Kopfballduell zwischen dem Nullachter Matthes Glück (links) und dem Göppinger David Trivunic. Foto: Marc Eich

Die beiden Regionalliga-Absteiger FC 08 Villingen und 1. Göppinger SV trennen sich am Samstag 0:0. Bei den Nullachtern macht sich das Fehlen von Christian Derflinger bemerkbar.

Oberliga: „Wir müssen noch konsequenter und entschlossener werden.“ Dies hatte Matthias Uhing den Nullachtern vor dem Duell der beiden Regionalliga-Absteiger mit in die 90 Minuten gegeben.

 

„Hinten haben wir zu viele einfache Fehler gemacht, vorne hatten wir Probleme bei der Chancenverwertung“, betonte 1. GSV-Coach Gianni Coveli im Vorfeld, dass seine Schützlinge im Friedengrund Punkte für den Klassenerhalt brauchen.

Die Personalien

Matthias Uhing veränderte seine Startelf im Vergleich zum 2:2 in Gmünd auf drei Positionen. Startelfdebütant Noah Haller, Fabio Liserra und Leon Albrecht durften am 29. Spieltag in der MS Technologie-Arena von Beginn an ihr Können beweisen.

Marco Ehmann, Christian Derflinger („Ich habe mir im Abschlusstraining eine Zerrung an den Adduktoren zugezogen. Ich hoffe, es geht bald wieder“) und Spielführer Nico Tadic fehlten. Enrico Krieger (Hüftprellung) stand auf dem Spielberichtsbogen. Die erfahrenen Göppinger setzten auch auf Ex-Profi Kevin Dicklhuber.

Die erste Hälfte

Bei Sonnenschein und 20 Grad hatte Yannick Spät nach sieben Minuten die frühe 08-Führung auf dem Fuß, doch der Villinger zögerte im Göppinger Strafraum nach schöner Kombination einen Moment zu lange. Eine Zeigerumdrehung später scheiterte Gian-Luca Feißt aus spitzem Winkel an 1. GSV-Torwart Enrico Piu.

Gian-Luca Feißt nimmt es hier mit gleich drei Göppingern auf. Foto: Marc Eich

Auf der anderen Seite musste Goalie Andrea Hoxha nach einem Distanzschuss von Berk Yalman (15.) noch nicht eingreifen.

Nach einem starken Solo von Leon Albrecht (21.) hätte der trickreiche Villinger selbst abschließen müssen. Noch fehlte bei den überlegenen Nullachtern die letzte Konsequenz vor dem Göppinger Gehäuse.

Bis zum Pausenpfiff von Schiri Lauritz-Philipe Hafner, der zwei, drei Szenen nicht im Sinne der 08-Fans geahndet hatte, waren Chancen auf beiden Seiten dann Mangelware. „Zauberfuß“ Christian Derflinger fehlte dem Villinger Offensivspiel doch sehr.

Die zweite Hälfte

Die Zuschauer sahen zunächst keine Wechsel – und weiter viele schnelle Ballverluste beider Oberligisten. Intensiv ja, attraktiv weniger – viel spielte sich zwischen beiden Strafräumen ab. Nach der dritten Ecke brachte Innenverteidiger Fabio Liserra den Ball in aussichtsreicher Position nicht unter Kontrolle (58.).

Leon Albrecht – hier gegen Philip Udogu (rechts) – trieb immer wieder das Villinger Spiel an. Foto: Marc Eich

Nach 62 Minuten reagierte der Göppinger Coach Gianni Coveli im Wissen, dass ein Punkt für die Gäste eigentlich zu wenig ist. Stevan Anicic und Antonio Babic kamen. Nico Hug und Jonathan Spät sollten es wenig später beim FC 08 richten.

Göppingen hatte nach 75 Minuten immer noch keinen Schuss aufs Villinger Tor gebracht. Dies sollte bis zum Schlusspfiff so bleiben. Aber auch die in der Defensive wieder einmal starken Nullachter entfachten kaum noch Torgefahr.

Die Ausnahme: Jonathan Spät hatte nach der fünften Ecke das 1:0 auf dem Fuß, aber etwas zu viel Rücklage. Am Ende blieb es beim für Göppingen glücklichen 0:0, da sich der eingewechselte Fabio Pfeifhofer (90.) den Ball etwas zu weit vorlegte.

Die neue Lage

Mit dem 42. Saisonpunkt hat Villingen wohl die letzten (leisen) Zweifel am Klassenerhalt beseitigt. Der 1. Göppinger SV, der trotz der großen Qualität in der Offensive maßlos enttäuschte, ist weiter stark versetzungsgefährdet.

Die Statistik

FC 08 Villingen: Hoxha – Liserra, Busam, Rinaldi – Albrecht, Pintidis (68. Hug), J. Spät (87. Savic), Glück (88. Bruno), Haller (68. J. Spät) – Feißt, Müller (81. Pfeifhofer).

1 . Göppinger SV: Piu – Yalman (62. Babic), Lekaj, Piljek (86. Neziri), Trivunic, Steinbrenner, Schmidts, Lübke (68. Galinec), Udogu (62. Anicic), Milisic, Dicklhuber. Tore: keine.

Schiedsrichter: Lauritz-Philipe Hafner (Nagold). Gelbe Karten: Liserra/Milisic. Zuschauer: 380.