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Faustball TVU-Abwehr liefert großen Kampf und sichert das Weiterkommen

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Geschafft: Der TV Unterhaugstett feiert den Einzug in die zweite Runde.Foto: Kraushaar Foto: Schwarzwälder Bote

Heiß her ging es am Samstag auf den Plätzen der Faustball-Bundesliga Süd am ersten Spieltag der stark verkürzten Feldsaison der Männer. Die erste Runde wurde in zwei Gruppen ausgespielt, aus der sich jeweils drei Teams für die Zwischenrunde in Mannheim qualifizierten. Dort geht es in zwei Wochen um die drei Startplätze für die Endrunde der deutschen Meisterschaft am 5./6. September in Kellinghusen.

Wie erwartet setzte sich der Favorit und amtierende deutsche Meister TSV Pfungstadt mit drei Siegen in der Gruppe A in Stuttgart Stammheim durch. Dahinter ging es jedoch richtig zur Sache. Nur dank der besseren Satzbilanz sicherte sich der TV Unterhaugstett den zweiten Platz.

In der Gruppe B, die in Waldrennach gespielt wurde, kamen die Gastgeber ebenfalls als Gruppenzweiter eine Runde weiter. Als Vierter ausgeschieden ist dagegen der TSV Calw.

Gruppe A

TV 1880 Käfertal – TV Unterhaugstett 1:3 (9:11/8:11/ 11:8/11:13). "Wir sind sehr gut in das erste Spiel gekommen", sagte Sebastian Buck über den überraschenden 3:1-Sieg seines TV Unterhaugstett gegen den TV 1880 Käfertal. Der letztjährige Dritte der deutschen Meisterschaft galt eigentlich als fast unlösbare Aufgabe, doch die Unterhaugstetter Abwehr lieferte einen großen Kampf. Nach 13 gespielten Bällen führten die Unterhaugstetter mit 8:5, dann wendeten die Käfertaler mit vier Punkte in Folge zum 8:9 das Blatt. Alles schien den gewohnten Gang zu nehmen. Doch den TVU-Angreifern Robin Gensheimer und Michael Ochner gelangen überraschend die Bälle zum 11:9-Satzgewinn. "Wir hatten dank unserer Wechselmöglichkeiten einen kleinen Vorteil", sagte Buck.

Im zweiten Satz sahen die Käfertaler schon wie die sicheren Sieger aus, doch die Mannschaft von Trainer Alexander Bäuerle hatte am Ende erneut mit 11:8 den längeren Atem und ging mit 2:0 in Führung. An der Solitudeallee in Stuttgart-Stammheim rieb sich auch die Konkurrenz verblüfft die Augen. Im dritten Satz zogen die Favoriten schnell auf 3:10 weg. Die Aufholjagd der Schwarzwälder kam zu spät – mit 8:11 ging der Satz an den TV Käfertal. Dann wurde es dramatisch. Im vierten Satz zog das TVU-Team auf 6:3 davon. Doch die Käfertaler gaben sich nicht geschlagen und drehten den Satz auf 10:7 und brauchten nur noch einen Punkt zum Satzausgleich. Drei Punkte in Folge zum 10:10 brachten den TVU in die Verlängerung, die er mit 13:11 gewannen. "Ein Überraschungserfolg mit einem starken Einstand von Neuzugang Lucas Egger", fasste Buck zusammen.

TSV Pfungstadt – TV Unterhaugstett 3:1 (11:5/14:15/ 11:5/11:5). Gegen den Klassenprimus hatte Trainer Bäuerle die Aufstellung stark verändert. Bei 35 Grad im Schatten wurden die TVU-Leistungsträger geschont – Holger Bäuerle und Ingo Lochmahr rückten ins Team. Pfungstadts Nationalschlagmann Patrick Thomas schlug dem TVU mit bekannter Wucht und Präzision die Bälle um die Ohren. Bei der 1:3-Niederlage für den TVU passte nur der zweite Satz nicht in Bild. Da ließ der Favorit den "zweiten Anzug" der Unterhaugstetter mitspielen. Dieser Satzgewinn gegen sollte am Endes des Spieltages der Schlüssel zur zweiten Runde sein.

TV Stammheim – TV Unterhaugstett 3:2 (11:9/6:11/ 3:11/12:10/11:7). Der TV Stammheim, bis zu dieser Partie nach Niederlagen gegen den TSV Pfungstadt (0:3) und TV Käfertal (2:3) Schlusslicht der Gruppe, konnten den ersten Satz zwar mit 11:9 knapp gewinnen, dann übernahm aber der TVU mit 11:6 und 11:3 das Kommando. "Nach der 2:1-Führung und dem Umstand, dass wir in der zweiten Runde stehen, war die Luft bei uns raus", kommentierte Buck die 2:3-Niederlage. Die Gastgeber schafften im vierten Satz in der Verlängerung den Ausgleich und entschieden auch den fünften Satz mit 11:7 für sich. Die Unterhaugstetter hatten zu diesem Zeitpunkt zwölf Sätze gespielt und wirkten platt. "Wir konnten die Spannung nicht mehr hoch halten, aber das fiel nicht mehr ins Gewicht", sagte Buck, dessen Team als Zweiter der Gruppe A in der Zwischenrunde auf den TV SW-Oberndorf und den FBC Offenburg treffen wird.

Gruppe B

TV Waldrennach – TSV Calw 3:0 (11:9/11:6/11:8). Im ersten Spiel des Tages trat der TSV Calw gegen den Gastgeber TV Waldrennach an. Ohne ihre beiden besten Angreifer Raphael Schlattinger und Dennis Gruber mussten sich die Calwer mit 0:3 geschlagen geben. Trainer Thomas Stoll war mit der Leistung seines Teams trotzdem zufrieden. "Moritz Pfrommer und Nico Stoll am Hauptschlag haben wirklich gut gespielt. Wir waren nicht chancenlos". Zu einem Satzgewinn reichte es aber nicht.

"Das Spiel gegen die Calwer in dieser Aufstellung mussten wir gewinnen, um weiterzukommen", sagte hingegen Waldrennachs Sprecher Kevin Eutinger.

TV Waldrennach – TV SW- Oberndorf 1:3 (7:11/11:8/ 8:11/8:11). Gegen den favorisierten TV SW Oberndorf schickten die Waldrennacher ihre zweite Garde aufs Feld. Ihr Trainer Stefan Maier befand sich im Urlaub und so coachte sich das Team selbst und wechselte munter durch. "Gegen die Favoriten wollten wir die Stammkräfte schonen und uns auf die anderen beiden Spiele konzentrieren", sagte Sprecher Eutinger, auch wenn die Oberndorfer vielleicht sogar schlagbar gewesen wären. Erst am Ende wurde Waldrennachs Hauptschlagmann Markus Krauth eingewechselt – zur Wende im Spiel reichte es dann aber nicht mehr. Mit 1:3 ging das Spiel verloren. "Wir waren aber froh, dass wir mithalten konnten", sagte Eutinger.

TV Waldrennach – FBC Offenburg 3:0 (11:7/11:7/11:5). Dass die Taktik, die Stammkräfte zu schonen, voll aufging, zeigte das nächste Spiel. Gegen den FBC Offenburg holten die Waldrennacher ihren zweiten 3:0-Erfolg des Tages und sicherten sich den zweiten Platz in der Gruppe B. "Der Sieg war nie in Gefahr, wir waren in allen Belangen überlagen", freute sich Eutinger. In der Zwischenrunde trifft der TVW nun auf den TSV Pfungstadt und den TV Käfertal. "Vielleicht haben wir gegen die Käfertaler eine Chance", sagte Eutinger, eventuell sei dann sogar die Qualifikation für die Endrunde möglich.

FBC Offenburg – TSV Calw ­3:2 (11:8/8:11/6:11/11:8/14:12). In ihrem zweiten Spiel des Tages hatten die Calwer trotz der Auftaktniederlage gegen den FBC Offenburg die Chance auf den dritten Platz und das Weiterkommen. Im fünften Satz hatte der TSV zwei Mal Matchball, zwei Mal sprang beim Zuspiel der Ball ein wenig zu weit. "Da hat uns auch ein wenig das Matchglück gefehlt", sagte Trainer Stoll. Die Gegner präsentierten sich da etwas abgezockter und nutzten ihre Chance zum Matchgewinn.

TSV Calw – TV SW-Oberndorf 0:3 (6:11/6:11/3:11). Gegen den TSV SW-Oberndorf war es am Ende eine klare Angelegenheit. Mit 0:3 unterlagen die Calwer. Im ersten Satz überraschte der TSV aber die Favoriten und ging mit 5:1 in Führung. "Dann ist uns die Luft ausgegangen", sagte Trainer Stoll. "Der Auftritt sah aber trotz des Ausscheidens insgesamt gut aus. Wir haben auch ohne Schlattinger und Gruber gut mitgemischt", meinte der Coach zufrieden.

Feldrunde 2020 1. Bundesliga Süd, Männer Vorrunde Gruppe A in Stuttgart-Stammheim 1. TSV Pfungstadt 9:3 6:0 2. TV Unterhaugstett 6:7 2:4 3. TV 1880 Käfertal 6:8 2:4 4. TV Stammheim 5:8 2:4 Gruppe B in Waldrennach 1. TV SW-Oberndorf 9:1 6:0 2. TV Waldrennach 7:3 4:2 3. FBC Offenburg 3:8 2:4 4. TSV Calw 2:9 0:6 Zwischenrunde, Samstag, 15. August, in Mannheim-Käfertal Gruppe C TSV Pfungstadt TV Waldrennach TV 1880 Käfertal Gruppe D TV SW-Oberndorf TV Unterhaugstett FBC Offenburg

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