08-Routinier Ergi Alihoxha glaubt an den Klassenerhalt in der Regionalliga Südwest. Foto: Eibner/Thomas Hess

Er ist der Taktgeber im Mittelfeld, Führungsspieler, der stellvertretende Kapitän. Ergi Alihoxha zieht beim FC 08 seit Sommer 2022 die Fäden. In unserem Interview verrät der 31-Jährige nicht nur, weshalb er an das „Wunder Klassenerhalt“ glaubt, sondern auch, wieso Villingen im SBFV-Pokal-Viertelfinale gegen seinen Ex-Club Bahlinger SC (wieder) die Oberhand behält. Bleibt Alihoxha ein Nullachter?

In unserem Interview verrät der 31-Jährige nicht nur, weshalb er an das „Wunder Klassenerhalt“ glaubt, sondern auch, weshalb Villingen im SBFV-Pokal-Viertelfinale gegen seinen Ex-Club Bahlinger SC (wieder) die Oberhand behält.

 

Herr Alihoxha, am Sonntag steigt der Re-Start beim FSV Mainz II (Sonntag, 14 Uhr, wir streamen live). Bereit für das „Wunder Klassenerhalt“? Was muss passieren, dass nach dem 34. Spieltag der Ligaerhalt bejubelt wird?

Wir wissen natürlich um unsere Lage, dass auf uns eine sehr große Herausforderung wartet. Aber wir haben eine gute Vorbereitung hinter uns, einige Dinge haben sich positiv entwickelt. Wir glauben an uns, wollen unsere Chance nutzen. Natürlich ist klar, dass alles passen muss, wollen wir das „Wunder Klassenerhalt“ schaffen. Aber im Fußball gibt es immer wieder solche Wunder. Wer hätte zum Beispiel damit gerechnet, dass Leicester City 2016 in England den Titel holt.

Klar ist aber auch, bei zumindest acht Punkten Rückstand auf das rettende Ufer, würde es nur drei Regionalliga-Absteiger geben, muss gleich zu Beginn in Mainz, gegen Kassel und in Frankfurt gepunktet werden. Wie sollte nach diesen „Endspielen“ die Ausgangslage des FC 08 sein?

Ich sehe es so, dass jedes Spiel für uns Endspielcharakter hat. So müssen wir die Spiele auch angehen, so werden wir die Spiele angehen. Die ersten drei Spiele sind extrem richtungsweisend. Danach wissen wir wohl, wohin die Reise gehen kann. Gut wäre es, wenn wir danach sechs Punkte mehr auf dem Konto hätten. Aber selbst wenn dieses Ziel erreicht wird, ist die Sache natürlich noch längst nicht durch. Aber wir hätten den Anschluss geschafft und könnten mit größerem Selbstvertrauen die kommenden Aufgaben angehen.

Der Pokal-Hit

So auch das Cup-Viertelfinale. Am 12. März (18.30 Uhr) kommt es in der MS Technologie-Arena zum Pokal-Hit gegen den Bahlinger SC, für den Sie bis Sommer 2022 198 Spiele bestritten haben. Weshalb kegeln Sie Ihren Ex-Club dann wieder einmal aus dem Pokal?

Das ist für mich natürlich ein ganz besonderes Spiel, ich habe ja sieben Jahre lang in Bahlingen gespielt. Wir haben gute Erinnerungen an den BSC, haben meinen Ex-Verein ja in der vergangenen Saison eliminiert. Dies wollen wir wiederholen. Der FC 08 ist ja DIE POKALMANNSCHAFT in Südbaden, der Rekordsieger. Dieser Tradition sind wir uns bewusst. Unser Ziel ist also die Verteidigung des Cups. Wir wissen auch, welche Bedeutung dies für den ganzen Verein hätte. Ein Vorteil ist sicher der Heimvorteil. Wir spielen dazu unter Flutlicht. Zusammen mit unseren Fans haben wir eine sehr gute Chance, wenn wir auch in der Liga gegen Bahlingen daheim verloren haben. Wenn wir alle 100 Prozent abliefern, dann bin sehr zuversichtlich, dass wir diese hohe Hürde erneut überspringen.

Drei Tage später steht das Regionalliga-Heimspiel gegen den FC Homburg an. Dies könnte ihr 100. Spiel für den FC 08 werden. Was bedeuten Ihnen die Nullachter, der Verein?

Echt? Ich hätte nicht gedacht, dass ich im dritten Jahr schon so viele Spiele für Villingen gemacht habe. Das freut mich und macht mich auch stolz. Ich habe mich hier gleich wohlgefühlt, immer alles gegeben. Der FC 08 ist für mich – neben eben dem Bahlinger SC – zu meiner sportlichen Heimat geworden.

Viele Verträge laufen im Sommer aus. Nur Marcel Sökler, Torwart Andrea Hoxha und Sechser Georgios Pintidis besitzen noch einen Kontrakt für die Runde 2025/26. Wie ist bei Ihnen der Stand der Dinge?

Der Stand ist, dass noch nichts passiert ist. Ich bin mir aber sicher, dass sich dies demnächst ändern wird. Ich kann sagen, dass ich mich weiter sehr wohl in Villingen fühle. Es ist also noch völlig offen, wo ich in der kommenden Runde spielen werde.