfinale gibt es einige positive Signale.

Oberliga: Dieses 2:2 am Samstag zwischen dem VFR Aalen und dem FC 08 Villingen zählt ganz bestimmt zu den Spielen, die man so schnell nicht vergisst. In der Aalener Centus Arena war ein Spektakel geboten, mit allem was das Fußballherz begehrt.

 

Nur zwei Minuten lang schon Meister

Der FC 08 führte bis zur sechsten Minute der Nachspielzeit mit 1:0. Aalens Yunus Kahriman sorgte per stark verwandeltem Foulelfmeter für den Ausgleich. Als Michael Schaupp zwei Minuten später das 2:1 schoss, konnte sich das VfR-Team schon als vorzeitiger Oberliga-Meister fühlen. Dies aber nur für zwei Minuten, denn mit der allerletzten Aktion wurde Villingens Fabio Liserra („Ich weiß auch nicht, wie Jonas (Busam, Anm.d.Red.) den Ball noch auf mich verlängern konnte“) mit dem 2:2 noch zum Partycrasher für die Aalener, die sich insgeheim schon ein wenig für eine mögliche Meisterfeier vorbereitet hatten.

Der VfR Aalen wird am kommenden 31. Spieltag mit dem noch einen notwendigen Punktgewinn bei Türkspor Neckarsulm den Deckel draufmachen. Der FC 08 kann auf dieser starken Leistung weiter aufbauen, vor allem auch schon in Richtung Pokalfinale am 23. Mai gegen den Bahlinger SC.

Die wertvollen 08-Aspekte in Aalen

Erstens: Matthias Uhing reift als Cheftrainer immer mehr. Wie taktisch klug er sein Team gegen diese spielstarken Aalener mit einem für den Gegner nervigen Drei-Ketten-System einstellte, war bemerkenswert. Erst nach einer halben Chance verzeichnete der VfR seine erste Chance!

Zweitens: Stark war, was die Villinger an Einstellung, Laufbereitschaft und kämpferischen Einsatz zeigten. Prägnant dabei die Schlussphase, als sich die Nullachter im eigenen Strafraum – gefühlt – in jeden Schuss des VfR warfen.

Drittens: Der FC 08 widerlegte in Aalen die zuletzt aufgekommene Kritik, in der Offensive zu harmlos zu sein. Die beiden Tore können sich sehen lassen, außerdem erspielten sich die Gäste gegen dieses Top-Team noch einige Chancen.

Viertens: Die personelle Lage verbessert sich in Richtung Pokalfinale. Dass die zuletzt verletzten Leistungsträger Christian Derflinger (in der 70. Minute eingewechselt) und Enrico Krieger wieder mitmischten, ist ein zusätzlicher positiver Aspekt.

Statistik

VfR Aalen: Ott – Hannam (65.Schaupp), Campagna (73. Kienle), Maksimovic (88.Groß), Döringer (65.Kindsvater), Kahriman, Antlitz (34. Wächter), Geyer, Odabas, Melo, Meien.

FC 08 Villingen: Hoxha – Haller (72. Jonathan Spät), Busam, Liserra, Krieger (46. Yannick Spät), Albrecht – Rinaldi, Pintidis – Glück (70.Derflinger), Müller (77. Pfeifhofer), Feißt (87. Staiger).

Tore: 0:1 Feißt (43.), 1:1 Kahriman (90.+6/Foulelfmeter), 2:1 Schaupp (90.+8), 2:2 Liserra ((90.+10).

Schiedsrichter: Roman Reck (Leonberg).

Zuschauer: 2851.

Gelbe Karten: Döringer – Pintidis, Liserra.