Seit Samstag befinden sich alle Zollern-Landesligisten nicht mehr im Spielbetrieb: Grund genug für unsere Redaktion, eine Halbzeit-Bilanz mit den Teams zu ziehen. Der FC 07 Albstadt ist im Visier.
Das bestplatzierte Team aus dem „Altbezirk“ Zollern in der Landesliga Staffel III ist der FC 07 Albstadt. Die Nullsiebener belegen nach 20 Spieltagen den elften Tabellenplatz und greifen am 8. März mit einem Auswärtsspiel beim Tabellendritten VfL Nagold wieder ins Geschehen ein. Zusammen mit FC-Spielertrainer Samed Akbaba ziehen wir eine Halbzeit-Bilanz.
Die „neue Landesliga“ Unterschiede zwischen der Staffel IV der Vorsaison und der Staffel III in der jetzigen Runde sieht Akbaba zum Einen, „dass die Plätze in der Staffel IV größer waren, wie etwa in Laupheim, oder Friedrichshafen.“ „Zum Anderen“, sagt der Albstädter Spielertrainer, „fand ich die Staffel IV spielerisch stärker. In Staffel III sind eher die körperlichen Attribute gefragt. Die Mannschaften sind zweikampfstärker und bissiger.“
Nicht ganz zufrieden
Die Punkteausbeute „Mit 20 Punkten aus 15 Spielen bin ich nicht ganz zufrieden“, sagt Akbaba. „Aber wir haben ja vor der Saison bewusst auf junge Spieler gesetzt. Uns war auch bewusst, dass diese Runde schwierig wird aufgrund der neuen Konstellation und des personellen Umbruchs. Das Wichtigste ist, dass wir über dem Strich stehen. Wenn wir nicht drei Spiele hergeschenkt hätten, dann würde unsere Punkteausbeute besser aussehen und wir würden auf einem anderen Tabellenplatz stehen. Aber das gehört zum Entwicklungsprozess dazu. Wir wollen die jungen Spieler aufbauen und dass sie aus Fehlern lernen.“
Was lief gut? „Mit der Einstellung der Spieler bin ich sehr zufrieden. Wir hatten von der Vorbereitung bis zum letzten Spieltag eine sehr gute Trainingsbeteiligung. Es waren immer zwischen 18 und 20 Jungs auf dem Platz. Was mich ebenfalls positiv stimmt, ist die Tatsache, dass die jungen Spieler von Partie zu Partie besser und selbstbewusster werden. Das war auch in den Spielen zum Ende des Jahres zu merken. Wir haben mehr Punkte geholt, weil sich die Jungs mehr zugetraut haben. Wir sind auf dem richtigen Weg“, hebt der Übungsleiter der Nullsiebener die positiven Aspekte hervor.
Noch abgezocker werden
Was muss besser werden? „Uns hat noch in einigen Szenen die Erfahrung gefehlt. Aber das kommt mit der Zeit. Wir müssen noch abgezockter sein. In einigen Spielen, in denen wir in Führung lagen, haben wir es vorne nicht ordentlich zu Ende gespielt und es so nicht klar gemacht; wie beispielsweise in Tuttlingen, als wir 2:1 geführt und es verpasst haben, den dritten Treffer zu machen. Am Ende haben wir 2:3 verloren. Doch solche Spiele gibt es eben. Da müssen wir daraus lernen und noch abgeklärter werden. In der zweiten Saisonhälfte wollen wir noch ein paar Plätze in der Tabelle nach oben klettern, um so schnell wie möglich nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Die Jungs sollen Spaß haben und die maximale Punktzahl erreichen. Ziel ist ein einstelliger Tabellenplatz“, gibt Akbaba die Marschrichtung für die zweite Saisonhälfte vor.
Veränderungen im Kader? „Wir werden zwei neue Spieler hinzu bekommen, deren Namen wir veröffentlichen werden, wenn sie bei ihren Vereinen Bescheid gesagt haben. Zudem wird uns Nicolas Gil Rodriguez in der Rückrunde wieder verstärken, nach dem er zuletzt mehrere Monate beruflich in England weilte“ gibt der FC-Coach Einblick in die Personalplanung.
Bock auf Hallenturniere
Die Vorbereitung Trainer Akbaba bittet seine Jungs ab dem 3. Februar wieder auf den Rasen. Im Rahmen der sechswöchigen Vorbereitungsphase soll es auch ein Trainingslager von 19. bis 23. Februar – entweder in den Niederlanden oder in Spanien – geben. Doch davor sind die Nullsiebener noch bei fünf Hallenturnieren unter dem Dach aktiv. „Wir spielen am 22. Dezember in Weilheim/Teck; am 29. Dezember sind wir beim Indoor-Cup der TSG Balingen dabei. Gleich zwei Turniere bestreiten wir am 4. Januar in Nagold und im Sindelfinger Glaspalast. Am 7. Januar sind wir in Empfingen am Start. Die jungen Spieler wollen das.“