Konstantinos Makropoulos (Mitte) führt mit 29 Treffern die Oberliga-Torschützenliste an. Foto: Eibner/Silas Schuelle

Seit Thomas Herbst in der Winterpause den Cheftrainerposten übernahm, gehören die Nordbadener zu den erfolgreichsten Teams der Oberliga BW. Die selbstbewussten Gäste haben nur noch sehr theoretische Chancen auf den Relegationsplatz.

Der Traum vom Aufstieg war am 18. Mai geplatzt. Daran änderte auch der späte 2:2-Ausgleichstreffer vom Ibrahim Nije gegen den TSV Essingen nichts mehr. Platz vier: Drei Punkte und 16 Tore beträgt der Rückstand der Pforzheimer vor dem letzten Oberliga-Spieltag auf den Relegationsplatz, den die SG Sonnenhof Großaspach inne hat.

 

„Wir haben keine Chance mehr“, weiß auch CfR-Trainer Thomas Herbst. Dennoch möchte er mit seinem Team in Villingen am Samstag gewinnen.

Der 36-Jährige übernahm die Nordbadener in der Winterpause. Seither sammelte sein Team elf Siege und erlitt nur eine Niederlage. Von Platz sieben aus kletterten die Pforzheimer – mit Ausnahme der 0:3-Niederlage gegen die SG Sonnenhof Großaspach – mit beeindruckender Konstanz in der Tabelle nach oben. Herbst spricht selbstbewusst davon, dass „Dinge auf den richtigen Weg gebracht“ wurden.

Die Herangehensweise

„Ich habe mir sehr viel Zeit genommen, um die Jungs kennenzulernen. Sie haben mir eine große Offenheit entgegengebracht. Die Jungs sind körperlich in einer guten Verfassung, haben hinten raus viele Tore erzielt. Ich habe außerdem versucht defensive Stabilität reinzubringen, denn in der Hinrunde haben wir viele Gegentore kassiert“, so Herbst.

Bei allem Fokus auf Stabilität kündigt der CfR-Coach an, dass sein Team gegen Villingen phasenweise hoch anlaufen und versuchen wird, das eigene Spiel durchzubringen. Er betont: „Es geht nicht darum Villingen die Suppe zu versalzen, ich schaue auf meine eigene Mannschaft.“

Unterschiedsspieler und ein großer Respekt

Ein Unterschiedsspieler könnte am Samstag einmal mehr Konstantinos Markopoulos werden, der mit 29 Treffern die Oberliga-Torschützenliste anführt. „Er ist sehr professionell und hat einen absoluten Torriecher“, lobt Herbst insbesondere die Demut des 32-Jährigen.

Der Pforzheimer Trainer weiß aber um die Größe der Herausforderung: „Villingen hat eine sehr, sehr gute Qualität. Sie haben eine große Stabilität, wie auch bereits in der Hinrunde. Sie stehen verdient auf dem ersten Platz. Ihr Erfolg ist kein Zufall. Ich habe sehr großen Respekt vor ihrer Arbeit.“