Ein großartiger Moment: Der FC 08 hatte Schüler der Villinger Christy-Brown-Schule zum Heimspiel gegen den VfR Mannheim eingeladen. Foto: Marc Eich

Der FC 08 zeigt gegen die Oberliga-Top-Teams Aalen und VfR Mannheim jeweils starke Leistungen, doch belohnt sich nicht mit Siegen. Was Vorstand Freddy Bruno zu den Tumulten sagt.

OBERLIGA Die Nullachter sind zur Stunde in der Oberliga die Remis-Könige. Fünfmal in den vergangenen sechs Spielen gab es ein Unentschieden. Der letzte Sieg fiel am 28. März daheim gegen den FV Ravensburg. Die Villinger bleiben nach dem viertletzten Spieltag Achter – der VfR Mannheim ist nach dem 3:3 im Friedengrund in Sachen Vizemeisterschaft noch nicht ganz durch. Der VfR Aalen (4:0 in Neckarsulm) ist Meister und steigt in die Regionalliga direkt auf.

 

Kein voller Lohn

Der FC 08 hat sich in den vergangenen beiden Spielen gegen die Top-Teams Aalen (2:2) und Mannheim hervorragend verkauft und seine spielerisch positive Entwicklung unterstrichen. Das einzige Problem: Mit den sehr späten Gegentoren – jeweils in der Nachspielzeit – brachten sich die Nullachter um zwei mögliche Siege.

Ein Aspekt, der Coach Matthias Uhing einen Moment lang am Samstagabend enttäuschte: „Wir müssen dieses Problem, gerade auch in Richtung Pokalfinale ganz klar in den Griff bekommen. Gegen Bahlingen ist es nur ein Spiel, nur eine Chance für uns.“

Matthias Uhing nennt aber auch Gründe für die späten Gegentore: „Aalen und Mannheim besitzen natürlich eine unglaubliche Qualität, haben nach Rückständen gegen uns nie aufgesteckt. Wir hingegen sind auch in diesen Phasen zu hektisch im Verteidigen geworden. Außerdem ist es auch eine mentale, sicherlich keine konditionelle Geschichte.“

Mittelfeldspieler Leon Albrecht pflichtete seinem Coach am Samstag bei: „Nach dem 2:3 von Mannheim ratterte es natürlich in unseren Köpfen. Dann denkst du an Aalen zurück. Klar, wir müssen das abstellen.“

Das sagt Freddy Bruno

Neben dem sportlich Positiven gilt kurz noch einmal der Blick zurück zu den Tumulten am Samstag nach dem Schlusspfiff gegen Mannheim: Der FC 08 sammelt in Sachen Zuschauer-Marketing (Die Christy-Brown-Schule war zu Gast. Es gab für die Fans eine Freibier-Aktion mit dem neuen Brauerei-Partner aus Wurmlingen) derzeit einen Sympathie-Punkt nach dem anderen. Da ist es natürlich kontraproduktiv wenn erboste 08-Fans nach dem Schlusspfiff in den Spielertunnel eindringen und noch polizeiliche Anzeigen kassieren.

08-Vorstand Freddy Bruno sagt dazu: „Wir reden die Vorkommnisse nicht klein, werden es aber auch nicht dramatisieren. Es waren nach dem Ausgleich viele Emotionen im Spiel. Wir werden es intern natürlich aufarbeiten.“

In der Oberliga geht es für den FC 08 bereits am Mittwoch ( 19 Uhr) daheim gegen den KSC II weiter.

Statistik

FC 08 Villingen: Hoxha – Haller (72. Hug), Liserra, Busam (82. Pfeifhofer), Albrecht (72. J.Spät) – Krieger, Derflinger (77. Y.Spät, Glück, Pintidis (72. Tadic) – Feißt, Müller.

VfR Mannheim: Nreca-Bisinger – Mißbach, Akoto (23. Krüger), Kuhn, Veselaj (58. Berko), Paraschiv, Marx, Stellwagen, Pander, Sentürk (84. Thum), Kadner (84. Seifert). Tore: 1:0 Feißt (19.), 1:1 Pander (29.), 2:1 Feißt (78.), 3:1 Feißt (79.), 3:2 Krüger (87.), 3:3 Thum (90.+4). Schiedsrichter: Nico Nemtinow (March). Zuschauer: 334. Gelb: Busam, Tadic – Sentürk, Paraschiv. Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rot für Liserra nach dem Schlusspfiff.