Wenn der FC 08 am Freitag (19 Uhr) unter Flutlicht Nöttingen in der MS Technologie-Arena zum Tanz bittet, dann treffen zwei Oberliga-Teams mit neuem Selbstvertrauen aufeinander.
Oberliga: Die Villinger wollen den Schwung des überzeugenden 3:1-Erfolges beim FV Ravensburg mitnehmen, die Nöttinger haben zuletzt nach schwachem Saisonstart gleich drei Siege in Folge eingefahren.
„Für uns zählt nur ein Sieg, um den Anschluss auf die vorderen Ränge nicht zu verlieren“, weiß Steffen Breinlinger, dass der Friedengrund wieder – eben wie zur Aufstiegssaison 2023/24 – zu einer Festung werden muss, will der Regionalliga-Absteiger unter den Top 5 mitmischen.
Die Defensive
Das Heimspiel der Nullachter steht dabei auch im Zeichen der beiden bisher besten Torjäger der Oberliga BW. Der Nöttinger Tasos Leonidis (6 Tore) ist die Nummer 2, 08-Stürmer Marcel Sökler (7) die Nummer 1 der höchsten Fußball-Amateurklasse Baden-Württembergs. „Die Nöttinger haben schon große Qualität in der Offensive“, weiß der 08-Coach, dass es am Freitagabend vor allem auf eine stabile Defensive ankommen wird. „Das wird entscheidend sein.“
Und vorne ist der FC 08 immer für Tore gut. Nur die Pforzheimer haben bisher mehr genetzt. In der Abwehr sei Nöttingen „angreifbar“.
Dabei setzt Breinlinger auch auf die Fans. Da parallel die Schwenninger Wild Wings aber in der am Donnerstag schon fast ausverkauften Helios Arena gegen Köln spielen, wagen die Nullachter keine eigene Zuschauerprognose.
Die Personalien
Positiv: Marcel Sökler und Georgios Pintidis – zuletzt angeschlagen – können unter Flutlicht („Das ist immer etwas ganz Besonderes“) auflaufen. Fragezeichen stehen hinter den Einsätzen von Kevin Hezel (muskuläre Probleme) und Jonathan Spät (Achillessehne).
FC Nöttingen
Drei Dreier, 15:2 Tore, zuletzt ein 3:2 beim starken SSV Reutlingen: Nöttingen hat sich aus den Niederungen der Tabelle ins Mittelfeld vorgearbeitet. „Nach dem schwachen Start haben wir uns zuletzt in einer guten Verfassung gezeigt“, hofft Riccardo Di Piazza, dass seine Elf „den Flow“ nach Villingen mitnimmt.
„Für uns ist es immer ein Highlight-Spiel, wenn es nach Villingen geht“, schwärmt der Sportliche Leiter des Tabellenzehnten vom Stadion und dem Rasen im Friedengrund.
Coach Dennis Will stellte nach dem Triumph an der Reutlinger Kreuzeiche vor allem die stabile Defensive heraus. Zudem hätten seine Schützlinge zum richtigen Zeitpunkt die Tore erzielt. „Den Schwung wollen wir jetzt natürlich ins nächste Spiel mitnehmen“, so Will.
Dabei geht Di Piazza davon aus, dass die Nöttinger mit dem Kader des Reutlingen-Dreiers die Fahrt nach Villingen antreten werden.