Auch auf Enrico Krieger wird es am Samstag gegen Bietigheim ankommen. Foto: Marc Eich

Das Wort „Revanche“ will Matthias Uhing nicht in den Mund nehmen, der 08-Coach redet lieber von „Wiedergutmachung“ nach der 1:6-Hinspielschlappe beim FSV Bietigheim-Bissingen.

Oberliga: „Das war natürlich ein Schlag ins Gesicht“, blickt Matthias Uhing auf die Partie Ende September 2025 bei der Bruchwald-Elf.

 

Damals war Uhing noch Co-Trainer von Steffen Breinlinger, in Bissingen war der dann im Herbst entlassene Haris Krak der Coach. „Bietigheim hatte mit vielen verletzten oder gesperrten Schlüsselspielern zu kämpfen“, weiß der Villinger Trainer, dass der Tabellenvorletzte der Oberliga BW auch aufgrund der personellen Probleme wohl den Gang in die württembergische Verbandsliga antreten muss.

Zwischenetappe

Dagegen können die Nullachter am Samstag (14 Uhr) in der MS Technologie-Arena den Klassenerhalt wohl endgültig eintüten. „Wenn wir gewinnen, dann haben wir 42 Punkte auf dem Konto, was für den sicheren Klassenerhalt normalerweise reichen müsste“, geht Sportchef Marcel Yahyaijan davon aus, dass die Nullachter diese Chance nutzen.

So sieht es auch Matthias Uhing. „Das müsste dann reichen, dann wäre eine Zwischenetappe erreicht“, will der Coach des FC 08 bis zum 34. und letzten Spieltag der Runde 2025/26 in der Tabelle – derzeit belegt Villingen den siebten Rang – noch Plätze gutmachen.

Die Vorgaben

Dafür ist ein Dreier gegen die in diesem Jahr noch sieglosen Bietigheimer im Friedengrund eingeplant. „Wir müssen aber wachsam sein“, verweist Uhing auf das gute Umschaltspiel der Bietigheimer. Vor allem schaut der 08-Coach aber auf seine Mannen. „Wir werden wohl mehr Ballbesitz haben“, erwartet der Übungsleiter, dass Christian Derflinger und Co. mit dem Ball „kreative“ Lösungen finden.

Matthias Uhing erwartet einen Sieg gegen Bietigheim. Foto: Marc Eich

Noch weiter vorne sieht Matthias Uhing derzeit die Problemzone. „Wir müssen endlich unsere Torchancen besser verwerten“, sei das Abschlussverhalten auch ein Schwerpunkt in den Trainingseinheiten gewesen.

Die Personalien

In diesen war auch Angelo Rinaldi wieder voll dabei. Kapitän Nico Tadic (Muskelfaseriss im Oberschenkel) muss dagegen passen. Fraglich ist auch, ob Tadic am Dienstag (19 Uhr) im so wichtigen Pokal-Halbfinale gegen den FC Denzlingen auflaufen kann.

„Das sind zwei entscheidende Spiele. Wir schauen aber von Spiel zu Spiel“, konzentriert sich Matthias Uhing zunächst ganz auf die Partie gegen Bietigheim-Bissingen.

Bietigheim-Bissingen

Auch unter Krak-Nachfolger Daniel Zmpitas gab es am Bruchwald keine Wende. Der Abstand auf einen Nichtabstiegsrang beträgt nach Klatschen in diesem Jahr gegen den KSC II (1:6), den VfR Mannheim (2:6) und den VfR Aalen (0:6) bereits acht Zähler.

Doch in einem Punkt ist Bietigheim den Villingern voraus: Während der FC 08 Villingen Vertragsverlängerungen für die nächsten Tage in Aussicht stellt, haben die Bietigheimer schon verkündet, dass Andre Sirianni und Mustafa Uslu auch in der kommenden Runde das FSV-Trikot – dann wahrscheinlich in der WFV-Verbandsliga – tragen werden.

Das Spektakel

Unterdessen hat der VfR Aalen am Mittwochabend einen großen Schritt in Richtung Meisterschaft und Direktaufstieg in der Regionalliga Südwest geschafft.

Nach dem 3:2-Spektakel im Nachholspiel vor 637 Zuschauern beim FC Nöttingen hat Aalen nun sieben Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten aus Mannheim. Acht Zähler hinter dem VfR Mannheim folgt der TSV Essingen. Dean Melo war es, den sieben Minuten vor dem Schlusspfiff den 3:2-Siegtreffer für Aalen markierte.