„Wir grüßen den deutschen Fußballmeister.“ Schon beim ersten Blick auf die VfR-Homepage ist der mit Abstand größte Erfolg des Auftaktgegners des FC 08 Villingen (Samstag, 15.30 Uhr/MS Technologie-Arena) nicht zu übersehen.
10. Juli 1949: Mannheim, also der Verein für Rasenspiele Mannheim 1896, sorgt im Stuttgarter Neckarstadion gegen Borussia Dortmund vor 92 000 Zuschauern mit dem 3:2 nach Verlängerung im DM-Finale für die ganz große Überraschung. Klar, dass die Mannheimer, bei denen zuvor die ersten deutschen Nationaltrainer Otto Merz und Sepp Herberger aktiv waren, bis heute sehr stolz auf dieses besondere Kapitel der langen Vereinsgeschichte sind.
Acht lange Jahre
Aber auch der 14. Mai 2023 schaffte zuletzt den Eintrag ins VfR-Geschichtsbuch. Da standen die Rasenspieler nach einem 2:1- Sieg beim FC Germania Friedrichstal vorzeitig als Baden-Meister und Aufsteiger in die Oberliga Baden-Württemberg fest. „Wir sind überglücklich über den Aufstieg. Es war eine nervenaufreibende Spielzeit, in der wir gerade in den entscheidenden Spielen auf den Punkt da und erfolgreich waren“, war Trainer Volkan Glatt überglücklich, dass die Mannheimer nach acht Jahren wieder in die höchste Fußball-Klasse Baden-Württembergs zurückkehrten.
Das sagt der Coach
Dabei trauen viele Oberliga-Trainer in unserer großen Umfrage dem Aufsteiger eine gute Rolle zu. Dies freut natürlich Volkan Glatt, doch der VfR-Meistercoach hält den Ball flach. „Es ehrt uns zwar und macht uns auch stolz, dass wir von Kollegen so stark eingeschätzt werden. Und es zeigt, dass der Verein sehr gut gearbeitet hat. Wir bleiben aber demütig. Für uns geht es zunächst klar um den Klassenerhalt“, will Glatt mit seinem Rasenspielern aber auch das „eigene Spiel durchbringen“. Deshalb würden die Mannheimer auch erst auf sich selbst, weniger auf die Gegner schauen. Dabei setzt der Mannheimer Trainer auch auf Neuzugänge wie Christoph Becker (FC Astoria Walldorf), Albin Sahiti (SG Sonnenhof Großaspach) oder Pascal Pander (Neckarsulmer SU).
Übrigens – ein anderer deutscher Meister Freiburger FC (1907) musste bekanntlich zuletzt in die Verbandsliga absteigen. Klar, dass die Mannheimer dieses Schicksal in ihrer Aufstiegssaison unbedingt vermeiden wollen.
Die Veränderungen
Zugänge: Jakub Polat (FC Arminia Ludwigshafen), Christoph Becker (FC Astoria Walldorf), Pascal Pander (Neckarsulmer SU), Lua Matteo Sorge (Wormatia Worms II), Angel Darel Arthee (SV Waldhof Mannheim II), Jannis Fetzner (FC Olympia Kirrlach) Akin Ulusoy (FV Fortuna Hesssheim), Justin Neuner (FV Dudenhofen), Vigan Buzoku (eigene U19), Albin Sahiti (SG Sonnenhof Großaspach), Volkan Rona (SV Waldhof II).
Abgänge: Fabian Czaker, Dennis Lodato, (beide FV Fortuna Heddesheim), Selim Jungmann, Christian Kuhn, Marcel Schwöbel (alle TSG Weinheim), Julius Burk (SV Fürth), Dennis Gerber (VfB St. Leon), Paul Jivan (SC Türk Gücü Darmstadt), Max Kougang (SV Unter-Flockenbach), Ayhan Sabah (FC Türkspor Mannheim), Maurizio Vella (FC Östringen), Egson Gashi (VfR Fehlheim), Steven Haddad (SKV Sandhofen).