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Faustball "Der Verein ist wie eine große Familie"

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Die Nummer neun ist seit Jahren eine Konstante bei den Faustballerinnen des TSV Calw: Lisa Kübler (rechts) mit Anna Winkler (links) und Henriette Schell. Foto: Rubner

Lisa Kübler gehört inzwischen zu den Bundesliga-Faustballerinnen des TSV Calw wie der Löwe im Vereinswappen. Bereits im Alter von vier Jahren begann die heute 25-jährige Verwaltungsfachangestellte mit dem Faustballspielen in der Hessestadt und hat seitdem nie den Verein gewechselt.

Am kommenden Wochenende erwartet den TSV Calw jedoch eine Spieltagskonstellation, die auch Lisa Kübler so noch nicht erlebt hat: Am Samstag (ab 11 Uhr) wird zunächst der Heimspieltag des TSV Pfungstadt nachgeholt, bei dem die drei führenden Mannschaften der Bundesliga-Tabelle – der TSV Dennach, der TSV Calw und der TSV Pfungstadt – aufeinandertreffen. 24 Stunden später folgt ebenfalls ab 11 Uhr der Heimspieltag des TSV Calw in der Walter-Lindner-Halle, bei dem die drei Mannschaften ein weiteres Mal gegeneinander spielen.

Wir haben uns im Vorfeld mit Lisa Kübler über diese besondere Konstellation, das Verhältnis zum Derby-Gegner Dennach und ihre Treue zum TSV Calw unterhalten.

Frau Kübler, schlafen Sie in dieser Woche schlecht?

Nein, noch nicht. Die Aufregung kommt dann eher am Samstagmorgen.

Wenn man sich anschaut, was den TSV Calw an diesem Wochenende erwartet, könnte man meinen, dass das für schlaflose Nächte sorgt…

Wir machen uns da noch nicht so den Kopf. Wir haben in dieser Woche noch einmal trainiert und ein paar Sachen besprochen. Ich denke, dass die Aufregung dann wie gesagt wahrscheinlich erst so am Samstagmorgen kommt.

Der TSV Calw geht nur als Tabellenzweiter in dieses Wochenende. Ist das psychologisch ein Vorteil, weil man dadurch in der Rolle des Jägers ist?

Auf jeden Fall. Es ist einfacher, wenn man nicht in der Favoritenrolle steckt. Unser Ziel ist es, am Wochenende zwei gute Spiele gegen Dennach zu absolvieren und natürlich zu gewinnen.

Die beiden Spiele gegen Pfungstadt spielen dann eher eine untergeordnete Rolle?

Nein, man darf den Fokus natürlich nicht nur auf die Spiele gegen Dennach legen. Pfungstadt darf man nicht unterschätzen, das ist eine gute Truppe. Wir müssen in alle Spiele am Wochenende total fokussiert gehen.

Gehen Sie in Pfungstadt anders in die beiden Spiele als zu Hause in Calw?

Ich denke, dass am Sonntag in Calw einige Dennacher Fans und natürlich auch Calwer Fans in die Halle kommen werden. Vor seiner einer Kulisse ist die Aufregung dann schon noch mal ein bisschen größer als bei einem Auswärtsspieltag.

Ist das konditionell ein Problem, zwei Spieltage innerhalb von zwei Tagen auszutragen?

Ja. Je nachdem, wie lange am Samstag die Sätze dauern, werden wir das am Sonntag sicherlich in den Beinen merken.

Also werden Sie sich am Samstag taktisch so einstellen, möglichst schnell eine Entscheidung herbeizuführen?

Ja. So wenige Sätze wie möglich sind von Vorteil und gerade gegen Pfungstadt kraftschonend zu spielen, um die Kräfte für Dennach aufzuheben.

Auf den ersten Blick könnte man fragen, warum nicht beide Spieltage in der gleichen Stadt ausgetragen werden – gerade mit Blick auf die laufende Klimadebatte im Sport. Wurde eine Verlegung thematisiert?

Nein, darüber wurde ehrlich gesagt nicht nachgedacht.

Sie selbst sind ein Urgestein beim TSV Calw und halten dem Verein seit jüngsten Jahren die Treue. Kam ein Vereinswechsel für Sie nie infrage?

Nein. Ich fühle mich in Calw wohl und spiele hier, seit ich ein kleines Kind bin. Der Verein ist wie eine große Familie für mich. Ein Wechsel kam für mich nie infrage, weil es auch mit der Mannschaft immer richtig gut passt.

Ihre Treue halten Sie auch Ihrer Rückennummer, der Neun. Hat Sie eine besondere Symbolik für Sie?

Ja. Damals als kleines Kind war ich mal mit meinen Eltern bei einer Faustball-WM der Herren. Da waren die deutschen Nationalspieler ein großes Vorbild für mich und da war ein Spieler mit der Nummer neun dabei, der mich sehr f asziniert hatte. Seitdem habe ich die Neun.

Bleiben wir bei den Zahlen: Der TSV Calw war zuletzt lange die Nummer zwei hinter dem TSV Dennach, jetzt sind Sie amtierender deutscher Meister in der Halle. Ist damit die Wachablösung im Schwarzwald schon vollzogen?

Ganz vollzogen noch nicht. Dennach gegen Calw wird immer ein Hammerspiel sein. Manchmal läuft es besser für uns, manchmal für Dennach. Wir sind auf jeden Fall dran und vielleicht schaffen wir es mal, die Dennacherinnen so ganz zu überholen.

Was macht den Unterschied zwischen beiden Mannschaften aus?

Das ist eine schwierige Frage. Darauf kann ich mich gar nicht so leicht festlegen. Dennach ist auf jeden Fall eine richtige Kämpfermannschaft und bei großen Turnieren wie im Europapokal oder beider deutschen Meisterschaft läuft es bei denen irgendwie immer. Bei uns fehlt da manchmal noch das letzte Bisschen. Das hängt vielleicht auch damit zusammen, dass wir eine sehr junge Mannschaft sind und bei manchen Spielerinnen noch die ein oder andere Erfahrung fehlt. Aber das heißt, dass uns von der Leistung her etwas fehlt.

Und wie sieht es mit dem Doppel-Spieltag am Wochenende aus? Wird am Sonntagnachmittag vor dem TSV Calw der Tabellenplatz Nummer eins zu sehen sein?

Natürlich hoffen wir das. Vom Startplatz her ist es besser, wenn wir als Tabellenerster zur Endrunde um die deutsche Meisterschaft fahren. Das ist ganz klar unser Ziel.

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