08-Coach Matthias Uhing hatte sein Team in Aalen taktisch hervorragend eingestellt und verteilte an seine Jungs nach dem Schlusspfiff auch einige Komplimente. Foto: Eibner

Aalens Trainer Beniamino Molinari zeigt sich stolz auf sein Team und auch trotzig. Was 2:2-Torschütze Fabio Liserra sagt. Die ersten Stimmen aus der Centus Arena.

Nein, unvorbereitet waren die Aalener an diesem Samstag nicht, um nach dem Spiel gegen den FC 08 eventuell die frühzeitige Oberliga-Meisterschaft zu feiern. VfR-Präsident Michael Schäfer hatte dies im Vorfeld des Spiels eingestanden, dass man im Fall des Falles nicht kalt erwischt wird.

 

Doch um kurz nach 18 Uhr sah die Welt beim Oberliga-Spitzenreiter anders aus. Die Stimmung war nach dem hochverdienten 2:2-Ausgleich der Nullachter in allerletzter Sekunde bei den Aalener Anhängern etwas gedrückt. Die Meistershirts wurden noch nicht ausgepackt. Aber klar ist, dass dies dann eben am nächsten Spieltag passiert. Die ersten Stimmen nach einem großartigen Oberliga-Krimi.

Matthias Uhing

Der Villinger Coach sprach von einem „Wahnsinnsspiel. Es hatte alles drin, wofür wir den Fußball lieben und auch hassen. Wir werden immer stabiler. Mit unserer ersten Halbzeit war ich sehr zufrieden. Wir wollten nicht nur hinten drinstehen, sondern uns Chancen erspielen. Aalen hat dann in der zweiten Halbzeit die Qualität auf den Platz gebracht, die sie auszeichnet. Für mich ist der VfR jetzt schon der Meister. Es ist unglaublich, wie sich hier die Aalener Mannschaft in den vergangenen zwei Jahren entwickelt hat. Mir tut es sogar ein wenig leid, dass wir Aalen den Tag verdorben haben, aber wir brauchen auch noch jeden Punkt.“

Fabio Liserra

Der Villinger 2:2-Ausgleichschütze zeigte sich zunächst verwundert: „Ich weiß auch nicht, wie Jonas (Busam, Anm.d.Red.) den Eckball noch zu mir verlängert hat. Der Punkt ist absolut verdient für uns. Wir haben heute vieles gut gemacht, auch wenn wir nicht so viel Ballbesitz hatten.“

Angelo Rinaldi

Der 08-Kapitän sagte nach dem Spiel: „Es war ein verdienter, wenn auch am Ende glücklicher Punktgewinn für uns. Da waren ja schon einige Aluminiumtreffer dabei. Wir waren nicht so viel am Ball wie gewohnt, haben aber insgesamt sehr gut verteidigt. Auf jeden Fall gibt es uns diese Leistung noch einmal einen Schub in Richtung Pokalfinale.“

Beniamino Molinari

Der Aalener Coach zeigte sich stolz auf seine Mannschaft: „Wir hatten in den ersten 30 Minuten die Handbremse drin. Ich habe aber auch in der Pause den Jungs gesagt, dass wir das Spiel noch drehen. Was sie dann ab der 60. Minute reingeworfen haben, war brutal und unglaublich. Wir machen das 2:1 und kriegen noch das 2:2. Es ist bitter, aber wir akzeptieren das Ergebnis und versuchen, am nächsten Wochenende komplett über die Ziellinie zu kommen.“