An der Eckfahne im Etzwiesenstadion: Mario Klotz hat in der Winterpause die TSG Backnang übernommen. Foto: TSG Backnang

Wenn der FC 08 Villingen am Samstag (14 Uhr) an der Backnanger Etzwiese aufläuft, dann steht der Gastgeber um den Ex-Villinger Mario Klotz unter Zugzwang. Der Tabellendrittletzte braucht dringend Dreier im Kampf gegen den Abstieg.

Vom Co-Trainer des FSV 08 Bietigheim-Bissingen zum Chefcoach von Ligarivale TSG Backnang: Mario Klotz machte zuletzt einen Karrieresprung. Der 38-Jährige unterschrieb in Backnang in der Winterpause einen Vertrag bis 2024. Vier Punkte aus vier Spielen ist die Bilanz des Ex-Stürmers.

 

Stärken und Schwächen

25 Punkte aus 25 Spielen haben die Backnanger geholt. Mit dieser Quote wird der Liga-Verbleib kaum möglich sein. 60 Gegentreffer hat die TSG bisher kassiert, nur Schlusslicht Freiburg (67) ist in dieser Hinsicht schlechter. Auf der anderen Seite stehen 41 Tore, wobei die Nullachter vor allem auf Marco Rienhardt (11 Treffer), Flavio Santoro und Mert Tasdelen (beide 6) aufpassen müssen. Im heimischen Etzwiesenstadion sprangen bisher nur elf Punkte heraus, in der Fremde waren es immerhin 14. Zuletzt gab es gegen Bietigheim ein 1:1. Davor hieß es 1:2 in Nöttingen und 3:2 in Freiburg. Beim Klotz-Debüt waren die Stuttgarter Kickers beim 0:4 eine Nummer zu groß.

Das Hinspiel

Die Nullachter entschieden am 17. September das Hinspiel gegen die TSG Backnang deutlich mit 4:0 für sich. Tevfik Ceylan, Ibrahima Diakité (2) und Mauro Chiurazzi machten mit ihren Treffern vor 420 Zuschauern schon in der ersten Hälfte alles klar. Der damalige 08-Coach Marcel Yahyaijan sagte: „Das war ein verdienter Sieg. Der Unterschied zu den vergangenen Spielen war, dass unsere Fehlerquote geringer war.“

Das sagt Mario Klotz

„Natürlich brauchen wir die Punkte“, stellt Mario Klotz vor dem wichtigen Heimspiel gegen seinen Ex-Verein klar. In diesem werde es vor allem darauf ankommen, „das starke Umschaltspiel“ der Villinger zu unterbinden. Dabei denkt der 38-Jährige besonders an die schnellen Außenspieler Leon Albrecht und Jonas Brändle. „Zudem befindet sich Tevfik Ceylan in Topform. Und ein Ibrahima Diakité ist immer ganz vorne ein Unruheherd“, sieht Klotz nach dem Amtsantritt von Reiner Scheu einen anderen FC 08. „Durch die Mannschaft ist ein Ruck gegangen.“ Dies verwundert Klotz nicht. „Reiner kann einfach mit Führungsspielern umgehen – und bringt zudem auch junge Talente weiter. Zwischenmenschlich ist er einfach überragend“, denkt er gerne an die gemeinsame Zeit als damaliger Stürmer unter dem Fußballlehrer zurück. „In Villingen hatte ich fußballerisch meine schönste Zeit“, erinnert sich der 38-Jährige vor allem gerne an den SBFV-Pokalsieg (2009) und das DFB-Pokal-Spiel vor 9000 Zuschauern im Friedengrund gegen den FC St. Pauli.