Denis Stogiannidis (Sportvorstand), Tevfik Ceylan (Spielführer) und Alois Ribeiro (Athletikcoach) werden auch am Mittwoch in Offenburg noch einmal auf der Trainerbank sitzen (von links). Foto: Marc Eich

Ein Spitzenspiel mit einem guten Ergebnis für den FC 08, ein FC Holzhausen, der vor dem Derby am Freitag in der Krise steckt, und ein Achtelfinal-Gegner, bei dem die rote Laterne leuchtet. Das war der sechste Oberliga-Spieltag.

„Natürlich hätten wir gerne beim 1:2 in Gmünd gepunktet, was ja auch möglich war. Nun schauen wir aber nach vorne“, verweist 08-Sportvorstand Denis Stogiannidis auf die „englische Woche“ mit dem Cup-Achtelfinale in Offenburg (Mittwoch, 17.30 Uhr) und dem Oberliga-Derby gegen Holzhausen (Freitag, 19 Uhr). Gut – am Samstag im Gmünder WWG Sportpark hat sich kein Villinger verletzt. Der Kader sollte also groß genug sein, um diese wichtigen Hürden zu überqueren.

 

Angelo Rinaldi

Dann wird wohl auch ein Neuzugang auf den Spielberichtsbögen stehen. Die Gerüchte verdichten sich auf jeden Fall, dass Abwehrmann Angelo Rinaldi, dessen Vertrag beim Regionalligisten SGV Freiberg aufgelöst wurde, zum FC 08 wechselt.

Der 25-Jährige könnte schon am Mittwochabend im Pokalspiel beim Offenburger FV sein Debüt feiern. Noch aber fehlt die Bestätigung der Villinger.

Das Spitzenspiel

Nach fünf Siegen gab Spitzenreiter SG Sonnenhof Großaspach beim 1:1 im Spitzenspiel gegen den 1. Göppinger SV die ersten Punkte ab. Göppingens Levin Steinbrenner sah vor 503 Zuschauern in der 78. Minute die Ampelkarte.

Benjamin Maier steht mit dem FC Holzhausen unter Zugzwang. Foto: Eibner/Schüller

„Wir können mit dem Punkt sehr gut leben“, meinte GSV-Trainer Gianni Coveli. Auch SG-Trainer Pascal Reinhardt war mit der Punkteteilung zufrieden: „Man kann nicht immer gewinnen.“ So sieht es auch Denis Stogiannidis. „Das Ergebnis war für uns in Ordnung. Für uns geht es aber darum, dass wir unsere Hausaufgaben erledigen.“

Team der Stunde

Das „Team der Stunde“ ist weiter der 1. FC Normannia Gmünd, der nach dem 2:1 gegen die Nullachter nun der erste Verfolger der Großaspacher ist. „Bei uns gibt es keine Träumerei. Wir schauen auch nicht auf die Tabelle“, spricht Normannen-Trainer Zlatko Blaskic von bisher 14 Punkten im Nichtabstiegskampf.

Die Krise

Dagegen läuft es weiter nicht beim FC Holzhausen, der am Freitag seine Visitenkarte in der MS Technologie-Arena abgibt. Das 0:2 gegen Aufsteiger Essingen, nur 200 Fans waren im Panoramastadion, war die fünfte Pleite in Folge. „Ergebnismäßig geht die Talfahrt weiter, vom Auftritt allgemein war es auf jeden Fall eine Steigerung zum Spiel gegen Offenburg. Ich denke, dass wir kein schlechtes Spiel gemacht haben“, meinte Benjamin Maier, der Coach des Tabellenvorletzten.

Klotz-Jubel

Nicht nur der FC Holzhausen befindet sich in einer Krise, sondern auch der FC Nöttingen. Das 0:2 gegen die TSG Backnang war nach dem 2:3 beim FC Villingen am Mittwochabend die zweite Pleite hintereinander des auf Rang 15 abgerutschten Teams von Dirk Rohde. „Das war eine starke und disziplinierte Mannschaftsleistung“, freute sich TSG-Coach Mario Klotz dagegen über den zweiten Auswärtsdreier in Folge der Etzwiesen-Kicker.

Offenburg patzt

Und was ist mit dem Offenburger FV los? Nach dem 0:3 bei zuvor sieglosen Ravensburgern bildet der Achtelfinalgegner des FC 08 (Mittwoch, 17.30 Uhr, Karl-Heitz-Stadion) wieder das Schlusslicht der höchsten Fußball-Amateurklasse Baden-Württembergs.

„Wir hätten uns bisher natürlich eine bessere Punkteausbeute erwünscht. Unser Problem ist vor allem die Chancenverwertung“, hofft OFV-Trainer Sascha Ruf, dass der Torknoten ausgerechnet im Derby gegen Villingen aufgeht. „Wir wollen im Pokal überwintern.“

Wechselspiele

Unterdessen hat der Offenburger FV kurzfristig noch Yves Borie (23, Stürmer, Universität Vermont) und Phill Paker Pagna (21, Abwehr, Optik Rathenow) verpflichtet. Auch der FV Ravensburg hat noch einmal auf dem Transfermarkt zugeschlagen und sich in der Offensive verstärkt: Philipp Kirsamer (Greuther Fürth II) wechselt bis 2024 zum Oberligisten.