Die Backnanger, hier bei der Niederlage in Villingen, gaben die Tabellenführung ab. Foto: Marc Eich

Reutlingen bringt 2:0-Führung nicht über die Zeit. In Bruchsal muss der Schiedsrichterassistent ausgewechselt werden.

Als "Skandalspiel" bezeichnete der FC Nöttingen das Geschehen rund um die 1:2-Niederlage am Freitag beim FSV Bietigheim-Bissingen.

n  KartenspieleDas Ärgernis war für den FCN der Auftritt von Schiri Patrick Mattern (Mannheim). Zunächst flogen die Nöttinger Riccardo di Piazza (87./Ampelkarte) und Jimmy Marton (90./Rot) vom Platz. Es folgte in der Nachspielzeit noch eine rote Karte gegen FSV-Spieler Pierre Williams wegen einer angeblichen Tätlichkeit. Somit summierte sich das Farbenspiel auf elf gelbe Karten, eine Ampelkarte und zwei rote Karten. Das dürfte in der bisherigen Saison Rekord sein.  

n  Joker-GlückDer zuletzt arg gebeutelte SSV Reutlingen führte in Neckarsulm bis zur 90. Minute nach einem Doppelpack des erst 20-jährigen Noah Ganaus mit 2:0. Dann trafen die Gastgeber durch die jeweils eingewechselten Steven Neupert (per Strafstoß) und Leon Rasic noch zum nicht mehr erwarteten 2:2-Endstand.

n  Hiobsbotschaften Die personell arg gebeutelte TSG Backnang erlebt unruhige Tage. Stammkeeper Marcel Knauß (Trainingsunfall) und Innenverteidiger Michl Bauer fallen jeweils mit Kreuzbandrissen länger aus. Für Knauß steht jetzt der erst 19-jährige Julian Guttenson zwischen Pfosten. Zudem hat sich Louis Wiesheu berufsbedingt überraschend verabschiedet. Auch gab es vor der Partie beim 1. FC Rielasingen-Arlen einen neuen Coronafall. Nach dem 1:2 dort ist die TSG zudem die Tabellenführung los.

n  Verletzungspause Die Partie zwischen dem 1. FC Bruchsal und dem SV Oberachern (0:2) musste wegen der Verletzung des Schiri-Assistenten in der ersten Halbzeit 15 Minuten lang unterbrochen werden. Erst als ein Ersatzmann gefunden wurde, ging es weiter.