Ob „Maskenmann“ Tim Zölle, hier nach dem 1:0 der Heidenheimer, gegen Mainz auflaufen kann, ist noch offen. Foto:  

Keine Zeit zum Verschnaufen: Für den FC 08 Villingen geht es nach dem DFB-Pokal-„Ausflug“ schon am Dienstag (19 Uhr) weiter. „Gegen Mainz II sollten wir punkten“, sagt nicht nur Außenbahnspieler Jonas Brändle vor dem zweiten Regionalliga-Heimspiel des Aufsteigers.

Ob der Ex-Heidenheimer aber in der MS Technologie-Arena, die Villinger hoffen auf eine vierstellige Zuschauerzahl, auflaufen kann, ist aufgrund von muskulären Problemen fraglich. Offen ist auch, ob Angelo Rinaldi, der aufgrund einer Fußverletzung beim 0:4 gegen den Bundesligisten aus Heidenheim am Samstag passen musste, es schon zurück in den Kader schafft.

 

Innenverteidiger Tim Zölle, wieder einmal der „Maskenmann“, hat sich eventuell gegen den Erstligisten die Nase angebrochen. Vielleicht steht ja Ex-Kapitän Tevfik Ceylan beim Flutlichtspiel – die Nullachter weisen noch einmal auf die Vorteile der Cashcard hin – erstmals seit seiner Einigung mit den Vorständen auf dem Spielberichtsbogen?

Der erste Schlüssel

Mario Klotz weiß natürlich, dass die am Wochenende spielfreien Mainzer frischer sein werden. „Die sind ausgeruhter. Das darf aber kein Alibi für uns sein“, verweist der Villinger Coach auf die kürzere Erholungsphase seiner gegen Heidenheim in der ersten Hälfte stark mithaltenden Schützlinge.

„Da haben wir es vor allem im Spiel gegen den Ball gut gemacht“, sieht der 39-Jährige die Defensiv- und Laufarbeit der gesamten Mannschaft wieder als einen wichtigen Schlüssel zum Erfolg an.

Der zweite Schlüssel

Doch gegen die Bundesliga-Reserve, die in drei Spielen bei einem Sieg und zwei Unentschieden noch keinen Gegentreffer kassierte, wird es vor allem darauf ankommen, dass die Nullachter nach drei Partien (0:2 gegen Trier, 0:1 in Stuttgart und 0:4 gegen Heidenheim) endlich wieder selbst Tore bejubeln.

Stichworte Effektivität und Kaltschnäuzigkeit. Auch am Regionalliga-Wochenende hätte man gesehen, wie wichtig die Chancenverwertung ist, denkt Klotz vor allem an das überraschende 5:0 von Walldorf gegen das bisherige Überraschungsteam aus Trier. Gerade eine frühe Führung sei oft entscheidend für den weiteren Spielverlauf.

Coach Mario Klotz weiß: „Die Mainzer sind technisch versiert, gehen ein hohes Tempo.“ Foto: Marc Eich

Die Talentschmiede

Die Talentschmiede des Erstligisten aus Mainz ist also gut in die Saison gestartet. „Die Mainzer sind technisch versiert, gehen ein hohes Tempo“, erwartet Mario Klotz einen vor allem auch sehr spielstarken Gegner.

Klar, die vielen großen Talente der Mainzer wollen sich über die U23 für höhere Aufgaben empfehlen, weiß der Nullachter um die große Motivation der FSV-Akteure. Die „jungen Wilden“ der Mainzer werden von Routiniers wie Denis Linsmayer oder Julian-Maurice Derstroff geführt.

1. FSV Mainz II

Auf die erfahrenen Spieler wird Coach Benjamin Hoffmann auch am Dienstagabend in Villingen setzen. „Wir schauen, dass wir in jedem Mannschaftsteil erfahrene Leute haben. Diese nehmen die jungen Spieler etwas an die Hand, bringen diesen auch das Profitum näher“, sieht der FSV-Trainer, im Jahr 2023 deutscher U19-Meister mit den Mainzern, die Routiniers für die Talente durchaus als Mentoren an.

In Villingen („In Sachen Aufstellung habe ich die Qual der Wahl“) wird ein Mix aus Erfahrung und jungen Hoffnungsträgern auflaufen.

Klar, dass Benjamin Hoffmann das Pokal-Spiel der Nullachter gegen Heidenheim am TV angeschaut hat. „Villingen spielt mutig, ist spielerisch sehr gut und hat das Selbstvertrauen einer Meistermannschaft“, rechnet der Mainzer damit, dass seine Spieler im Friedengrund den Nullachtern „viel hinterherlaufen“ werden.

Da hilft es, dass die Mainzer bereits am Montag in den Schwarzwald anreisen, also am Dienstagabend nicht die Busfahrt in den Beinen haben.