SC Freiburg, SSV Ulm, Stuttgarter Kickers oder SV Waldhof Mannheim: Auf die A-Junioren des FC 08 Villingen warten in der neuen Oberliga-Saison Hochkaräter. „Wir haben aber keine Angst“, sagt ein selbstbewusster 08-Coach Mustafa Gürbüz.
Es ist die vielleicht am besten besetzte A-Junioren-Oberliga in Baden-Württemberg aller Zeiten. Nicht nur der Nachwuchs des SC Freiburg stieg – übrigens zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesliga Südwest – in die zweithöchste Fußballklasse ab, sondern auch der SSV Reutlingen und der FC Astoria Walldorf verabschiedeten sich aus der deutschen Beletage. „Das sind also drei Bundesliga-Absteiger, auf die wir in der neuen Runde treffen“, weiß Mustafa Gürbüz, dass seine Schützlinge in jedem Spiel an das Limit gehen müssen.
Der Start
Noch aber ist Zeit, bis es für den Friedengrund-Nachwuchs am 3. September gegen den SSV Reutlingen erstmals wieder um Oberliga-Punkte geht. Dann haben die Talente eine sehr lange und intensive Vorbereitungszeit hinter sich gebracht. Los ging es bereits Ende Juni wieder mit den ersten Einheiten.
„Wir brauchen diese Zeit aber auch, dies ist ja bei den anderen Teams nicht anders“, geht es für Gürbüz auch darum, aus den vielen neuen Spielern ein Team zu bilden. Abseits des Rasens klappt das schon sehr gut („Da herrscht große Harmonie, das passt“), doch auf dem Grün sieht der Villinger Übungsleiter noch Steigerungsbedarf. „Einige Leistungen in Testspielen haben mich nicht gerade erfreut.“
Die Tests
Dabei testeten die jungen Nullachter aber ausschließlich gegen Aktivenmannschaften die Form. „Dies ist gerade in Sachen Körperlichkeit sehr wichtig“, betont Mustafa Gürbüz. Vor allem für die Spieler, die von den acht eigenen B-Junioren in den Oberliga-Kader stießen, ist dies doch noch Neuland. Überhaupt hat sich in Sachen Team – insgesamt sind 27 Spieler an Bord („Diese Breite ist sehr wichtig“) – viel getan. Auch zehn externe Zugänge wollen sich bei den Villingern beweisen. „Die kommen aus dem Raum Horb, Herrenberg und Co., das muss sich erst einmal einspielen“, ist der 08-Coach optimistisch, dass sein Team trotz der großen Namen in der Runde 2023/24 eine gute Rolle spielen kann.
Die Ziele
In Sachen „große Namen“ denkt Mustafa Gürbüz natürlich vor allem an den SC Freiburg, der den Patzer der vergangenen Runde schnell ausmerzen will. „Natürlich geht es für uns erst einmal um den Klassenerhalt. Aber unser Anspruch ist es schon, dass wir uns auch nach weiter oben orientieren“, will der Villinger Trainer nicht nur den Nachwuchs des Uefa-Europa-League-Teilnehmers ärgern.